Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/raumfahrt-blue-origin-simuliert-suborbitalflug-bei-triebwerkstest-1312-103151.html    Veröffentlicht: 04.12.2013 12:22    Kurz-URL: https://glm.io/103151

Raumfahrt

Blue Origin simuliert Suborbitalflug bei Triebwerkstest

Blue Origin hat bei einem Triebwerkstest einen Flug in den suborbitalen Weltraum simuliert. Über die Aktivitäten des Raumfahrtunternehmens von Amazon-Gründer Jeff Bezos ist nur wenig bekannt.

Lebenszeichen von Blue Origin: Das von Amazon-Chef Jeff Bezos gegründete Raumfahrtunternehmen hat einen erfolgreichen Triebwerkstest durchgeführt.

Bei dem Test sei ein suborbitaler Flug getestet worden, berichtet die US-Raumfahrtbehörde Nasa: Für die Startsimulation brannte das Triebwerk zunächst mit vollem Schub für rund zweieinhalb Minuten. Nach einer etwa vierminütigen Pause wurde es erneut kurz gezündet.

Kontrollierter Abstieg

Schließlich wurde auch die Landung des Raumfahrzeugs nachgestellt: Dazu wurde das mit Wasserstoff und Sauerstoff befeuerte Triebwerk ein drittes Mal gezündet, dieses Mal allerdings mit weniger als einem Viertel des vollen Schubs. Blue Origin will ein Raumschiff bauen, das senkrecht startet und wieder landet. Das Triebwerk soll den Abstieg bremsen.

Das Unternehmen hat das Raumfahrzeug New Shepard entwickelt, das für suborbitale Flüge konzipiert ist. Es steht auf vier Füßen und braucht deshalb keine Startrampe. Auf den Füßen landet es auch und kann anschließend wieder eingesetzt werden. Ein Testflug im Mai 2011 verlief erfolgreich. Beim folgenden Test im August 2011 wurde das Raumfahrzeug jedoch zerstört.

Spaceshuttle-Nachfolger

Blue Origin ist einer der Partner des Commercial Crew Programs (CCP) der Nasa. Dessen Ziel ist, Raumfahrzeuge zu entwickeln, die als Nachfolger des Spaceshuttles die Versorgung der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) übernehmen. Neben Blue Origin sind auch SpaceX Sierra Nevada und Boeing dabei.

Anders als SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, agiert Blue Origin weitgehend im Geheimen. So auch dieses Mal: Der Test fand laut Nasa bereits am 20. November auf dem Gelände des Unternehmens im US-Bundesstaat Texas statt.  (wp)


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