Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/handgeste-google-firma-nest-muss-rauchmelder-zurueckziehen-1404-105627.html    Veröffentlicht: 04.04.2014 14:47    Kurz-URL: https://glm.io/105627

Handgeste

Google-Firma Nest muss Rauchmelder zurückziehen

Nest, der Rauchmelderhersteller, den Google für 3,2 Milliarden US-Dollar kaufen will, muss sein Produkt Nest Protect vom Markt nehmen. Die Handgeste Nest Wave gegen Fehlalarme konnte auch bei echten Bränden den Alarm ungewollt abschalten.

Nest, Anbieter für ein Heizungsthermostat und einen Rauchgasmelder, muss ein wichtiges Produkt zurückziehen. Das gab das Unternehmen in seinem Blog bekannt. Der Verkauf des vernetzten Rauchmelders Nest, der bei Fehlalarmen mit der Handgeste Nest Wave abgeschaltet werden kann, wird vorerst beendet.

Google hatte im Januar die Übernahme von Nest für 3,2 Milliarden US-Dollar angekündigt.

Nest habe bei Labortests feststellen müssen, dass der Alarm auch ungewollt mit der Bewegung deaktiviert werden könne, so Firmengründer Tony Fadell. "Das könnte den Alarm bei einem echten Brand verzögern."

Bei allen Nest-Rauchmeldern, die eine aktivierte WLAN-Verbindung haben, wird die Funktion Nest Wave mit einem Software-Update deaktiviert. Der Verkauf der Geräte wurde zunächst gestoppt, während die Firma nach einer Lösung sucht.

Nest hatte mit Protect einen vernetzten Rauchmelder entwickelt, der auch das giftige Gas CO erkennen kann. Den Ladestand seiner Batterien meldet Protect, genau wie einen Alarm, per WLAN auch an eine App und sorgt mit gesprochenen Warnhinweisen dafür, dass der Besitzer weiß, wo Rauch oder Kohlenmonoxid entdeckt wurde. Im Fall eines CO-Alarms wird die Heizung, und so ein möglicher Emittent von Kohlenmonoxid, abgeschaltet.

Nest hatte die Rauchmelder neben den USA auch in Großbritannien verkauft und eine schnelle Expansion in Europa angekündigt. Nest wurde vor allem mit seinen vernetzten Thermostaten für Heizungen bekannt, die diese Woche nach den USA auch in Großbritannien auf den Markt kamen.  (asa)


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