Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/tomodachi-life-nintendo-entschuldigt-sich-fuer-ablehnung-der-homoehe-1405-106387.html    Veröffentlicht: 11.05.2014 14:51    Kurz-URL: https://glm.io/106387

Tomodachi Life

Nintendo entschuldigt sich für Ablehnung der Homoehe

Nintendo muss seine Aussagen gegen Homosexualität in dem Lebenssimulationsspiel Tomodachi Life zurücknehmen. In künftigen Versionen des Spiels soll die Diskriminierung endlich beendet werden.

Nintendo hat sich für seine Ablehnung der Homoehe in seinem Spiel Tomodachi Life öffentlich entschuldigt. Zuvor hatte das Unternehmen sich eindeutig gegen die Möglichkeit gewandt, dass Männer im 3DS-Spiel "Tomodachi Collection: New Life" andere Männer heiraten dürfen.

Nun erklärte der Konzern: "Wir bitten um Entschuldigung, dass wir viele Menschen enttäuscht haben, weil homosexuelle Partnerschaften nicht Teil von Tomodachi Life sind." Leider sei es dem Unternehmen aber nicht möglich, das Spieldesign zu ändern - und mit einem Patch könne eine solch erhebliche Veränderung nicht vorgenommen werden.

Für Nintendo sei es immer wichtig gewesen, das Gemeinschaftsgefühl zu fördern und Freude zu vermitteln. Sollte es einen neuen Teil der Tomodachi-Reihe geben, so das Versprechen des Konzerns, werde man sich bemühen, ein Spiel zu schaffen, das "offener ist und in dem sich alle Spieler besser wiederfinden".

Nintendo war unfreiwillig in die Debatte um die Homoehe geraten. Wie einige Spieler festgestellt hatten, war es in dem 3DS-Spiel Tomodachi Life möglich, dass Homoehen und Beziehungen von Männern geschlossen wurden. Nintendo veröffentlichte daraufhin ein Update für das Spiel. In einer Ankündigung schrieb das Unternehmen wörtlich, dass darin "menschliche Beziehungen, die seltsam werden" nicht mehr möglich sein sollen.

Danach erklärte Nintendo, dass die Beziehungs-Optionen im Spiel nur zu einer spielerischen alternativen Welt gehören und keine Simulation des wirklichen Lebens sein sollen. Es werde nicht versucht, "soziale Statements zu liefern". Nun distanzierte sich der japanische Videospielekonzern davon.  (asa)


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