Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/spritz-schnell-lesen-mit-bis-zu-1-000-woertern-pro-minute-1402-104734.html    Veröffentlicht: 24.02.2014 09:33    Kurz-URL: https://glm.io/104734

Spritz

Schnell lesen mit bis zu 1.000 Wörtern pro Minute

Das Startup Spritz hat auf dem Mobile World Congress seine Schnelllesetechnik vorgestellt. Anwendungen für das kommende Samsung S5 und die Smartwatch Gear 2 sollen die Technik unterstützen, mit der sehr schnell gelesen werden kann.

Spritz blendet immer nur einzelne Wörter ein und markiert einen Buchstaben in der Wortmitte rot. So sollen die Augen des Anwenders nicht von Zeile zu Zeile huschen müssen, was wertvolle Zeit kostet. Vielmehr starrt der Anwender kontinuierlich auf die feststehende Farbmarkierung, während die Worte eingeblendet werden. Bis zu 1.000 Wörter pro Minute lassen sich nach Herstellerangaben so lesen, während normalerweise Lesegeschwindigkeiten von 150 bis 200 Wörtern schon als sehr schnell gelten. Auf der Test-Website lassen sich allerdings derzeit nur Geschwindigkeiten von 500 Wörtern pro Minute auswählen. Die Technik hat den Vorteil, dass sie auch auf sehr kleinen Displays funktioniert. Maximal 13 Buchstaben werden dabei gleichzeitig dargestellt.

Die Anzeigegeschwindigkeit kann der Anwender selbst bestimmen. Übersieht er einige Wörter oder will eine Pause einlegen, kann er zwar die Anzeige stoppen, doch ein Zurückspulen an eine bestimmte Stelle dürfte auf kleinen Displays wegen des mangelnden Überblicks schwer werden.

Nach Angaben von Spritz soll eine E-Mail-Anwendung für das Samsung Gear 2 und das Smartphone Galaxy S5 erscheinen, die die Lesetechnik unterstützen. Wann, ist noch nicht bekannt. Auf der Website von Spritz lassen sich Texte in unterschiedlichen Sprachen testweise anzeigen, mit denen Anwender schon einmal ausprobieren können, ob ihnen die Technik zusagt. Lange Wörter werden dabei automatisch getrennt. Derzeit unterstützt Spritz die Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Russisch und Koreanisch. Spritz will seine Technik an Partner lizenzieren, die sie dann auf ihre Websites oder die Endgeräte wie Tablets, Smartphones und Wearables integrieren können.  (ad)


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