Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/streaming-amazon-prime-wird-teurer-und-enthaelt-videoflatrate-1402-104716.html    Veröffentlicht: 22.02.2014 11:41    Kurz-URL: https://glm.io/104716

Streaming

Amazon Prime wird teurer und enthält Videoflatrate

Bislang konnte man über die Prime-Mitgliedschaft von Amazon bei den Versandkosten für die beschleunigte Lieferung sparen und E-Books ausleihen. Künftig lassen sich für die Jahresgebühr auch Filme und Serien streamen. Doch das wird teuer. Auch für Nutzer, die das neue Angebot nicht brauchen.

Für die Amazon-Prime-Jahresgebühr gibt es künftig mehr Leistung. Bislang konnten sich die Mitglieder des Kundenbindungsprogramms ihre Bestellungen schneller liefern lassen, ohne dafür höhere Versandgebühren zu zahlen. Außerdem stand ihnen der Weg in die Kindle-Leihbibliothek offen. Künftig gibt es für Prime-Nutzer auch noch kostenlose Filme und Serien aus einem Angebot von 12.000 Titeln als Stream. Die Videobibliothek entspricht der Amazon-Tochter Lovefilm, die anders als das neue Streaming-Angebot auch Leih-DVDs und Blu-rays verschickt.

Die Jahresgebühr für Prime, die bislang 29 Euro kostete, wird dafür auf 49 Euro im Jahr erhöht. Das bedeutet: Auch wer sich keine Filme ansehen will und nur die bisherigen Leistungen von Prime nutzen will, zahlt künftig mehr. Kunden, die jetzt noch auf dem alten Prime-Vertrag laufen, zahlen bis Ablauf ihres 365-Tage-Abos nicht mehr und können dennoch den Streaming-Dienst nutzen. Der günstige Prime-Vertrag lässt sich noch bis zum 26. Februar 2014 abschließen.

Auch wenn dem einen oder anderen die Erhöhung nicht gefallen dürfte: Mit umgerechnet 4 Euro pro Monat ist Amazon Prime Instant Video vergleichsweise günstig. Konkurrenten wie Maxdome, Watchever oder Sky sind deutlich teuer. Maxdome kostet 8 Euro im Monat, Watchever 9 Euro. Zudem beinhaltet Amazon Prime die kostenlose Lieferung am nächsten Tag und den Zugang zur Leihbibliothek für Kindle-Bücher.

Amazons Video-On-Demand-Dienst kann über Smart-TVs, Spielekonsolen, Smartphones und Tablets sowie über die Kindle-Tablets verwendet werden. Seit Monaten gibt es zudem Gerüchte, dass Amazon bald eine eigene Set-Top-Box für den Fernseher vorstellen will, um Apple TV Konkurrenz machen zu können.  (ad)


Verwandte Artikel:
Entlassungen: Kaufland beendet Online-Lieferservice für Lebensmittel   
(08.12.2017, https://glm.io/131573 )
Amazon Music: Amazon stellt Upload von Musiktiteln ein   
(29.12.2017, https://glm.io/131901 )
Amazon Video auf Apple TV im Hands on: Genau das fehlt auf dem Fire TV   
(07.12.2017, https://glm.io/131529 )
Streit mit Google: Amazon löscht Chromecast-Eintrag wieder   
(09.03.2018, https://glm.io/133237 )
Lebensmittel-Service: Kaufland setzt Expansion des Online-Lieferdienstes aus   
(11.10.2017, https://glm.io/130563 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/