Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/sigma-dp2-quattro-neuer-foveon-schichtsensor-mit-hoeherer-aufloesung-1402-104481.html    Veröffentlicht: 10.02.2014 22:39    Kurz-URL: https://glm.io/104481

Sigma DP2 Quattro

Neuer Foveon-Schichtsensor mit höherer Auflösung

Sigma hat mit der DP2 Quattro eine neue Kompaktkamera mit extravagantem Gehäuse und Festbrennweite vorgestellt, die aber vor allem wegen ihres neuen, hochauflösenden Schichtsensors Foveon X3 interessant ist.

Der von Sigma neu entwickelte Foveon-X3-Direktbildsensor nimmt auf drei Ebenen jeweils das Licht für eine Grundfarbe auf. Im Gegensatz zur vorherigen Generation kann die neue Quattro-Version eine höhere Auflösung realisieren.

Insgesamt will Sigma drei Kameras der neuen DP-Serie anbieten - mit einem Weitwinkel- und einem Teleobjektiv und mit einer Standardbrennweite. Wer also einen anderen Bildwinkel aufnehmen will, muss sich eine andere Sigma-Kamera besorgen, denn die Objektive sind nicht auswechselbar.

Der Weitwinkel der DP1 Quattro entspricht 28mm KB, die Standard-Brennweitenkamera kommt auf 45 mm und die Quattro mit Teleobjektiv erreicht 75 mm KB-Brennweite.

Die Bildkontrolle erfolgt über ein 3 Zoll (7,62 cm) großes Display auf der Rückseite mit einer Auflösung von etwa 920.000 Bildpunkten.

Der Sensor nutzt drei unterschiedlich tief ins Silizium eingebettete Schichten mit Photodioden, die jeweils einer anderen RGB-Farbe zugeordnet sind. Praktisch alle anderen Bildsensoren arbeiten mit dem Bayer-Muster, das wie ein Mosaik eine Reihe von RGB-Farbfiltern nutzt, um die Farbinformationen aufzunehmen. Das bedeutet: Jedes Pixel kann bei herkömmlichen Sensoren nur eine der drei Farben aufnehmen und nicht alle drei Farben auf einmal. Der Foveon-Sensor nimmt alle Farben vertikal auf. Farbfilter wie beim einem Bayer-Sensor oder einen Tiefpassfilter gibt es nicht. Allerdings lässt sich argumentieren, dass der Sensoraufbau selbst dem eines Filters entspricht.

Der Foveon X3 Quattro besitzt zwar wiederum drei Schichten, aber nur zwei davon kommen auf eine Auflösung von 4,9 Megapixeln, während die oberste Schicht eine Auflösung von 20 Megapixeln aufweist und vermutlich auch noch Luminanzinformationen aufnimmt. Dabei sollen laut Hersteller Rohdatenbilder mit einer Auflösung von maximal 5.424 x 3.616 Pixeln (rund 20 Megapixel) im Format 3:2 entstehen. Die Lichtempfindlichkeit reicht bis ISO 6.400. JPEGs können mit hochgerechnet bis zu 39 Megapixeln ausgegeben werden.

Videos kann die Kamera aufgrund ihres Sensoraufbaus nicht aufnehmen. Einen Preis für die Kameras, die mit 161,4 x 67 x 81,6 mm recht groß sind (Normalbrennweitenmodell), nannte Sigma genauso wenig wie ein Erscheinungsdatum.  (ad)


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