Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/social-media-facebook-kauft-whatsapp-fuer-19-milliarden-us-dollar-1402-104674.html    Veröffentlicht: 20.02.2014 00:23    Kurz-URL: https://glm.io/104674

Social Media

Facebook kauft Whatsapp für 19 Milliarden US-Dollar

Facebook hat mitgeteilt, dass es den Konkurrenten Whatsapp für 19 Milliarden US-Dollar kaufen wird. Damit übernimmt es auch 400 Millionen Nutzer.

Facebook zahlt für die komplette Übernahme der Kurznachrichtenanwendung Whatsapp insgesamt 19 Milliarden US-Dollar in liquiden Mitteln und in Aktien, teilte das Unternehmen mit. Whatsapp soll weiterhin unabhängig unter dem gleichen Namen operieren. Mitgründer und CEO Jan Koum wechselt in den Vorstand von Facebook.

Laut seiner Mitteilung will Facebook für den Kauf von Whatsapp 183,9 Millionen seiner Aktien im Wert von etwa 12 Milliarden US-Dollar hinlegen. Außerdem will Facebook 4 Milliarden US-Dollar in liquiden Mitteln bezahlen. Weitere 3 Milliarden US-Dollar sollen in Form von Aktien an die Gründer und Angestellten von Whatsapp fließen. Es ist der bisher größte Kauf des Internetkonzerns von Mark Zuckerberg.

Facebook übernimmt 400 Millionen Benutzer

Im April 2013 hatte Google Berichten zufolge 10 Milliarde US-Dollar für die Kurznachrichtenanwendung geboten. Das dementierte jedoch kurz darauf ein ranghoher Whatsapp-Manager. Whatsapp wurde 2009 von den früheren Yahoo-Beschäftigten Brian Acton und Jan Koum gegründet.

Der Dienst soll 2013 über 400 Millionen Benutzer gehabt haben. In Deutschland soll bei den unter 30-Jährigen die Nutzung von Messaging mit Whatsapp noch knapp vor der SMS liegen. Facebook hatte bereits im April 2012 eine Milliarde US-Dollar für die Übernahme des US-Softwareunternehmens Burbn gezahlt, das die Fotosharing-App Instagram und den dazugehörigen Fotosharingdienst entwickelt hat. Facebook hatte eigenen Angaben zufolge noch nie ein Unternehmen mit einer derart großen Nutzerschaft übernommen. Das solle auch in Zukunft die Ausnahme bleiben, betonte Zuckerberg damals. Instagram soll damals 30 Millionen Benutzer gehabt haben.  (jt)


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