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Nach Telekom-Ausstieg

Bis zu 80 Prozent Stellenabbau bei Scout24 möglich

Beim Verkauf durch die Telekom wurde die Scout24-Gruppe noch als führendes deutsches Onlineanzeigenportal gefeiert. Jetzt will der neue Eigner viele Stellen bei Scout24 abbauen.

Die neuen Eigner der Scout24-Gruppe wollen fast alle 100 Arbeitsplätze in dem Internetunternehmen in Deutschland streichen. Das hat das Nachrichtenmagazin Focus aus Branchenkreisen erfahren. In mehreren Schritten könnten bis zu 80 Prozent der 100 Arbeitsplätze wegfallen, hieß es.

Die Deutsche Telekom hatte 70 Prozent des Unternehmens im November 2013 für 1,5 Milliarden Euro an den US-Finanzinvestor Hellman & Friedman verkauft. Der Vollzug der Transaktion wird in Kürze erwartet. Scout24 hatte beim Verkauf europaweit rund 1.200 Beschäftigte.

Ende Februar soll laut Focus in der Holding in München "etwas Größeres" passieren. Die Telekom und Scout24 haben sich bisher nicht offiziell zu dem Bericht geäußert.

Interesse hätten die neuen Eigentümer laut Focus nur an Immobilienscout24 und Autoscout24, die Sparten seien aber ebenfalls von Stellenkürzungen betroffen. Vor allem in den Bereichen Produkt, Finanzen und IT sollen Arbeitsplätze wegfallen. Friendscout könne geschlossen oder verkauft werden.

Der Australier Greg Ellis soll als neuer CEO eingesetzt werden. Ellis kommt vom australischen Online-Immobilienanbieter Rea Group und übernimmt den Posten des Telekom-Managers Martin Enderle. Den Führungswechsel hat Scout24 bestätigt.

Bei dem Verkauf hatte der damalige Telekom-Chef René Obermann noch betont, dass Hellman & Friedman der richtige Partner für die weitere Entwicklung von Scout24 sei und das Unternehmen als führendes deutsches Onlineanzeigenportal bezeichnet. "Wir sind sehr zuversichtlich für die weitere Entwicklung von Scout24 unter der Führung von H & F in den kommenden Jahren", sagte Obermann. Die Telekom hält noch einen 30-Prozent-Anteil an der Scout24-Gruppe.  (asa)


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