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Hands on Sony Xperia Z2

Neuer, schneller Prozessor und 4K-Videofunktion

Sony hat mit dem Xperia Z2 ein neues Top-Smartphone vorgestellt: Die Hardware des Xperia-Z1-Nachfolgers gehört mit einem Snapdragon-801-Prozessor, 4K-Videoaufzeichnung und einem 5,2 Zoll großen Full-HD-Display zur aktuell besten im Smartphone-Bereich.

Sony hat auf dem Mobile World Congress 2014 sein neues Android-Smartphone Xperia Z2 vorgestellt. Der Nachfolger des erst im September 2013 auf der Ifa präsentierten Xperia Z1 hat ein ähnliches Design, neben stärkerer Hardware gibt es aber einige Änderungen bei der Software.

<#youtube id="whF4MCO44SQ"> Statt eines 5 Zoll großen Displays hat das Xperia Z2 einen 5,2-Zoll-Bildschirm. Die Auflösung beträgt wieder 1.920 x 1.080 Pixel, die Pixeldichte verringert sich dadurch leicht auf 423 ppi, ist aber immer noch sehr hoch, so dass mit dem bloßen Auge keine einzelnen Pixel erkennbar sind.

Das Triluminos-Display soll wieder dank der für mobile Geräte optimierten Bravia-Engine Farben besonders intensiv und leuchtend wiedergeben. Die Farbdarstellung ist sehr gut, die Kontraste stimmen. Das Display ist zudem blickwinkelstabil, auch bei schräger Betrachtung verliert die Helligkeit nicht an Stärke, anders als noch beim Xperia Z1.

20,7-Megapixel-Kamera mit 4K-Videofunktion

Die Kamera des Xperia Z2 hat wie beim Vorgänger 20,7 Megapixel und arbeitet mit Digitalkamera-Algorithmen. Dadurch sollen die Bilder besser als bei anderen Smartphones sein - was beim Xperia Z1 nicht ganz überzeugend funktioniert. Die Bilder des Xperia Z2 sehen auf dem Display des Smartphones gut aus, für die Beurteilung der Qualität ist allerdings eine Betrachtung an einem größeren Display notwendig.

Die Kamerafunktion des Xperia Z2 kann Videos in hochauflösenden 4K aufnehmen, also mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln und einer Bildwiederholungsrate von 30 fps. Ein Bildstabilisator sorgt für verwackelungsfreie Aufnahmen. Mit dem neuen Timeshift-Modus können Nutzer Videos mit 120 fps aufnehmen und so stark verlangsamte Aufnahmen machen. Welche Bereiche des Videos verlangsamt dargestellt werden, kann der Nutzer direkt nach der Aufnahme auswählen - so sind auch Filme möglich, die nur in Teilen verlangsamt sind.

Aktueller Snapdragon-Prozessor

Im Inneren des Smartphones steckt Qualcomms neuer Quad-Core-Prozessor vom Typ Snapdragon 801, der auf 2,3 GHz getaktet ist. Der Arbeitsspeicher ist 3 GByte groß - damit 1 GByte größer als noch beim Xperia Z1. Der Flash-Speicher ist 16 GByte groß, ein Steckplatz für Micro-SD-Karten bis 64 GByte ist eingebaut, App2SD wird voraussichtlich nicht unterstützt.

Das Xperia Z2 beherrscht Quad-Band-GSM und UMTS auf den Frequenzen 850, 900, 1.700, 1.900 und 2.100 MHz. LTE leistet das Smartphone auf den Bändern 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 13, 17 und 20. WLAN wird nach unbekanntem Standard unterstützt, es ist allerdings davon auszugehen, dass die beiden Frequenzen 2,4 und 5 GHz verwendet werden. Bluetooth läuft in der Version 4.0, ein GPS-Empfänger und ein NFC-Chip sind eingebaut.

Wasserfest und kaum größer

Wie sein Vorgänger ist das Xperia Z2 nach IP55/58 vor Staub und Wasser geschützt. Sony wirbt auch hier wieder damit, dass die eingebaute Kamera für Unterwasseraufnahmen geeignet ist - der Nutzer kann das Smartphone also zumindest für eine begrenzte Zeit komplett ins Wasser tauchen. Das Aluminiumgehäuse ist trotz des größeren Displays mit 146,8 mm nur knapp 2,5 mm länger als das des Xperia Z1. Mit 73,3 mm ist es sogar 0,6 mm schmaler, mit 8,2 mm zudem 0,3 mm dünner. Das Xperia Z2 wiegt 158 Gramm und damit über 10 Gramm weniger als das Xperia Z1 mit dem kleineren Display.

Das Design des Xperia Z2 ähnelt stark dem des Vorgängermodells. Auch das Xperia Z2 hat die abgefrästen Ränder des Z1 sowie den für die neueren Sony-Smartphones charakteristischen Einschaltknopf auf der rechten Seite. Die Anschlüsse sind durch Klappen verschlossen, der Kopfhöreranschluss ist intern abgedichtet.

Aktuelle Android-Version

Auf dem Smartphone läuft Android in der aktuellen Version 4.4.2, über das Sony seine eigene Benutzeroberfläche installiert. Das Smartphone läuft dank der verbauten Hardware absolut flüssig, Apps starten schnell.

Neben den bereits bei anderen Xperia-Modellen vorinstallierten Anwendungen wie der Walkman-App oder der Playstation-App führt Sony mit dem Xperia Z2 die Lifelog-App ein. Hier werden in Verbindung mit Sonys Fitnessarmband Smartband sowohl Daten wie Kalorienverbrauch und zurückgelegte Geschwindigkeit pro Tag als auch Social-Media-Einträge, eingehende SMS und Fotos aufgezeichnet. Auf diese Weise dient das Programm als eine Art Tagebuch. Über eine Wiedergabefunktion kann der Nutzer einzelne Tage erneut "abspielen".

Fazit

Sony hat mit dem Xperia Z2 ein technisch beeindruckendes Smartphone vorgestellt, das einen deutlich besseren Bildschirm als das Vorgängermodell Xperia Z1 hat. Das Design ist nahezu unverändert, den Prozessor hat Sony allerdings gegen das aktuelle Qualcomm-Modell ausgetauscht. Auch beim Arbeitsspeicher wurde noch etwas draufgelegt - damit sollte das Xperia Z2 genügend Leistungsreserven haben.

Die Kamera hat Sony offenbar unverändert gelassen - es ist also zu befürchten, dass auch beim Xperia Z2 die Details nicht sonderlich klar sind. Die neuen Kamerafunktionen sind allerdings beeindruckend, insbesondere im Videobereich. Mit der Möglichkeit, Videos in 4K und in sehr starker Zeitlupe aufzunehmen, erweitert Sony das Nutzungsspektrum.

Das Xperia Z2 soll bereits im März 2014 für 600 Euro in den Handel kommen. Zum Vergleich: Der Listenpreis für das Xperia Z1 betrug zur Markteinführung 650 Euro, es ist im Onlinehandel derzeit für um die 480 Euro zu bekommen.  (tk)


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