Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/jono-bacon-ubuntu-phones-vermutlich-nicht-vor-2015-1401-103927.html    Veröffentlicht: 15.01.2014 16:29    Kurz-URL: https://glm.io/103927

Jono Bacon

Ubuntu Phones vermutlich nicht vor 2015

Smartphones bekannter Hersteller mit Ubuntu wird es wohl nicht vor 2015 geben, berichtet Community-Manager Jono Bacon. Geräte für regional beschränkte Märkte könnte es aber noch in diesem Jahr geben.

In einem Ask-Me-Anything-Thread der Webseite Reddit schreibt der Ubuntu-Community-Manager Jono Bacon, er wäre sehr überrascht, wenn noch vor 2015 ein Ubuntu-Smartphone verfügbar würde. Dies gilt wohl aber nur im Hinblick auf weltweit agierende Hersteller und Netzbetreiber.

Viel wahrscheinlicher sei es, dass in näherer Zukunft Smartphones mit Ubuntu von kleineren Herstellern in bestimmten Regionen zur Verfügung stehen könnten. Deren Investitionskosten und mögliche Risiken, ein Ubuntu Phone auf den Markt zu bringen, seien überschaubarer. Sollten sich die Geräte gut verkaufen, könnte dies außerdem positive Auswirkungen auf mögliche weitere OEMs haben, hofft Bacon.

Dass Ubuntu künftig auch auf Smartphones laufen soll, kündigte Canonical vor etwa einem Jahr an. Mit einer Crowdfunding-Kampagne versuchte das Unternehmen darüber hinaus, ein eigenes Gerät mit dem Betriebssystem zu finanzieren, was aber an dem zu hoch angesetzten Finanzziel scheiterte. Dennoch verpflichteten sich mögliche Käufer zu Zahlungen von insgesamt 12,8 Millionen US-Dollar, was von großem Interesse an dem System zeugt.

Derzeit baut das Ubuntu-System für Smartphones auf Android auf und kann entsprechend auf einer Vielzahl von Geräten genutzt werden, die durch die Entwickler-Community betreut werden. Canonical selbst bietet offiziell nur Unterstützung für die Nexus-Geräte. Im Laufe der nächsten Wochen wird das Canonical-Team die offizielle Hardwareunterstützung aber auf das Nexus 4 und das aktuelle Nexus 7 beschränken.

Langfristig sollen die Ubuntu-Versionen für Smartphones, Tablets und den Desktop für die Oberfläche Unity die gleiche Softwaretechnologie auf Basis von Qt5 nutzen. Später sollen Fernsehgeräte mit dem System folgen.  (sg)


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