Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/valve-in-home-streaming-fuer-alle-1405-106647.html    Veröffentlicht: 22.05.2014 09:42    Kurz-URL: https://glm.io/106647

Valve

In-Home-Streaming für alle

Der High-End-Arbeitsrechner berechnet den Shooter und "überträgt" ihn per Streaming auf den einfachen Wohnzimmer-PC: Das ist ab sofort mit In-Home-Streaming auf Valves Spieleplattform Steam möglich.

Valve hat nach einer längeren Testphase nun das sogenannte In-Home-Streaming über Steam für alle Nutzer freigeschaltet. Ein denkbares Szenario ist etwa, dass ein leistungsstarker High-End-PC einen rechenintensiven Shooter ausführt. Dessen Video- und Audiodaten werden an einen anderen Rechner im heimischen Netzwerk übertragen, während die Tastatur-, Maus- oder Gamepad-Eingaben an den Serverrechner geschickt werden, so dass der Nutzer aus der Ferne das Spiel verwenden kann.

Angenehmer Nebeneffekt: Windows-Spiele lassen sich mit dem System auch auf Mac- und Linux-Rechnern ausführen. Die beiden Rechner müssen dazu im gleichen Netzwerk beide mit dem gleichen Account bei Steam angemeldet sein. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt: Wer auf ein anderes Gerät wechselt, kann dort nahtlos an der gleichen Stelle weiterspielen - und außerdem entfällt bei In-Home-Streaming das mehrfache Herunterladen der Games.

Beim Kurztest innerhalb der Beta hat das Ganze beim Test von Golem.de prinzipiell gut funktioniert, das tatsächliche Spielerlebnis war allerdings sehr unterschiedlich. Im Optionsmenü von Steam sind die Bandbreite, Bildrate und Auflösung konfigurierbar - je schneller das Netzwerk und je geringer die Bildqualität (Auflösung sowie SSAA), desto besser klappte In-Home-Streaming. In einem Mehrfamilienhaus im sehr stark ausgelasteten 2,4-GHz-Frequenzblock mit n-Standard-WLAN am Client-Ultrabook funktionierte die Betaversion mal sehr gut und manchmal wiederum fast gar nicht.

Mit 5 GHz wurde das Streaming sehr viel besser, kleinere Kompressionsartefakte waren jedoch auch hier zu sehen - dafür ruckelte die Übertragung selten bis nie. Die Eingabelatenz hing zumindest in der Beta stark vom Spiel und dem Netzwerk ab, in Borderlands 2 sorgte unsere 5-GHz-Verbindung für eine sehr direkte Umsetzung der Steuerung. Mit Gigabit-Ethernet am Host wie Client klappte das Streaming am besten, Hänger traten aber auch hier auf.  (ps)


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