Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/flachbildschirm-tv-rettung-von-loewe-erst-einmal-gescheitert-1402-104778.html    Veröffentlicht: 25.02.2014 13:33    Kurz-URL: https://glm.io/104778

Flachbildschirm-TV

Rettung von Loewe erst einmal gescheitert

Die Investoren um den früheren Apple-Manager Gesmar-Larsen sind vom Kauf von Loewe zurückgetreten. Der TV-Hersteller ist wütend und prüft eine Klage, hat nach eigenen Angaben aber noch einen weiteren Kaufinteressenten.

Der neue Investor des insolventen Fernsehgeräteherstellers Loewe kann sich nicht mit den Banken einigen. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, kann die Panthera GmbH die Loewe-Übernahme nicht abschließen.

Panthera, hinter dem die Immobilienkaufleute Constantin Sepmeier und Stefan Kalmund sowie der ehemalige Apple-Manager Jan Gesmar-Larsen stehen, wurde für die Loewe-Übernahme gegründet. Panthera hat bestätigt, dass die Banken die "Sicherheiten nicht fristgerecht freigegeben" hätten. "Der Erwerb" sei daran gescheitert, dass die Freigabe der Sicherheiten durch die Banken der Verkäuferseite nicht rechtzeitig erfüllt wurden. "Weitere Versuche der Panthera-Gesellschaften, im Verhandlungswege eine Lösung herbeizuführen, verliefen bislang ergebnislos", hieß es. Gesmar-Larsen war von 1992 bis 1997 bei Apple, unter anderem als President EMEA, eine Abkürzung, die für Europe (West- und Osteuropa), Middle East (Naher Osten) und Afrika steht.

Kalmund erklärte: "Es ist sehr bedauerlich, dass die Transaktion nicht wie geplant umgesetzt werden konnte. Loewe ist eine großartige Marke, die wir gerne mit einem Großteil des alten Loewe-Teams weiter ausgebaut hätten." Ein weiteres Abwarten sei nicht möglich gewesen. Die Panthera-Gesellschaften seien trotz ihrer Rücktrittserklärung bereit, die beabsichtigte Rettung von Loewe mit geändertem Plan weiter zu verfolgen.

Loewe werde dem Rücktritt widersprechen und die Erwerber zur Einhaltung des Vertrags auffordern. Loewe prüfe die Einleitung von gerichtlichen Schritten.

Der Loewe-Vorstand habe Verhandlungen mit einem weiteren Investor aufgenommen, der ein Angebot vorgelegt habe, das Loewe eine gute Perspektive biete. Durch den vorliegenden bereits ausverhandelten Kaufvertrag sei eine schnelle Einigung möglich.

Loewe war am 1. Oktober 2013 vom Gläubigerschutz direkt in das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gegangen. Im Juli 2013 hatte das Unternehmen mit Hauptsitz im oberfränkischen Kronach den Antrag auf Gläubigerschutz gestellt. In den vergangenen Monaten wurden bei Loewe bereits 180 Stellen abgebaut.  (asa)


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