Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/huawei-ascend-p7-im-test-die-duenne-alternative-1405-106451.html    Veröffentlicht: 14.05.2014 12:01    Kurz-URL: https://glm.io/106451

Huawei Ascend P7 im Test

Die dünne Alternative

Mit seinem neuen Top-Smartphone Ascend P7 bringt Huawei ein weiteres sehr dünnes Smartphone auf den Markt. Dabei setzt der Hersteller auf praktische Funktionen, statt bei der Hardwareausstattung mit der Konkurrenz gleichzuziehen. Auch den Preis legt Huawei niedriger an als HTC, Sony oder Samsung.

Huawei hat Anfang Mai 2014 mit dem Ascend P7 den Nachfolger seines letztjährigen Topmodells Ascend P6 präsentiert. Optisch ist der Hersteller dem Stil des Gerätes weitgehend treu geblieben, an der Hardware wurde jedoch einiges verbessert. Rein von den technischen Daten her kann das Ascend P7 allerdings nicht mit den aktuellen Top-Smartphones von HTC, Samsung und Sony mithalten. Huawei hat dennoch eine interessante Alternative zu den Snapdragon-801-Geräten der Konkurrenz geschaffen - und den Preis mit 420 Euro zudem deutlich niedriger angesetzt.

Beim Design des Ascend P7 orientiert sich Huawei stark am Vorgänger Ascend P6. Dementsprechend sieht auch das neue Smartphone von der linken Seite etwas wie ein iPhone 5s aus. Beim neuen Modell kommt eine Ähnlichkeit zu Sonys aktuellen Xperia-Smartphones hinzu: Der neue Anschaltknopf und die Lautstärkewippe erinnern stark an die Sony-Geräte. Mit nur 6,8 mm Dicke gehört das Ascend P7 wie sein Vorgänger wieder zu den dünnsten Smartphones auf dem Markt. Mit nur 123 Gramm ist das Gerät zudem sehr leicht.

Das 139,4 x 68,6 mm große Gehäuse des Ascend P7 besteht aus Aluminium und Glas und ist sehr gut verarbeitet. Erfreulicherweise verwendet Huawei nicht nur auf der Vorderseite kratzfestes Gorilla-Glas, sondern auch auf der Rückseite. Den Rand entlang läuft ein Rahmen aus gebürstetem Aluminium, der untere Rand ist aus weißem Kunststoff.

Der beim Ascend P6 noch als revolutionär positioniert angepriesene Kopfhöreranschluss ist von der äußerst unpraktischen Position unten links an den oberen Rand gewandert. Am rechten Rand befinden sich die beiden Einschübe für die SIM- und Micro-SD-Karten. Wie beim Ascend P6 benötigt der Nutzer zum Öffnen einen Piekser, der mitgeliefert wird.

5-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung

Das Display des Ascend P7 ist 5 Zoll groß und hat eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Das ergibt eine Pixeldichte von 441 ppi. Damit hat Huawei verglichen mit dem Vorgängermodell Ascend P6 nicht nur die Bildschirmdiagonale um 0,3 Zoll erhöht, sondern auch die Auflösung: Das Display im Ascend P6 löste nur mit 1.280 x 720 Pixeln auf.

Helles Display mit angenehmer Farbwiedergabe

Das Display wird durch Cornings Gorilla-Glas der dritten Generation geschützt. Fingerabdrücke bleiben kaum haften, zudem lässt sich der Bildschirm leicht reinigen.



Die Farbwiedergabe ist sehr natürlich, ohne flau zu wirken. Aufgrund der hohen Auflösung werden Bildschirminhalte sehr scharf dargestellt, einzelne Pixel sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Ein Treppeneffekt ist nicht sichtbar.

Sehr helles Display

Das Display ist mit durchschnittlich 445 cd/qm sehr hell, auch bei Sonnenlicht ist der Bildschirminhalt gut zu erkennen. Allerdings fällt in den Messungen ein deutlicher Helligkeitsunterschied zwischen dem oberen und dem unteren Rand auf: Im oberen Drittel messen wir 476 cd/qm, im unteren Drittel nur noch 410 cd/qm. Die Helligkeitsunterschiede sind mit dem bloßen Auge allerdings nicht zu sehen. Der Helligkeitssensor arbeitet zuverlässig, aber in deutlichen Abstufungen. Der Lagesensor funktioniert ohne nennenswerte Verzögerung.

