Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/corente-oracle-kauft-wan-virtualisierer-1401-103782.html    Veröffentlicht: 08.01.2014 11:36    Kurz-URL: https://glm.io/103782

Corente

Oracle kauft WAN-Virtualisierer

Oracle dringt in den Bereich Software Defined Networking (SDN) vor und kauft das Startup Corente. Damit verstärkt Oracle den Druck auf Cisco.

Oracle hat das Startup Corente gekauft, das Produkte und Dienste im Bereich Software Defined Networking (SDN) anbietet. Über den Preis wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. SDN bezeichnet vor allem die Steuerung von Routern, Switches, virtuellen Switches und Access Points und die Virtualisierung von Wide-Area-Netzwerken.

Damit tritt Oracle stärker in Konkurrenz zu den Netzwerkausrüstern Cisco und Juniper.

Corente richtet sich an Großunternehmen, Internet Service Provider und Telekommunikationskonzerne und bietet seine Produkte per Cloud zur Miete an. Einer der bekanntesten Kunden ist BT. "Oracle-Kunden brauchen Netzwerklösungen, die sich über Datenzentren und globale Netzwerke spannen", sagte Edward Screven, Chief Corporate Architect bei Oracle. Zusammen würden Corente und Oracle Technologie für Cloud-Implementierungen mit SDN für LAN und WAN anbieten, die die Sicherheit und Managementmöglichkeiten im Konzernnetzwerk erhöhen.

Im Juli 2012 erwarb Oracle Xsigo, ein Startup, das ebenfalls im Bereich Software Defined Networking aktiv ist. Zuvor hatte VMware 1,26 Milliarden US-Dollar für Nicira ausgegeben, das ähnliche Produkte herstellt.

Erst vor einigen Wochen hatte Oracle für 1,5 Milliarden US-Dollar Responsys gekauft. Im Jahr 2013 erwarb der Software- und Serverhersteller zudem den Telekommunikationsausrüster Acme Packet zum Preis von 1,7 Milliarden US-Dollar. Acme Packet stellt Session Border Controller, Multiservice-Sicherheitsgateways und Session Routing Proxies her und konkurriert mit Cisco.

Für den Softwarehersteller Eloqua zahlte Oracle rund 810 Millionen US-Dollar.

Oracle-Vorstandschef Larry Ellison hat seit 2005 mehr als 50 Milliarden US-Dollar für mehr als 80 Akquisitionen aufgewendet.  (asa)


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