Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/blackphone-krypto-android-vom-pgp-erfinder-1401-103946.html    Veröffentlicht: 16.01.2014 12:06    Kurz-URL: https://glm.io/103946

Blackphone

Krypto-Android vom PGP-Erfinder

Von Phil Zimmerman, bekannt durch PGP, und das Unternehmen Geeksphone soll ein abhörsicheres Android-Smartphone für jedermann kommen. Technische Daten zu dem Blackphone genannten Gerät gibt es noch kaum, aber eine Beschreibung der Funktionalität.

Erst am 24. Februar 2014 auf dem Mobile World Congrees (MWC) soll das Blackphone ausführlich vorgestellt werden - doch schon jetzt wurde das Projekt angekündigt. Dahinter stehen das Unternehmen Silent Circle, das vom PGP-Erfinder Phil Zimmerman gegründet wurde, und die spanische Firma Geeksphone, die zuletzt Smartphones mit Firefox OS angeboten hatten.

Das Blackphone soll mit einer modifizierten Version von Android arbeiten, welche die Entwickler "PrivatOS" nennen. Damit sollen verschlüsselte Telefonate und Textnachrichten ebenso wie sichere Videochats ermöglicht werden. Dennoch laufen nach den Angaben des Projekts herkömmliche Android-Apps auf dem Gerät. Wie dieser Spagat aus Sicherheit und Drittsoftware gelingen soll, ist noch unbekannt.

Gleiches gilt für die Hardware des Geräts. Aus einem Video ist lediglich zu erahnen, dass es sich um ein Smartphone mit einer Bildschirmdiagonale von etwas mehr als 4 Zoll handeln dürfte. Das Blackphone scheint, ähnlich wie ein iPhone, mit einem recht langgestreckten Display ausgestattet zu sein. Es könnte sich demnach um eine Variante des Geeksphone Revolution handeln, das mit einem 4,7-Zoll-Display versehen ist.

Auch Angaben zur verwendeten Verschlüsselung fehlen, sie dürfte entscheidend für einen Erfolg des Geräts sein. Wie bei allen Krypto-Handys, die meist sehr teuer sind, ist auch beim Blackphone davon auszugehen, dass wirklich sichere Kommunikation nur zwischen zwei Geräten gleichen Typs möglich ist. Die Ver- und Entschlüsselung findet dabei auf den Smartphones selbst statt. Blackphone hat jedoch immerhin schon verraten, dass auch ein VPN verwendet werden soll.

Nicht nur wegen dieser Funktionen darf man wohl nicht auf einen besonders günstigen Preis hoffen, denn das Gerät soll auch in der sonstigen Ausstattung mit einem anderen Highend-Smartphone konkurrieren können. Was das Blackphone kostet, und wann es erhältlich sein soll, wollen die Entwickler aber ebenfalls erst auf dem MWC verraten.  (nie)


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