Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/cyberith-virtualizer-sockfuss-durch-liberty-city-1312-103205.html    Veröffentlicht: 06.12.2013 10:52    Kurz-URL: https://glm.io/103205

Cyberith Virtualizer

Sockfuss durch Liberty City

Mit weitgehend natürlichen Bewegungen durch GTA 4 laufen und fahren soll der Virtualizer ermöglichen. Die "omnidirectional Treadmill" von österreichischen Studenten will zusammen mit Oculus Rift eine besonders weitgehende virtuelle Realität ermöglichen.

Mit dem Auto fahren, aussteigen und dann zu Fuß weiter bis zur Parkbank: im echten Leben kein Problem, in GTA 4 mit einer Lauffläche namens Virtualizer offenbar auch nicht. Die haben Studenten der Technischen Universität in Wien mit ihrem Startup Cyberith entwickelt. Gegenüber anderen "omnidirectional Treadmills" wie der jüngst über Kickstarter finanzierten Omni soll der Virtualizer gleich mehrfach punkten.

So werden Bewegungen im Virtualizer mit einer integrierten Sensorik erfasst, die Bewegungen stufenlos verarbeiten kann. Deshalb soll es möglich sein, sich auch im Spiel mit stufenloser Geschwindigkeit zu bewegen. Außerdem sollen nach Angaben der Entwickler nicht nur einfache Vorwärtsbewegungen wie gehen und laufen durchführbar sein. Auch rückwärts zu gehen, ducken, springen und sogar sitzen soll möglich sein.

Und: Die Entwickler haben darauf geachtet, dass für den Virtualizer keine Spezialschuhe benötigt werden. Nach ihren Angaben wurde der Reibungskoeffizient in vielen Versuchen und Experimenten zu gängigen Socken hin optimiert. Dazu kommt ein auf Hüfthöhe angebrachter Ring, der überschüssige Reibungskraft aufnimmt.

Nicht nur einfache Vorwärtsbewegungen wie gehen und laufen sind durchführbar, auch rückwärts zu gehen, ducken, springen und sogar sitzen ist mit dem Virtualizer machbar, der die weltweit erste Omnidirectional Treadmill für den Heimgebrauch mit integrierter Sensorik darstellt.

Das System soll nicht nur mit GTA 4 zurechtkommen, sondern auch mit Shootern à la Call of Duty und Battlefield. Auch für Cyber-Reality-Anwendungen jenseits von Spielen soll es natürlich geeignet sein. Derzeit existieren nur Prototypen, bei denen zum Zubehör unter anderem ein Oculus Rift und ein Wii-Controller gehören.

Anwendungen dürften normalerweise über den PC laufen. Problem bei Konsolen ist, dass insbesondere Oculus Rift weder Playstation 4 noch Xbox One unterstützt; falls die Spekulationen um eine VR-Brille von Sony stimmen, könnten Konsolenspieler den Virtualizer zumindest in der Theorie auch verwenden. 2014 soll es vermutlich eine Crowdfunding-Kampagne geben, um das Gerät in Serie aufzulegen.  (ps)


Verwandte Artikel:
Oculus Rift: Zertifikat legt virtuelle Realität lahm   
(08.03.2018, https://glm.io/133213 )
Wizdish: Günstig durch den Cyberspace   
(03.07.2013, https://glm.io/100179 )
Videos: Facebook lizenziert Musik von Sony/ATV   
(09.01.2018, https://glm.io/132053 )
Grafikschnittstelle: Vulkan 1.1 unterstützt DRM und Multi-GPU   
(08.03.2018, https://glm.io/133208 )
JenX: IoT-Botnetz mit zentralen Steuerservern entdeckt   
(03.02.2018, https://glm.io/132567 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/