Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/intel-broxton-lte-erst-2016-skylake-produktion-noch-2015-1404-105917.html    Veröffentlicht: 16.04.2014 15:32    Kurz-URL: https://glm.io/105917

Intel

Broxton LTE erst 2016, Skylake-Produktion noch 2015

Intel hat das Broxton-SoC für Smartphones und Tablets auf Ende 2015 bis Anfang 2016 verschoben, während die Fertigung der Skylake-Prozessoren für Ultrabooks im zweiten Halbjahr 2015 starten soll. Die Broadwell-Chips für Desktop-PCs könnten Ende 2014 verfügbar sein.

Brian Krzanich gibt sich für Intels Veröffentlichungstermine optimistisch: "Wir agieren und integrieren schnell und bringen Produkte zügig zur Serienreife", sagte der Intel-Chef und meinte damit kommende Mobilfunk-SoCs. Die MCG (Mobile & Communications Group) hatte zuletzt einen operativen Verlust von 929 Millionen US-Dollar erwirtschaftet, soll mit Sofia 3G und später Broxton LTE aber wieder Gewinn erzielen.

Das SoC mit Goldmont-Architektur hatte Intel für 2015 angekündigt, Krzanich grenzte die Veröffentlichung des Chips nun auf das zweite Halbjahr 2015 ein - es könnte allerdings auch Anfang 2016 werden. Bis dahin sollen Sofia 3G und Sofia LTE für günstige Smartphones die Stellung halten, Cherry Trail T folgt auf Bay Trail T für Tablets. Damit in den kommenden Monaten der Marktanteil steigt, verkauft Intel die Atom-SoCs angeblich für unter 5 US-Dollar.

Im Ultrabook- und Desktop-Segment sieht es für Intel deutlich besser aus, die Produktion der 14-Nanometer-Chips läuft mittlerweile - obgleich Broadwell bereits mehrfach verschoben wurde. Letzter Stand ist, dass die Chips Ende 2014 erscheinen, und zwar nur für Ultrabooks sowie Tablets. Genauer zeigen die Roadmaps neue Y-Prozessoren mit einer SDP von 4,5 Watt.

Die gesockelten Broadwells für Desktops dürften frühestens im Dezember, wahrscheinlicher aber 2015 in den Handel kommen. Die Produktion des Nachfolgers Skylake für den neuen Sockel 1151 hat Brian Krzanich für das zweite Halbjahr 2015 angekündigt. Die Plattform ist nach Haswell-EP die zweite, die DDR4-Speicher unterstützt, jedoch nur mit einem Zwei- statt Vierkanal-Interface.  (ms)


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