Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/myloc-dedizierte-hp-moonshot-server-ab-20-euro-pro-monat-1404-105672.html    Veröffentlicht: 07.04.2014 16:27    Kurz-URL: https://glm.io/105672

Myloc

Dedizierte HP-Moonshot-Server ab 20 Euro pro Monat

Der deutsche Hoster Myloc wird in Kürze damit beginnen, Moonshot-Systeme als dedizierte Server anzubieten. In drei Klassen werden die Module mit altem Atom, Opteron X und Intels Avoton-Atom vermietet. Vor allem beim Preis pro Kern hofft Myloc, die Konkurrenz zu schlagen.

Myloc wird in Kürze eines der ersten Moonshot-basierten Hosting-Angebote auf den Markt bringen. Insgesamt drei Stufen soll es geben, die auf die Moonshot-Module Borman, m300 und m700 setzen. Die letzten beiden Module verkauft HP erst seit einigen Monaten. Das Borman-Modul wurde im April 2013 vorgestellt.

Am günstigsten sind, wie zu erwarten war, die Borman-Module. Dort steckt nur ein Atom der S1200-Serie basierend auf dem Centerton-Atom im Modul. Der hat zwei Kerne á 2 GHz, so dass Myloc in 4,3 Höheneinheiten bei 45 Modulen insgesamt 45 dedizierte Server vermieten kann. Jedes der Module wird rund 20 Euro pro Monat kosten und als HP Moonshot S vermarktet. Zum Angebot gehören 8 GByte RAM, eine 500-GByte-Festplatte im Modul und eine Anbindung an den Switch per Gigabit-Ethernet.

Mit rund 25 Euro ist das Moonshot-M-Angebot etwas teurer als das M700-Modul, das HP zusammen mit dem M300-Modul auf der HP Discover vorgestellt hat. Es basiert auf AMDs Kabini. Es steckt also eine APU mit recht schneller Grafikhardware und Jaguar-Kernen darin. Beim M700 muss der Kunde auf direkt angebundenen Speicher größtenteils verzichten. Nur 32 GByte stecken auf der iSSD. Das liegt daran, dass jedes M700-Modul für vier dedizierte Server mit jeweils eigenem Opteron X2150 (4 x 1,5 GHz) steht. Der Kunde mietet also ein Viertel des Moduls. Dort ist kein Platz für weiteren Speicher. Dafür bietet das Angebot 8 GByte RAM und per SL4500 angebundene 1 TByte externen Festplattenspeicher.

Deutlich teurer ist das L-Angebot. Es kostet rund 45 Euro pro Monat. Hier steckt auf jedem Moonshot-Modul ein Atom C2750 mit jeweils acht Kernen und 2,4 bis 2,6 GHz. Das Modul teilt sich der Anwender wiederum nicht mit anderen Kunden, so dass 1 TByte Speicher in Form einer Festplatte dazugehören.

Zu allen Angeboten lässt sich weiterer externer Speicher hinzubuchen. Moonshot-Systeme sollen ab dem 5. Mai 2014 unter Webtropia.com gemietet werden können. Noch ist das Angebot nicht gelistet.

Myloc konzentrierte sich bisher eher auf unkonventionelles Serverhosting und verwendet etwa HPs Microserver für die Vermietung. Es hat aber Erfahrung mit der Vermietung von Rackhardware. Das Unternehmen muss für Moonshot auf Kühlverfahren für Racks setzen, die teurer sind als die konventionelle Kühlung von Towern. Die Kosten für die Kühlung verdoppeln sich etwa. Der Platzbedarf sinkt dafür enorm. Bisher musste Myloc für acht Server einen Quadratmeter aufbringen. Eigenen Angaben zufolge schafft Myloc nun bis zu 193 Server pro Quadratmeter.

Moonshot-Systeme sind keine hochperformanten Server. Dafür ist das Hostingangebot auch nicht gedacht, wie Myloc auf einer Moonshot-Veranstaltung in Grenoble zugab. Mit einem 1-HE-Rackserver können die dedizierten Moonshot-Angebote nicht mithalten. Wofür sich Moonshot eignet, haben wir in einem älteren Artikel erklärt.

Nachtrag vom 8. April 2014, 12:33 Uhr

Das Moonshot-M-Angebot bietet 8 GByte Arbeitsspeicher und nicht wie ursprünglich von Myloc angekündigt 16 GByte. Der Text wurde dementsprechend geändert.  (ase)


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