Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/roboter-mietroboter-knightscope-k5-passt-auf-1402-104780.html    Veröffentlicht: 25.02.2014 15:31    Kurz-URL: https://glm.io/104780

Roboter

Mietroboter Knightscope K5 passt auf

Der Roboter Knightscope K5 ist eine Art Robocop: Er geht Streife und passt auf, dass im Einkaufszentrum oder in der Schule alles in Ordnung ist.

Robocop ist nur Science-Fiction, Knightscope K5 hingegen Realität: Der Roboter soll autonom Wache schieben. Er ist 1,52 Meter groß, wiegt 136 Kilogramm und erinnert von der Form ein wenig an eine überdimensionierte Küchenmaschine.

Der Knightscope K5 Autonomous Data Machine patrouilliert auf Rädern und hält die Umgebung dabei mit verschiedenen Sensoren im Blick. Dazu gehören eine Kamera mit Rundumsicht im sichtbaren Lichtspektrum sowie eine Infrarotkamera, die Bilder bei Dunkelheit liefert. Ultraschall und Radar liefern Daten über Größe, Entfernung und Geschwindigkeit von Objekten in der Nähe. Mit einem Lidar erstellt der Roboter eine dreidimensionale Karte seiner Umgebung. Schließlich verfügt er über ein Mikrofon sowie über einen Sensor, der die Luftqualität misst und Schadstoffe erkennen soll. Seine Position bestimmt er mit GPS.

Erkennung von Gesichtern, Gesten, Nummernschildern

Der Roboter verfügt über Software zur Gesichts- und Gestenerkennung sowie zur Erkennung von Autokennzeichen. Er kann so beispielsweise gesuchte Verdächtige identifizieren oder Fahrzeuge, die gestohlen gemeldet sind. Außerdem soll der Roboter erkennen, wenn eine Person hilflos auf dem Boden liegt und durch Gesten versucht, auf sich aufmerksam zu machen.

Der Betreiber kann sich zudem jederzeit mit dem Roboter verbinden und sehen, was dieser sieht. Bereitet die Polizei einen Einsatz vor, sollen sich die Beamten mit dem K5 einen Überblick über die Lage vor Ort verschaffen.

Mietwächter

Hersteller Knightscope stellt sich vor, dass der Roboter in Einkaufszentren, Schulen und abgeschlossenen Wohnvierteln, sogenannten Gated Communitys, Wache schieben soll. Das kalifornische Unternehmen will den Roboter zunächst nicht verkaufen, sondern vermieten: 3.000 US-Dollar soll der Robowächter im Monat kosten.

Machine as a Service Business Model, Maschine als Dienstleistungsgeschäftsmodell, nennt Knightscope-Chef William Santana Li das. Er will ab kommendem Monat damit starten.  (wp)


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