Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/batman-arkham-knight-dank-next-gen-ist-ganz-gotham-city-im-spiel-1403-105408.html    Veröffentlicht: 27.03.2014 11:23    Kurz-URL: https://glm.io/105408

Batman Arkham Knight

"Dank Next-Gen ist ganz Gotham City im Spiel"

Der Dunkle Ritter fliegt wieder durch Gotham City - und er fährt durch die Straßen der riesigen Stadt. Golem.de hat sich Batman Arkham Knight von Producer Dax Ginn zeigen lassen.

Normalerweise sind die Oberbosse in Computerspielen deutlich verrückter als die Entwickler, von denen die Spiele stammen. Im Falle von Batman Arkham Knight ist das anders: Bei der Vorführung am Rande der GDC 2014 in San Francisco flippt Producer Dax Ginn während der gut halbstündigen Präsentation vor Freude aus, wie wir es in vielen Jahren als Spieleredakteur noch nicht erlebt haben - keine Ahnung, wie der Mann und seine Stimme das mehrere Tage durchstehen.

Immerhin hat er tatsächlich ein starkes Produkt: Die ersten beiden Spiele von seinem Entwicklerstudio Rocksteady waren erstklassig, das nächste mit dem Untertitel Arkham Knight macht ebenfalls einen sehr vielversprechenden Eindruck. Eines vorweg: Der Arkham Knight aus dem Untertitel ist nicht Batman, sondern ein Superschurke, der in einer Art Iron-Man-Stahlanzug im Fledermaus-Stil auftritt.

Dax Ginn verrät wenig über den mysteriösen Opponenten, dafür stellt er ausführlich die neue Stadt und Engine vor: "Dank Next-Gen ist ganz Gotham City im Spiel, die Stadt ist rund 20-mal größer als in früheren Spielen", sagt der Producer, um dann noch mal lautstark zu betonen: "20-mal größer - sie ist riesig!". Mit dem Verweis auf Next-Gen meint Ginn, dass das nächste Batman Ende 2014 für Windows-PC sowie die Playstation 4 und die Xbox One erscheint, aber nicht mehr für die Vorgängerkonsolen.

Dann setzt der Producer zu seinem nächsten neuen Feature an und fragt einen leicht verängstigten Journalistenkollegen: "Und was möchtest du in so einer Stadt? Möchtest du kein Batmobil oder möchtest du ein Batmobil? Natürlich willst du es!!". Also stellt der Entwickler das Vehikel vor, das in enger Zusammenarbeit mit DC Comics entstanden ist. Es ist erstaunlich aufwendig animiert, Teile der Karosserie sind flexibel und bewegen sich in Kurven oder an holprigen Stellen mit.

Rocksteady zeigt eine längere und schick in Szene gesetzte Verfolgungsjagd, in deren Verlauf Batman einem flüchtenden Gangster Raketen hinterherschickt, ihn rammt und schließlich stellt. "Wir nennen das den langen Weg der Gerechtigkeit", sagt Ginn zu der Szene, wo Batman aussteigt und vom Batmobil zum Bösewicht marschiert, um ihn festzunehmen.

Übrigens steigt der Fledermausmann nicht einfach wie auf einem Parkplatz in das Auto ein. Stattdessen blendet er eine Markierung auf dem Boden ein, dann saust der Bolide dorthin und Batman springt in einer Zeitlupensequenz auf den Fahrersitz. Das lässt sich sogar für fortgeschrittene Tricks zweckentfremden: Dann fährt Batman auf ein größeres Gebäude zu, katapultiert sich per Knopfdruck in die Höhe, gleitet über das Haus und ruft auf dessen anderer Seite wieder sein Batmobil herbei, mit dem er dann weitersaust.

Schönere Stadt

Das Auto hat übrigens auch Auswirkungen auf die Stadt, die etwas anders gestaltet ist als in früheren Spielen. Es gibt deutlich breitere Straßen und Boulevards, aber auch viel mehr optische Details am Boden, beispielsweise ging es an einer Stelle durch eine Art Chinatown mit Läden und Leuchtreklame.

Eine Bat-Höhle hat der Spieler natürlich trotzdem in luftiger Höhe: Im Glockenturm von Gotham City stehen der Hauptfigur die Einrichtungen zur Verfügung, die so ein Superheld halt braucht. Außerdem trifft er dort gelegentlich Oracle, die Tochter von Commissioner Gordon, die ihm unterwegs per Funk hilft.

Einige bewährte Teile der Spielmechanik will Rocksteady nur dezent überarbeiten: Das Gleiten in der offenen Spielewelt soll etwas eleganter ablaufen. Außerdem bleibt Batman in der größeren Spielewelt schlicht länger in der Luft, ohne sich zwischendurch mit seinem Enterhaken auf Gebäude ziehen zu müssen.

Das Kampfsystem soll ebenfalls nur um ein paar Elemente erweitert werden. Beispielsweise gibt es künftig einen grün markierten Gegner, den Batman bis zum Ende verschonen sollte, um ihn dann gezielt in einer Zwischensequenz nach Hinweisen auszufragen.

Eine größere Rolle in der Handlung spielen neben dem Arkham Knight der altbekannte Superschurke Scarecrow, der Gotham mit einem Großangriff bedroht - weswegen die Stadt gleich am Anfang evakuiert wird und sich Batman ohne Rücksicht auf Zivilisten austoben kann.

Auch der Riddler soll laut Dax Ginn deutlich prominenter im Spiel vertreten sein: Bei der Präsentation führten die Entwickler ein unterirdisches Autorennen vor, bei dem Batman im Batmobil auf einem Parcours des Rätselschufts unter Zeitdruck über Schanzen springen und etwa auf die Idee kommen musste, bei gesperrter Straße mal schnell an der Wand oder Decke entlangzuflitzen.  (ps)


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