Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/cloud-dienste-streem-verspricht-unbegrenzten-speicherplatz-1404-106029.html    Veröffentlicht: 23.04.2014 18:00    Kurz-URL: https://glm.io/106029

Cloud-Dienste

Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

Ein neuer Cloud-Anbieter wirbt mit einem "magischen Laufwerk", das niemals voll wird. Das Angebot lohnt sich im Vergleich zur Konkurrenz bereits ab einem Speicherbedarf von ein bis zwei Terabyte.

Unbegrenzten Speicherplatz für die Daten seiner Nutzer verspricht das amerikanische Startup Streem.com. Möglich werde dieses Angebot durch selbst entwickelte Deduplikations- und Kompressionsverfahren, mit denen die Datennutzung eingeschätzt und Speicherplatz günstig gemietet werden könne, heißt es in den FAQ des Unternehmens. Der Dienst soll 20 US-Dollar im Monat kosten, bei Jahresabos 15 Prozent weniger. Ein kostenloser Dienst für 20 Gigabyte Speicherplatz sei geplant.

Hochgeladene Videos oder Musikdateien lassen sich den Angaben zufolge mit eigenen Apps auf allen gängigen Plattformen wie Mac OS X, Windows, Linux, iOS, Android sowie in einer Web-App streamen und mit anderen Nutzern teilen. Andere Daten werden wie gewohnt mit den Anwendungen der Endgeräte geöffnet.

Cloud-Preise zuletzt stark gesunken

Das Unternehmen wurde von den früheren Twitter- und Microsoft-Angestellten Ritik Malhotra und Tanooj Luthra gegründet und wird nach eigenen Angaben von namhaften Investoren unterstützt, darunter Y Combinator, das bereits Dropbox unterstützte. Anders als Dropbox ist Streem jedoch kein Synchronisationsdienst, so dass die Clouddaten nicht auf den eigenen Geräten abgespeichert werden müssen. Über die Ausfallsicherheit des Dienstes werden keine Angaben gemacht. Derzeit befindet sich Streem noch in der Beta-Phase. Frühe Nutzer können den Dienst kostenlos testen, wenn sie auf verschiedenen Portalen oder per E-Mail dafür werben. Nach Angaben von Lifehacker.com lassen sich die Daten verschlüsseln, wobei das Unternehmen den Masterkey behält und die Daten notfalls wieder entschlüsseln kann. Natürlich bleibt es jedem Nutzer überlassen, die Daten vorher selbst zu verschlüsseln.

Zuletzt haben Konkurrenten wie Google Cloud oder Amazon ihre Preise für Cloud-Dienste deutlich gesenkt. Bei Google kostet ein Terabyte Speicherplatz statt zuvor 49,99 nur noch 9,99 US-Dollar. Für Amazons S3-Clouddienst sind für ein Terabyte noch mehr als 30 US-Dollar fällig. Deutlich teurer sind noch andere Anbieter. Bei Microsoft kosten 100 GByte 7,49 US-Dollar, Apple verlangt 8,33 US-Dollar für 50 GByte in seiner iCloud. Bei Dropbox bezahlt ein Anwender monatlich 9,99 US-Dollar für 100 GByte.  (fg)


Verwandte Artikel:
Cloudspeicher: Google greift Amazon und Apples iCloud an   
(25.03.2014, https://glm.io/105368 )
Große Koalition: Evaluierungsverweigerer Maas wird Außenminister   
(09.03.2018, https://glm.io/133249 )
Google Cloud Platform: 50 Prozent mehr Ressourcen für Compute-Engine-Maschinen   
(06.10.2017, https://glm.io/130471 )
Big Data: Google macht Big Query komfortabler   
(15.03.2013, https://glm.io/98206 )
LLVM 6.0: Clang bekommt Maßnahme gegen Spectre-Angriff   
(09.03.2018, https://glm.io/133241 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/