Insgesamt ist Huawei beim Ascend P7 ein sehr gutes Display gelungen. Durch die hohe Auflösung wirken Inhalte sehr fein und scharf, die Farben sind sowohl bei Spielen und Filmen als auch bei alltäglichen Anwendungen stimmig.

Android 4.4.2 und Emotion UI

Das Ascend P7 wird mit Android in der aktuellen Version 4.4.2 alias Kitkat ausgeliefert. In der Vergangenheit hat Huawei seine Smartphones und Tablets eher mit veralteten Versionen bestückt - auch bei den Topmodellen. Hier zeigt sich eine erfreuliche Entwicklung, die hoffentlich auch für weitere Huawei-Modelle übernommen wird. Auch auf seinem neuen Smartphone installiert Huawei seine eigene Benutzeroberfläche Emotion UI in der neuen Version 2.3.

Die neue Emotion-UI-Version bietet einige bereits von früheren Versionen bekannte Funktionen wie beispielsweise die Designauswahl. Auch am Grundaufbau hat Huawei nicht viel geändert: Die eigentlich bei Android übliche App-Übersicht gibt es nicht, stattdessen werden die Programme wie bei iOS alle auf dem Startbildschirm abgelegt. Mit Ordnern lässt sich hier eine übersichtliche Struktur aufbauen.

Umfassende Kontrollmöglichkeiten

Huawei hat in seine neue Emotion-UI-Version zahlreiche neue Funktionen eingebaut, mit denen der Nutzer das Android-System sehr umfassend kontrollieren kann. Von Android-Geräten anderer Hersteller sind solche Kontroll- und Einstellungsmöglichkeiten nicht bekannt. In der Einstellungsoption "Vernetzte Apps" kann der Nutzer beispielsweise für jede installierte App separat bestimmen, ob diese über WLAN oder eine mobile Datenverbindung auf das Internet zugreifen darf.

Im Energiespar-Menü kann der Nutzer nicht nur zwischen einem Normalmodus, einem Energiesparmodus und dem besonders sparsamen Ultramodus mit Zugriffsbegrenzung auf die Telefonie- und Nachrichtenfunktion wählen. Auch eine Auflistung der leistungsintensiven Apps findet sich hier: Das Ascend P7 zeigt dabei den Energieverbrauch in mAh an. Entdeckt der Nutzer eine besonders stromintensive App, kann er diese beenden.

Generell legt Huawei beim Ascend P7 viel Wert auf die Kontrolle des Stromverbrauchs. Das Smartphone weist den Nutzer beispielsweise in der Benachrichtigungszeile darauf hin, wenn eine App im Hintergrund viel Strom verbraucht. Diesen Hinweis kann der Nutzer entweder ignorieren und ausblenden, oder die App schließen. Über das Einstellungsmenü "Geschützte Apps" kann der Nutzer Programme auswählen, die auf jeden Fall aktiviert bleiben, nachdem das Smartphone in den Ruhezustand versetzt wurde.

Im Benachrichtigungsmanager lässt sich für jede einzelne App einstellen, ob sie in der Statusleiste Benachrichtigungen anzeigen darf. So kann der Nutzer unerwünschte Nachrichten unterdrücken. Im Menüpunkt "Standortzugriff" sieht der Nutzer auf einen Blick, welche Apps eine Standortfreigabe erhalten haben. Diese kann hier wieder geändert werden.

Ruhemodus und Gestensteuerung

Zu den weiteren Funktionen von Emotion UI 2.3 gehört ein "Bitte nicht stören"-Modus, in dem der Nutzer nur für ausgewählte Kontakte erreichbar ist. Dieser Ruhemodus kann auch per Zeitschaltung nur für bestimmte Uhrzeiten eingestellt werden. Das Ascend P7 kann bedingt auch per Gesten gesteuert werden: Beispielsweise kann ein Anruf einfach durch das Halten ans Ohr angenommen werden. Diese Art von Gesten ist nicht neu, bei anderen Herstellern gibt es sie bereits seit längerem.

