Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/leitende-tinte-touchbase-scannt-visitenkarten-mit-dem-touchscreen-ein-1402-104378.html    Veröffentlicht: 05.02.2014 11:44    Kurz-URL: https://glm.io/104378

Leitende Tinte

Touchbase scannt Visitenkarten mit dem Touchscreen ein

Touchbase hat einen Weg gefunden, mit dem gewöhnliche Visitenkarten aus Papier schnell und ohne Kamera oder NFC nur durch Berühren mit dem Touchscreen des iPhones digital erfasst werden können.

Die Touchbase-Visitenkarten sind mit einer leitenden Tinte auf der Rückseite bedruckt, die beim Berühren mit dem Touchscreen des iPhones einen Kontakt auslösen. Hinter diesem Berührungsmuster verbirgt sich eine ID, die von der Webanwendung des Herstellers erkannt wird. Daraufhin werden aus einer Datenbank die vom Benutzer hinterlegten Daten übermittelt.

Die Technik ließe sich auch mit QR-Codes und mit Hilfe der Kamera moderner Smartphones realisieren, doch Touchbase führt an, dass diese Muster unästhetisch seien. NFC-Alternativen könne nicht jedes Smartphone mangels entsprechender Kommunikationstechnik lesen und die optische Zeichenerkennung (OCR) von traditionellen Visitenkarten erzeuge zu viele Fehler, so die Argumentation von Touchbase.

Viele Informationen können über die leitende Tinte auf der Rückseite der Touchbase-Visitenkarten nicht übermittelt werden, aber der Web-App des Herstellers reicht eine eindeutige ID des Visitenkarteninhabers, um in der Datenbank nachschlagen zu können, wessen Visitenkarte es war, die der Benutzer auf den Bildschirm seines iPhones gehalten hat. Die restlichen Daten der Visitenkarte werden dann online nachgezogen.

Touchbase will seine Entwicklung über Indiegogo finanzieren und zur Marktreife bringen. Eine spezielle iOS-App ist zur Benutzung nicht erforderlich, was die Akzeptanz erhöhen soll. Allerdings funktioniert das System derzeit laut Herstellerangaben nur unter iOS. Künftig soll das geändert werden, so die Macher hinter dem System.

Über die Crowd-Finanzierungsplattform Indiegogo sollen 30.000 US-Dollar hereingeholt werden. Preiswert sind die Visitenkarten, deren Design der Benutzer selbst bestimmen kann, allerdings nicht. 36 Stück kosten 25 US-Dollar und 72 Stück werden für 45 US-Dollar vertrieben. Wenn die Finanzierung glattläuft, sollen die ersten Karten im Mai 2014 ausgeliefert werden.  (ad)


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