Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/sk-hynix-erstes-ddr4-speichermodul-mit-128-gbyte-1404-105688.html    Veröffentlicht: 08.04.2014 09:50    Kurz-URL: https://glm.io/105688

SK Hynix

Erstes DDR4-Speichermodul mit 128 GByte

Der Speicherhersteller SK Hynix hat ein DDR4-Modul mit 128 GByte angekündigt. Damit verdoppelt der Hersteller die Dichte pro Riegel. Möglich macht das die TSV-Technologie.

SK Hynix hat die Entwicklung eines DDR4-Speicherriegels mit einer Kapazität von 128 GByte bekanntgegeben. Die Sticks basieren auf Chips mit je 8 GBit, die im 20-Nanometer-Verfahren gefertigt wurden. Das Modul arbeitet laut Hynix mit DDR4-2133-Geschwindigkeit bei einer Spannung von nur 1,2 Volt. DDR3-Module fassen nur 32 GByte und laufen mit 1,35 oder 1,5 Volt.

Neue Geschwindigkeitsrekorde stellt Hynix mit den Modulen nicht auf: Bei den üblichen 64 Bit pro Speicherkanal erreicht DDR4-2133 eine Datentransferrate von rund 17 GByte pro Sekunde. Allerdings hat die Jedec bisher maximal DDR3-2133 spezifiziert, Module mit 1.600 MHz fallen somit in den Übertakterbereich. DDR4 erreicht diese Geschwindigkeit auch offiziell.

Viel wichtiger ist aber die Speicherdichte mit 128-GByte-Riegeln. Selbst eine Workstation mit zwei Sockeln und je acht Speicherbänken kann so 2 TByte an RAM verwalten, Serversysteme mit acht Fassungen erreichen theoretisch bis zu 24 TByte. Die Dichte von 8 GBit erreicht Hynix durch Through Silicon Via (TSV), solche vertikalen Leitungen ermöglichen gestapelte Chips. Die Serienfertigung der neuen 128-GByte-Module ist für das erste Halbjahr 2015 geplant.

Die erste DDR4-Plattform wird im Herbst 2014 Intels Haswell EP für den Sockel 2011-3: Entsprechende Systeme mit bis zu 14 Kernen zeigte der Hersteller bereits auf dem IDF 2014 in San Francisco. Im Desktopsegment plant Intel erstmals, einen 8-Kern-Prozessor zu veröffentlichen.

Das aktuell schnellste Modell ist der Core i7-4960X mit sechs Kernen - zumindest wenn die eigentlich für Workstations gedachten Xeon E5-2600 v2 nicht berücksichtigt werden. Diese bieten bis zu 12 Recheneinheiten, kosten aber über 2.600 US-Dollar.  (ms)


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