Huawei installiert einige nützliche Apps vor, jedoch keine Programme von Drittherstellern. Daher fehlt glücklicherweise Bloatware wie die bei Samsung beliebte HRS-Hotel-App. Lediglich Swype ist vorinstalliert und ersetzt die bisherige proprietäre Huawei-Tastatur, die auf deutschen Geräten immer wieder Probleme machte.

Weggelassen hat Huawei die bei den vorherigen Emotion-UI-Versionen noch installierte praktische Profilsteuerung. Neu hingegen ist das kleine Menü am unteren Rand des Sperrbildschirms, das durch eine Wischgeste nach oben geöffnet wird. Es ermöglicht den Zugriff auf die aktuelle Wettervorhersage sowie den Kalender, den Rechner, die Taschenlampe und die Spiegelfunktion. Hier kann die Frontkamera als Schminkspiegel genutzt werden.

Umfangreiches Schnelleinstellungsmenü

Sehr praktisch fanden wir die Umsetzung der Schnelleinstellungen im Benachrichtigungsbereich: Standardmäßig ist eine Zeile mit Schnellwahleinstellungen zu sehen - mit nur einem Fingertipp öffnen sich alle Schnellwahlbefehle. Bei anderen Android-Geräten gibt es entweder nur wenige Befehle oder der Nutzer muss durchscrollen, was in der Bedienung unpraktischer ist. Die Schnellwahlbefehle des Ascend P7 lassen sich nach Belieben einzeln ein- oder ausschalten.

Gute 13-Megapixel-Kamera

Die Hauptkamera auf der Rückseite hat fünf Linsenelemente, der 13-Megapixel-Sensor ist von Sony. Dank BSI-Technik sollen auch Bilder in dunkleren Umgebungen besser aussehen.

Hier kommt es darauf an, in welchem Modus der Nutzer fotografiert: Der Automatikmodus erkennt Belichtungssituationen und optimiert die Qualität der geschossenen Fotos. In diesem Modus sehen in dunklen Umgebungen aufgenommene Bilder tatsächlich sehr gut belichtet aus, auch die Bildqualität ist besser als beispielsweise beim HTC One (M8) oder dem Sony Xperia Z2. Wird allerdings der "normale" Modus verwendet, bei dem der Nutzer selbst Optionen wie den Weißabgleich einstellen kann, sind die Bilder deutlich dunkler und verwaschener.

Mit dem Ascend P7 gemachte Tageslichtaufnahmen haben eine gute Schärfe, der Weißabgleich und die Farben stimmen. Stellenweise sind die Kontraste etwas hart, jedoch noch an der Grenze. Dafür haben die Bilder eine gute Dynamik. Die Qualität der Tageslichtaufnahmen kommt nah heran an die des Xperia Z2, das Sony-Smartphone macht letztlich aber Bilder mit noch etwas besserer Schärfe. Dafür wirken die Details beim Ascend P7 weniger verschwommen.

Zahlreiche Kamera-Optionen und Schnellaufnahmemodus

Die Kamera-App des Ascend P7 ist übersichtlich und bietet zahlreiche Modi und Einstellungsmöglichkeiten. Neben den bereits erwähnten Automatik- und Normalmodi stehen unter anderem auch ein Beauty-Filter, ein HDR-Modus, eine Panoramafunktion und zahlreiche Filter zur Verfügung. Die Filter können live auf dem Display dargestellt werden, bevor das Foto gemacht wird.

Gut umgesetzt ist der Schnellaufnahmemodus: Drückt der Nutzer zweimal schnell hintereinander auf die Volume-Down-Taste, nimmt das Ascend P7 direkt ein Foto auf. Dies funktioniert auch, wenn das Smartphone im Standby-Modus ist - dann benötigt es ebenfalls nur unter 1,5 Sekunden, um das Bild zu machen und abzuspeichern. In den Einstellungen kann die Funktion auch dahingehend geändert werden, dass die Kamera gestartet wird, ohne ein Foto zu machen. Einen eigenständigen Kameraknopf kann dieser Kniff aber nicht ersetzen. Wer etwa gerade Musik hört und ein Foto aufnehmen will, kann die Kamera-App nicht über die Lautstärketasten aufrufen.

