Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deathfire-plan-b-setzt-auf-episoden-statt-kickstarter-1312-103241.html    Veröffentlicht: 09.12.2013 11:43    Kurz-URL: https://glm.io/103241

Deathfire

"Plan B" setzt auf Episoden statt Kickstarter

Mehr als 200.000 US-Dollar haben Fans für Deathfire bereitgestellt - nicht genug. Jetzt plant Chefentwickler Guido Henkel, das Rollenspiel in Episodenform zu veröffentlichen.

Für die Entwicklung des Rollenspiels Deathfire wollte Guido Henkel (Das Schwarze Auge) über Kickstarter 390.000 US-Dollar sammeln. Zwar sind immerhin rund 204.000 US-Dollar von rund 3.800 Unterstützern zusammengekommen - das ist viel Geld, aber eben nicht genug. Jetzt plant Henkel, dass alle Kapitel von Deathfire nacheinander in sechs Episoden erscheinen sollen - und zwar ohne DRM-Maßnahmen für Windows-PC, Mac OS und Linux.

Dieser "Plan B" sieht vor, dass die Community das Projekt über eine eigene Plattform finanzieren kann. Rund 50.000 US-Dollar benötige Henkel nach eigenen Angaben für die Grundausstattung, um mit der Arbeit an der ersten Episode beginnen zu können. Die Hoffnung sei, dass durch "die Veröffentlichung des Kapitels wieder neuer Rummel entsteht, der zusätzliche Gelder durch Unterstützer oder Käufer generiert, wodurch dann wieder mit der weiteren Produktion fortgefahren wird", so Henkel.

Über die neue Webseite sind innerhalb kurzer Zeit rund 25.000 US-Dollar für das Budget zusammengekommen. Die Bezahlung erfolgt über Paypal. Wer mag, soll für Deathfire später auch über Steam herunterladen können. Einen Erscheinungstermin für das erste Kapitel nennt Henkel noch nicht.

Deathfire entsteht auf Basis der Unity-Engine. Spieler wählen unter sechs Rassen. Neben Menschen, Zwergen und Elfen gibt es auch Tarks, die so etwas wie weniger hässliche und dumme Orks sein sollen. Außerdem gibt es acht Klassen, das Angebot reicht vom Krieger über den Schamanen bis zum Zauberer.

Dass Henkel auch sonst klassische Rollenspiele mag, zeigen die eigentlichen Charakterwerte: Da gibt es Stärke, Geschicklichkeit, Konstitution, Intelligenz, Weisheit und Charisma. Bei dem Programm handelt es sich um einen sogenannten Stepper, was bedeutet, dass sich Spieler blockweise fortbewegen.

Nachtrag vom 23. Dezember 2013, 9:25Uhr

Die Entwicklung von Deathfire ist eingestellt, so Guido Henkel auf der offiziellen Webseite des Projekts. Grund ist die nach Auffassung der Entwickler nicht ausreichende Unterstützung. Zwar sei Anfangs viel Geld für die erste Episode bereit gestellt worden, dann habe der Zuspruch aber nachgelassen. Man komme nicht darum herum festzustellen, dass Deathfire schlicht nicht ausreichend gut bei der Community ankomme.  (ps)


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