Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/samwer-rocket-internet-startet-portal-fuer-putzarbeiten-1403-105454.html    Veröffentlicht: 29.03.2014 14:03    Kurz-URL: https://glm.io/105454

Samwer

Rocket Internet startet Portal für Putzarbeiten

Die Klon-Fabrik der Samwer-Brüder, Rocket Internet, hat Helpling in Berlin gestartet. Bald wird die Kopie der Google-Beteiligung Homejoy bundesweit Putzarbeiter vermitteln. Eine weitere Samwer-Gründung ist morgen online.

Rocket Internet hat Helpling, ein Portal für Putzarbeiten, gegründet. Das berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf das Unternehmen. Rocket Internet ist das Beteiligungsunternehmen für Internet-Startups von Oliver, Marc und Alexander Samwer.

Helpling will bundesweit Putzkräfte vermitteln. Das Angebot ist in Berlin gestartet, im kommenden Monat sollen Hamburg, München, Köln und Frankfurt folgen. "Im Laufe des Jahres werden wir in allen deutschen Ballungsräumen verfügbar sein", sagte Helpling-Gründer und Geschäftsführer Philip Huffmann der Wirtschaftswoche. "Eine internationale Expansion ist denkbar", so Huffmann.

Rocket Internet klont erfolgreiche Geschäftsmodelle anderer Firmen im Internet. Vorbild für die Putzkräfte-Plattform ist das US-Unternehmen Homejoy. Dieses Startup erhielt im Dezember 2013 in einer neuen Finanzierungsrunde von Google Ventures, Paypal-Mitbegründer Max Levchin und verschiedenen Venture Capitalists 38 Millionen US-Dollar.

Natürlich gibt es in Deutschland diverse Konkurrenten. Die Online-Plattform Cleanagents vermittelt seit zehn Monaten Putzkräfte und will bis Ende Mai in Deutschland flächendeckend aktiv sein. Das Unternehmen wird von Immobilienscout24 über das Startup-Förderprogramm You is now unterstützt. Cleanagents sucht derzeit nach weiteren Investoren.

Bei Helpling und Cleanagents liegt der Stundensatz für Reinigungskräfte laut Wirtschaftswoche zwischen zwölf und 15 Euro. Die Vermittlungsprovision beträgt bei Cleanagents 15 Prozent.

Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet, startet morgen zudem die Internet-Plattform Zencap der Gebrüder Samwer, die Darlehen an Mittelständler vermittelt. Als Geldgeber kann sich jeder beteiligen, der Mindestbetrag sind 100 Euro. "Wir verschaffen soliden Mittelständlern die nötigen Finanzmittel - schneller, einfacher und transparenter als bei der Bank", erklären die Zencap-Geschäftsführer Christian Grobe und Matthias Knecht der Zeitung. Zencap vergibt Darlehen bis zu einer Höhe von 150.000 Euro ab 3,9 Prozent Mindestzins.

Die Mittelstandskreditplattform ist bereits der zweite Angriff der Samwers auf das traditionelle Bankensystem. Im Dezember 2013 hatten sie Lendico gestartet, eine Kreditvermittlung von Privat an Privat.  (asa)


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