Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/27-stunden-ausfall-adobe-creative-cloud-laesst-anwender-im-regen-stehen-1405-106542.html    Veröffentlicht: 16.05.2014 23:18    Kurz-URL: https://glm.io/106542

27 Stunden Ausfall

Adobe Creative Cloud lässt Anwender hängen

Die Adobe-ID-Probleme sind behoben, nachdem 27 Stunden lang die Creative Cloud und die abonnierten Anwendungen wie Photoshop nicht mehr bei allen funktionierten. Die Panne wirft ein schlechtes Licht auf Adobes Entscheidung, seine Software nur noch als Abo zu vertreiben.

Am Freitag konnte Adobe endlich über Twitter vermelden, dass die Probleme mit der Creative Cloud behoben sind. Zuvor konnten sich die zahlenden Kunden mehr als einen Tag lang nicht anmelden, ihre Programme, Schriften und Dienste verwenden.

Zahlreiche Anwender konnten mehr als einen Tag lang Elemente der Creative Cloud nicht mehr nutzen. Der Abodienst ist seit vergangenem Jahr die einzige Möglichkeit, die meiste aktuelle Software von Adobe zu nutzen. Zwar waren nicht alle Nutzer betroffen, doch viele wunderten sich, dass nur wegen des Ausfalls des Login-Systems von Adobe ihre Anwendungen nicht mehr starteten und sich stattdessen ein Login-Bildschirm öffnete. Selbst Typekit-Schriften, die eigentlich auf dem Rechner des Anwenders installiert sind, ließen sich nicht mehr nutzen, weil der Kontakt zum Server fehlte. Adobe hatte den Dienst 2011 übernommen. Auch Dienste wie Acrobat Forms Central gingen auf einmal nicht mehr.

Die Probleme lassen das Versprechen von Adobe, dass die Apps nur alle 30 Tage zum Herstellerserver Kontakt aufnehmen müssen, in einem anderen Licht erscheinen. Eigentlich sollen sie sogar 99 Tage ohne Serververbindung weiter laufen, teilte Adobe der Website Macuser mit.

Der Ausfall war besonders tragisch für professionelle Anwender, die eine Deadline einhalten mussten, aber ihre Programme nicht nutzen konnten. Einige Nutzer stellten die Frage, ob sie eine Entschädigung erhalten. Dazu äußerte sich der Softwarehersteller nicht.

Nachtrag vom 17. Mai 2014, 11:41 Uhr

Mittlerweile hat sich Adobe zur Frage von Entschädigungen geäußert: Man könne keine gewähren, teilte das Unternehmen via Twitter mit.  (ml)


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