Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/airware-startup-kaempft-mit-drohnen-gegen-wilderer-1401-103908.html    Veröffentlicht: 15.01.2014 10:25    Kurz-URL: https://glm.io/103908

Airware

Startup kämpft mit Drohnen gegen Wilderer

Das Startup Airware aus San Francisco hat Flugdrohnen zur Überwachung von großen Nationalparks eingesetzt, um Wilderer zu erkennen, die sich an Nashörnern vergreifen wollen. Gelernt wurde dabei viel über den autonomen Flug jenseits von Testgeländen.

Airware hat einen nach eigenen Angaben erfolgreichen Test im Ol-Pejeta-Park in Kenia durchgeführt, um weiße Nashörner zu überwachen und vor Wilderern zu schützen. Dazu werden Flugdrohnen eingesetzt, die über ein großes Gebiet wachen können.

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Bei dem zweiwöchigen Test kam der Aerial Ranger zum Einsatz, der vollkommen autonom arbeitet. Das sei preiswerter als die Überwachung des Gebiets mit Jeeps und Flugzeugen. Auch zum Zählen der Tiere eignet sich das Fluggerät besser. Das aufgenommene Videomaterial könne mehrfach angesehen und ausgewertet werden, was Fehler vermeiden hilft.

Die Drohnen überwachen das Gebiet nachts mit Infrarot- und tagsüber mit normalen Kameras auf einer Höhe von 30 bis 120 Metern. Mit den Wärmekameras können auch Lagerfeuer, die Wilderer entzünden, und Ähnliches gut ausgemacht werden. Die Detailgenauigkeit ist so groß, dass die Temperaturänderung im Rüssel eines Elefanten beim Trinken erkennbar ist. Es werde jedoch noch einige Zeit vergehen, bis solche Drohnen regulär eingesetzt werden können, betonte die Reservatsleitung. Die Erfahrungen mit unbemannten und autonomen Flügen über einem so großen Gelände dürften sich für Airware auszahlen. Schließlich gibt es kaum Testgebiete, in denen solche Flüge realisierbar sind.

Die Federal Aviation Agency FAA hat vom US-Kongress den Auftrag bekommen, bis Ende 2015 Richtlinien für kommerzielle Drohnenflüge über US-Gebiet auszuarbeiten. Dabei geht es vor allem um die Situation des Kommunikationsausfalls zur Drohne. Diese sollte dann umkehren und autonom landen.

Brian Richman von Airware erinnert sich an einen Fall, bei dem die Autopilotfunktion ungeplant zum Einsatz kommen musste: Dabei flog eine Drohne außer Sichtweite, als ein Rasenmäher das Kabel zu einem Sender zerschnitt. Die Drohne sollte nach dem Verlust des Rückkanals automatisch zurückkehren und landen, was dann auch passierte.  (ad)


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