Hochauflösende Frontkamera

Die Kamera auf der Vorderseite des Ascend P7 hat 8 Megapixel und gehört damit zu den hochauflösendsten Frontkameras bei Smartphones. Dank der hohen Auflösung lassen sich qualitativ hochwertige Selbstporträts machen. Huawei hat der Kamera-Software einige Selfie-Funktionen spendiert: So kann der Nutzer einen Zeitauslöser verwenden, bei dem in der rechten oberen Ecke ein Vorschaubild erscheint. Schaut der Nutzer hier drauf, sind die Augen näher an der Kamera, weshalb er beim fertigen Selbstporträt besser in die Kamera schaut.

Interessant ist auch der Gruppen-Selbstporträt-Modus - von Huawei mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen "Groufie" (Group Selfie) bezeichnet. Der Groufie-Modus ermöglicht es, neben dem eigentlichen Selbstporträt jeweils ein weiteres Bild links und rechts aufzunehmen. Dadurch ergibt sich ein Panorama-Selbstporträt, auf dem bequem drei Leute Platz finden. Auch kreative Spielereien sind möglich.

Eigener Quad-Core-Prozessor mit 1,8 GHz

Im Inneren des Ascend P7 arbeitet ein Prozessor der Huawei-Tochter Hisilicon. Statt des noch beim Vorgänger verwendeten K3V2 kommt jetzt ein Kirin-910T-Prozessor mit vier A9-Kernen, einer Taktrate von 1,8 GHz und einer Mali-450MP-Grafikeinheit zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher ist 2 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher 16 GByte. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut, Apps können auf eine SD-Karte verschoben werden.

Das Ascend P7 unterstützt Quad-Band-GSM und UMTS auf den Frequenzen 850, 900, 1.900 und 2.100 MHz. Außerdem beherrscht das Smartphone LTE auf 800, 900, 1.800, 2.100 und 2.600 MHz. WLAN unterstützt das Gerät nach 802.11b/g/n, also nur auf der Frequenz 2,4 GHz. Bluetooth läuft in der Version 4.0, ein GPS-Empfänger und ein NFC-Chip sind eingebaut.

Akku und Laufzeit

Der nicht ohne Weiteres wechselbare Akku hat eine Nennladung von 2.500 mAh. Huawei gibt im UMTS-Modus eine Standby-Zeit von über 17,5 Tagen an, im LTE-Modus sind es nicht ganz 17 Tage. Die Sprechdauer soll im UMTS-Modus bis zu 14 Stunden betragen.

Ein 1.080p-kodiertes Video konnten wir knapp über 4 Stunden lang anschauen, bis der Akku leer war - ein durchschnittlich guter Wert. Gemessen haben wir den Wert im Normal-Modus, also ohne stromsparende Maßnahmen.

Läuft das Ascend P7 unter Volllast, wird die Rückseite merklich warm - wie beim Vorgänger Ascend P6. An manchen Stellen konnten wir bis zu 41 Grad messen. Bei normaler Nutzung werden zwar niedrigere Temperaturen erreicht, auch hier ist allerdings eine Hitzeentwicklung zu spüren.

Flüssig laufendes Betriebssystem

Das Ascend P7 läuft flüssig in den Menüs. Bei mehreren geöffneten Programmen läuft das Smartphone zwar immer noch ruckelfrei, jedoch nicht mehr ganz so geschmeidig wie die drei aktuellen Topgeräte von HTC, Samsung und Sony in einer vergleichbaren Situation. Dies merken wir besonders bei Programmstarts, aber auch beim Wechseln zum Startbildschirm.

Grafikintensive Spiele laufen auf dem Ascend P7 ebenfalls flüssig, beim Rennspiel Riptide GP2 bemerken wir beim Gameplay nur an wenigen Stellen einen nennenswerten Unterschied zu den Snapdragon-801-Geräten. Das Spiel läuft stellenweise einfach nicht ganz so geschmeidig, das ist allerdings Meckern auf recht hohem Niveau.

Schwächere Benchmark-Ergebnisse als die Top-Konkurrenz

Dennoch schneidet das Smartphone in den Benchmark-Tests aufgrund des niedriger getakteten Prozessors schlechter ab als die besser ausgestatteten Topgeräte der Konkurrenz. So erreicht das Ascend P7 im Single-Modus des Geekbech-3-Tests mit 589 Punkten fast 400 Punkte weniger als das Xperia Z2 von Sony. Im Multi-Modus kommt es auf 1.772 Zähler, das Sony-Smartphone schafft hier knapp 1.000 Punkte mehr.

