Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/electronic-arts-hohe-verluste-trotz-next-gen-marktfuehrerschaft-1401-104233.html    Veröffentlicht: 29.01.2014 10:23    Kurz-URL: https://glm.io/104233

Electronic Arts

Hohe Verluste trotz Next-Gen-Marktführerschaft

EA bezeichnet sich selbst als Marktführer auf der Playstation 4 und der Xbox One. Viel gebracht hat das allerdings nicht: Der Publisher musste trotz Verkaufserfolgen wie Battlefield 4 im letzten Geschäftsquartal hohe Verluste verbuchen.

"Wir sind stolz, dass wir im Dezember der Nummer-eins-Publisher auf den Next-Gen-Konsolen waren", freut sich EA-Chef Andrew Wilson. In Nordamerika hatte der Publisher einen Marktanteil von rund 40 Prozent auf der Playstation 4 und von 30 Prozent auf der Xbox One, in Europa sei die Lage ähnlich. Der typische Next-Gen-Gamer habe mindestens ein Spiel von EA, etwa Fifa 14 oder Battlefield 4.

Der Bilanz hat das nicht viel gebracht: In den Monaten Oktober bis Dezember 2013 musste Electronic Arts einen Verlust von 308 Millionen US-Dollar verbuchen - im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag das Minus noch bei 45 Millionen US-Dollar. Der Umsatz ist von 922 Millionen US-Dollar auf 808 Millionen US-Dollar gesunken.

Wichtigster Grund war nach Angaben der Firma, dass die Umstellung auf die neuen Geräte beim Kunden schneller abläuft als erwartet und sich Spiele für Plattformen wie die Xbox 360 und die Playstation 3 schlechter verkauft hätten. Dazu kommen hohe Kosten für Restrukturierungen.

Positiv sieht EA vor allem, dass sich der Anteil des Digitalgeschäfts am Umsatz weiter erhöht: Er ist im Jahresvergleich von knapp 35 auf knapp 51 Prozent geklettert, während der Anteil des Retailgeschäfts von rund 62 auf rund 46 Prozent gesunken ist. Für das Gesamtjahr erwartet EA etwas niedrigere Umsätze, aber auch etwas niedrigere Verluste als bislang angekündigt.  (ps)


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