Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/transformer-book-duet-td300-asus-dual-os-tablet-droht-das-endgueltige-aus-1403-105161.html    Veröffentlicht: 14.03.2014 16:50    Kurz-URL: https://glm.io/105161

Transformer Book Duet TD300

Asus' Dual-OS-Tablet droht das endgültige Aus

Das TD300 kommt vorerst nicht in Deutschland und Österreich auf den Markt. Vielleicht erscheint das Tablet mit Tastaturdock, das mit Windows und Android läuft, auch in keinem anderen Land. Der Schuldige soll diesmal Microsoft sein.

Das interessante Konzept, Windows und Android mit nur einer CPU in einem Dual-OS-Tablet anzubieten, scheint gescheitert zu sein. Asus Deutschland sagte Golem.de: "Wir können bestätigen, dass es keine Pläne gibt, das Transformer Book TD300 in Deutschland und Österreich auf den Markt zu bringen." Vor wenigen Tagen hatte bereits das taiwanische Branchenmedium Digitimes gemeldet, dass Asus sein Vorhaben auf Druck von Google aufgegeben habe.

Nun soll sich laut einem Bericht des Wall Street Journals auch Microsoft gegen die Idee ausgesprochen haben. Das Journal zitiert aus einem bei Asus intern verschickten Schreiben, dem zufolge es bei Microsoft "neue Regeln" gebe, die Geräte mit zwei vorinstallierten Betriebssystemen nicht erlaubten. Ein Sprecher von Microsoft dementierte dies dem Bericht zufolge aber umgehend.

Aber selbst wenn Asus das TD300 ohne Windows und vielleicht nur mit vorinstalliertem Android ausliefern würde, wäre das Gerät für viele Anwender, die einschaltfertige Lösungen erwarten, wohl weniger attraktiv. Aus technischer Sicht wäre das zu bedauern, denn das Tablet mit ansteckbarer Tastatur, in der auch zusätzliche Schnittstellen sowie eine Festplatte stecken, ist die bisher einzige Lösung für Windows und Android, die mit nur einer CPU auskommt.

Zusammen mit Asus hatte Intel eine nach Angaben der Unternehmen auch patentierte Technik entwickelt, mit der sich der Zustand beider Betriebssysteme einfrieren und auf der SSD des Tablets speichern lässt. Dieser Vorgang soll nur wenige Sekunden dauern. Auf Virtualisierung oder andere Kniffe ist das Konzept nicht angewiesen, denn das verwendete Android stammt von Intel und läuft somit auch auf x86-Prozessoren.

Asus hatte das TD300 auf der CES 2014 vorgestellt und bisher das zweite Quartal desselben Jahres als Termin für die Markteinführung vorgesehen. Ob das Gerät nun überhaupt noch auf den Markt kommt, ist inzwischen mehr als fraglich.  (nie)


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