Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microslice-winziger-laserschneider-zum-selbstbau-1401-104167.html    Veröffentlicht: 27.01.2014 08:20    Kurz-URL: https://glm.io/104167

Microslice

Winziger Laserschneider zum Selbstbau

Das Microslice ist eine Laserschneidemaschine, deren Entwicklung über Kickstarter finanziert wird. Das kleine Gerät wird selbst zusammengebaut und über ein Arduino Uno gesteuert. Mit dem Microslice kann Papier geschnitten und Holz sowie Kunststoffe graviert werden.

Mit dem Microslice können kleine Werkstücke mit Hilfe eines Lasers bearbeitet werden. Die Arbeitsfläche ist nur 5 x 5 cm groß. Im Gegensatz zu industriellen Lasercuttern kann mit dem Microslice nur Papier geschnitten werden - der Laser kommt gerade einmal auf 100 Milliwatt. Alternativ kann auf Holz und Plastik graviert werden, wobei der Hersteller darunter ein gezieltes Anbrennen versteht und nicht etwa das Abtragen von Material. Ein etwas stärkeres Modell mit einer 200-Milliwatt-Laserdiode soll es gegen Aufpreis geben.

Die Steuerung erfolgt über ein Arduino Uno R3 und über die Software Grbl Motion Control. Die Vorlagen können mit dem Vektorgrafikprogramm Inkscape erstellt werden. Ein Microslice soll über Kickstarter mitsamt allen Bauteilen und einer 100-Milliwatt-Laserdiode 200 britische Pfund (umgerechnet etwa 240 Euro) kosten. Das Modell mit einer 200-Milliwatt-Laserdiode soll etwa 300 Euro kosten.

Wer sich die Bastelei aus den zahlreichen Einzelteilen nicht zutraut, kann auch ein zusammengebautes Exemplar für umgerechnet rund 420 Euro erwerben. Die erforderlichen 30.000 britischen Pfund sollten angesichts der noch knapp vier Wochen Projektlaufzeit auf Kickstarter problemlos erreicht werden, weil der derzeitige Zählerstand schon bei mehr als 26.000 Pfund liegt. Kommt noch mehr Geld zusammen, wollen die Entwickler am Gerät einen Pause- und Stoppknopf anbringen. Diese Funktionen sind derzeit nur über den über USB angeschlossenen Rechner steuerbar.  (ad)


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