Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/google-glass-new-yorks-polizei-probiert-datenbrille-aus-1402-104403.html    Veröffentlicht: 06.02.2014 11:00    Kurz-URL: https://glm.io/104403

Google Glass

New Yorks Polizei probiert Datenbrille aus

Die New Yorker Polizei prüft derzeit, wie sich Google Glass im Polizeialltag nutzen lässt. Insbesondere für den Streifendienst könnte die Datenbrille ein Gewinn sein, vor allem mit Gesichtserkennung.

"Wir haben uns beworben, ein paar Google Glass erhalten und probieren sie nun aus", hat die Polizei von News York dem Technologieblog Venturebeat erklärt. "Wir werden sehen, ob Google Glass einen Nutzen für Ermittlungen hat, in erster Linie für den Streifendienst", sagte ein Polizist. Das New York Police Department (NYPD) hat die Brillen nach eigener Aussage regulär über das Google-Glass-Explorer-Programm erworben, in San Francisco hingegen wird die Datenbrille noch nicht eingesetzt. Die Google Glass könnte Vorteile in Situationen bieten, in denen beispielsweise eine Gesichtserkennung oder zumindest eine Abgleichung mit der Polizeidatenbank vorgenommen wird, sagte Susan Merritt von der Polizei von Francisco. Auch würden Videologs sehr viel von der Zeit einsparen, die derzeit für handschriftliche oder getippte Berichte eingeplant werden müsste.

Während in New York schon erste Datenbrillen ausprobiert werden, übt sich San Francisco allerdings noch in Zurückhaltung: "Das Thema ist sehr interessant, meldet euch noch einmal in sechs Monaten", entgegnet Merritt auf die Frage, ob Google Glass die Rechte unschuldiger Bürger beeinträchtigen könnte.

Sollte die Problematik geklärt und das New York Police Department nach der Testphase zufrieden mit Google Glass sein, wäre der Polizeidienst mit 34.500 Mitarbeitern ein potenzieller Großkunde. Zudem könnten andere Departments nachziehen.

Während das NYPD die Datenbrille als sinnvolle Ergänzung für den Streifendienst ansieht, gibt es auch Zweifler: "Der Nutzen von Google Glass ist für die Strafverfolgung und Geheimdienste fraglich", sagte der ehemalige CIA-Agent Vincent Cannistraro im Gespräch mit Venturebeat - Gründe nannte er nicht.  (ms)


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