Im Grafik-Benchmark GFX Bench schafft das Ascend P7 im T-Rex-Test einen niedrigen Onscreen-Wert von 12,3 fps. Das ist sogar noch weniger als das Padfone Mini von Asus mit 14,8 fps. Zum Vergleich: Das Xperia Z2 und HTCs neues One (M8) kommen hier beide auf knapp 30 fps.

Im 3D-Mark von Futuremark kommt das Ascend P7 im Icestorm-Unlimited-Test auf 7.398 Punkte. Das ist weniger als die Hälfte der 16.015 Zähler, die das Xperia Z2 erreicht.

Verfügbarkeit und Fazit

Das Ascend P7 soll ab Juni in Deutschland erhältlich sein und 420 Euro kosten. Die während der Huawei-Pressekonferenz in Paris gezeigte Dual-SIM-Option ist nicht für Deutschland geplant.

Fazit

Mit dem Ascend P7 hat Huawei zahlreiche störende Faktoren des Vorgängermodells beseitigt: Das Display ist hochauflösender, der alte K3V2-Prozessor wurde endlich ausrangiert und auch die Verarbeitung ist besser und stimmiger.

Das Ascend P7 punktet im direkten Hardware-Vergleich mit den aktuellen Topmodellen der Konkurrenz jedoch nur an einigen Stellen - beispielsweise finden wir die Qualität der Kameraaufnahmen besser als die des HTC One (M8) und teilweise auch besser als die des Xperia Z2. Was den Prozessor betrifft, leistet das Ascend P7 jedoch merklich weniger. Im Alltag fällt uns das allerdings nur bei sehr rechenintensiven Programmen oder mehreren geöffneten Apps auf.

Gut gefallen uns die zahlreichen Einstellungs- und Kontrollmöglichkeiten der Benutzeroberfläche Emotion UI 2.3. Huawei ermöglicht dem Nutzer eine weitreichende Kontrolle von Zugriffsrechten und Stromverbrauchsoptionen. Mit den verschiedenen Designs lässt sich die Oberfläche an den persönlichen Geschmack anpassen. Leider sind die guten Profiloptionen nicht mehr an Bord, dafür zahlreiche praktische kleine Anwendungen.

Beide Kameras des Ascend P7 machen sehr gute Bilder. Die Frontkamera mit ihren 8 Megapixeln eignet sich außer für Videotelefonie auch für hochwertige Selbstporträts. Die Hauptkamera bietet einen guten Automatikmodus und macht auch in dunklen Umgebungen gute Bilder.

Mit einer Preisempfehlung von 420 Euro ist das Ascend P7 um die 170 Euro günstiger als Sonys Xperia Z2, knapp 150 Euro günstiger als Samsungs Galaxy S5 und 120 Euro günstiger als HTCs One (M8). Trotz des weniger leistungsfähigen Prozessors und fehlender Hardwarespielereien, wie sie beispielsweise die Geräte von Samsung und HTC haben, ist das Ascend P7 aufgrund des flachen Gehäuses, eines gelungenen Designs, einer guten Kamera und cleverer Softwarelösungen eine interessante Alternative zu diesen Geräten.

Stärkster Konkurrent für das Ascend P7 ist aktuell das Nexus 5, das jedoch eine schlechtere Kamera und weniger Komfortfunktionen bietet. Um sich gegen das momentan mit 320 Euro allerdings deutlich günstigere Google-Smartphone durchsetzen zu können, müsste der Preis des Ascend P7 nach der Veröffentlichung aber noch etwas sinken.

Nachtrag vom 15. September 2014, 9:33 Uhr

Das Ascend P7 wurde mittlerweile von Futuremark aus der Testdatenbank des 3D-Mark-Benchmarks entfernt. Grund ist, dass Huawei offenbar bei der Leistung geschummelt hat: In eigenen Messungen erreichte das Smartphone anstelle von 7.462 Punkten nur 5.816 Punkte.  (tk)


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