Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kaveri-deutlich-effizientere-apus-fuer-sparsame-notebooks-geplant-1405-106261.html    Veröffentlicht: 06.05.2014 01:14    Kurz-URL: https://glm.io/106261

Kaveri

Deutlich effizientere APUs für sparsame Notebooks geplant

Erste Spezifikationen von AMDs Kaveri-APUs für Notebooks zeigen eine signifikant verbesserte Leistung pro Watt verglichen mit den Richland-Modellen. Aber: Die 19-Watt-Kaveris bieten zwar schnelle Grafikeinheiten, CPU-seitig dürfte es gegen die Beema-APUs jedoch eng werden.

Bisher hat AMD drei Kaveri-Modelle für Desktopcomputer vorgestellt, nur zwei sind im Handel verfügbar. Im umsatzstarken Notebooksegment sind einzig die im Mai 2013 vorgestellten Richland-APUs erhältlich, im dritten Quartal 2014 soll sich dies ändern.

Zwar sind Folien von Baidu mit Vorsicht zu genießen, die Daten passen jedoch zu denen, die HP veröffentlicht hat: AMD plant, drei Kaveri-Modelle mit 35, 19 und eines mit 17 Watt TDP vorzustellen. Diese steigern die Energieeffizienz, verglichen mit ihren Richland-Pendants, unserer Einschätzung nach drastisch.

Die jeweils schnellste Version trägt ein FX-Präfix, die 35-Watt-APUs sind mit einem P-Suffix gekennzeichnet. Der FX-7600P wird der schnellste Chip. Der A10-7400P soll den A10-5750M beerben. Der aktuelle A10-5757M bietet zwar eine etwas schnellere Grafikeinheit als der A10-5750M, unterstützt dafür aber nur langsameren DDR3-1600-Speicher. Der A10-7400P kann hingegen mit schnellerem DDR3-1866-RAM umgehen.

Die CPU-Frequenzen sind ähnlich, Kaveri bietet aber bisherigen Messungen zufolge eine deutlich höhere Leistung pro Takt. Die Radeon R7 genannte Grafikeinheit mit GCN-2.0-Architektur und 512 Shadereinheiten bei bis zu 553 MHz sollte die Radeon HD 8650G hinter sich lassen.

Schnelle 19-Watt-Modelle

Noch offensichtlicher wird die Effizienzsteigerung im 19-Watt-Segment: Der FX-7600 rechnet mit 2,1 bis 3,3 GHz und die 384 ALUs mit bis zu 553 MHz. Der A8-5545M (Richland) erreicht nur 1,7 bis 2,7 GHz - die Grafikeinheit bietet zwar die gleiche Anzahl Recheneinheiten, jedoch nur die veraltete VLIW-Technik.

Wir schätzen prozessorseitig einen Vorsprung von durchschnittlich gut einem Drittel, GPU-seitig abseits von Compute-Anwendungen etwa 10 bis 15 Prozent. Die integrierte Grafikeinheit wäre damit deutlich flotter als die von Beema mit nur 128 ALUs. Die Prozessorgeschwindigkeit dürfte jedoch nicht allzu weit von der eines A6-6310 entfernt sein.  (ms)


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