Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/aktienrueckkauf-icahn-erhaelt-abfuhr-von-apple-board-1312-103608.html    Veröffentlicht: 28.12.2013 12:51    Kurz-URL: https://glm.io/103608

Aktienrückkauf

Icahn erhält Abfuhr von Apple-Board

Investor Carl Icahn drängt Apple seit Monaten zum Rückkauf von Aktien in Milliardenhöhe. Die Firmenspitze hat den Aktionären nun erläutert, was sie von den Plänen hält.

Ein weiterer Rückkauf von Aktien im Wert von 50 Milliarden Dollar ist nach Ansicht der Apple-Führung nicht im Interesse des Computerkonzerns. Das geht aus einer vorläufigen Aktionärsinformation hervor, die das Unternehmen zur Vorbereitung seiner Jahreshauptversammlung am 28. Februar 2014 bei der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlichte. Demnach wird den Aktionären empfohlen, einen Vorschlag des Investors Carl Icahn abzulehnen, der einen Rückkauf von Aktien im Wert von mindestens 50 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2014 vorsieht.

Nach Ansicht des Apple-Boards basiert der Erfolg des Unternehmens auf der "einzigartigen Fähigkeit", Weltklasse-Fertigkeiten in den Bereichen Hardware, Software und Dienstleistungen zu kombinieren, um innovative Produkte für hundert Millionen von Kunden liefern zu können. Zwar erwartet die Unternehmensführung für die Zukunft "aufregende Möglichkeiten" für den geschäftlichen Erfolg. Doch Apple konkurriere mit großen Unternehmen weltweit und sei für sein hohes Investitionstempo auf unvorhergesehene Investitionen, Flexibilität und Zugriff auf Mittel angewiesen.

Zudem habe Apple in den vergangenen Jahren seine Ausschüttungen an die Aktionäre schon deutlich erhöht. So wurde im vergangenen April eine Ausschüttung in Höhe von 100 Milliarden Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe angekündigt. Um dazu nicht die ausländischen Geldbestände anzuzapfen, was hoch versteuert werden müsste, platzierte Apple Anfang Mai erstmals seit 1996 wieder eine Firmenanleihe in Rekordhöhe von 17 Milliarden Dollar. Das soll nach Ansicht des Boards erst einmal reichen, denn das Kapital sollte an die Anteilseigner auf einer "wirksamen und nachhaltigen Grundlage" zurückfließen. Im März oder April kommenden Jahres will das Unternehmen Änderungen am bestehenden Programm ankündigen. US-Medien erwarten, dass Icahn seinen Kampf nicht ohne weiteres aufgeben wird. Bis zur Jahreshauptversammlung blieben ihm noch zwei Monate, um Aktionäre umzustimmen.  (fg)


Verwandte Artikel:
Mobile Games: Apple setzt Gewinnwahrscheinlichkeit bei Lootboxen durch   
(09.03.2018, https://glm.io/133254 )
ComBots: Aktien-Rückkäufe sollen Börsenkus erhöhen   
(02.10.2007, https://glm.io/55124 )
Apple: Apple schüttet Dividende aus und kauft Aktien zurück   
(19.03.2012, https://glm.io/90602 )
Streit mit Google: Amazon löscht Chromecast-Eintrag wieder   
(09.03.2018, https://glm.io/133237 )
iPhone X: Zwei Argumente halten Apple-Kunden vom Kauf ab   
(07.03.2018, https://glm.io/133202 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/