Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mozilla-firefox-30-deaktiviert-npapi-plugins-1406-107075.html    Veröffentlicht: 10.06.2014 15:22    Kurz-URL: https://glm.io/107075

Mozilla

Firefox 30 deaktiviert NPAPI-Plugins

Unter Linux unterstützt der Firefox-Browser GStreamer 1.0 für Multimediainhalte. Entwickler können weitere Ecmascript-6-Funktionen benutzen, und die meisten NPAPI-Plugins sind nun standardmäßig nicht mehr aktiviert.

Nach den weitgehenden optischen Änderungen mit Version 29 fallen die für Nutzer sichtbaren Änderungen mit Firefox 30 eher gering aus. Die Tastenkombination zum Suchen erlaubt unter OS X nun auch das Finden von markierten Textstellen, und unter Linux wird das Framework GStreamer 1.0 zur Wiedergabe multimedialer Inhalte verwendet. Ein entsprechender Bugreport zu letzterem existiert seit etwa eineinhalb Jahren.

Click-to-Play-Plugins

Darüber hinaus werden alle Plugins, die das NPAPI benutzen, bis auf wenige Ausnahmen standardmäßig deaktiviert. Mozilla glaubt, dass diese die Sicherheit und die Leistung zu sehr beeinträchtigen und oft Abstürze verursachen würden. Die Fähigkeiten von aktuellen Webtechniken wie Emscripten oder ASM.js seien mittlerweile ein adäquater Ersatz.

Die Firefox-Entwickler pflegen aber eine übersichtliche Whitelist, in der Plugins gelistet sind, für die diese Regel nicht gilt. Darin finden sich etwa Plugins von Microsoft oder auch Cisco. Der Flashplayer von Adobe ist jedoch nicht in der Whitelist. Dieser muss also von den Nutzern explizit aktiviert werden, falls das Plugin verwendet werden soll. Darauf weist der Browser mit einem kleinen Fenster hin. Die Regel findet ebenso keine Anwendung auf Plugins, die Teil einer Firefox-Erweiterung sind.

Zudem ist die Lautstärkeregelung für Web-Audio-Inhalte nun einzeln für jeden Tab oder auch Iframe verfügbar, allerdings derzeit noch ohne UI. Das heißt, die Verwendung der Funktion ist Addons und Entwicklern vorbehalten. Im neuen Firefox sind ebenso die Ecmascript-6-Funktionen Array- und Generator-Comprehensions implementiert.

Weitere Neuerungen finden sich in der Dokumentation für Entwickler und in den Release-Notes. Der Browser steht über die FTP-Server für Windows, OS X, Linux und im Quellcode zum Download bereit. Automatische Updates sollten ebenfalls verfügbar sein.  (sg)


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