Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/yoga-tablet-8-und-10-im-test-griffige-tablets-mit-langer-akkulaufzeit-1312-103146.html    Veröffentlicht: 05.12.2013 12:04    Kurz-URL: https://glm.io/103146

Yoga Tablet 8 und 10 im Test

Griffige Tablets mit langer Akkulaufzeit

Lenovos neue Tablets haben eine auffällige Ausbuchtung auf der Rückseite, die einen aufklappbaren Ständer und einen großen Akku für lange Laufzeiten beherbergt. Durch die Gewichtsverteilung wirkt besonders das kleine Modell federleicht.

Mit dem Yoga Tablet 8 und dem Yoga Tablet 10 hat Lenovo zwei neue Android-Tablets auf den Markt gebracht, die eine ungewöhnliche Gehäuseform haben. Da der Akku in einem Zylinder auf der Rückseite untergebracht ist, haben beide Tablets eine Art Griff. Durch die dadurch entstehende Gewichtsverteilung liegen die Geräte überraschend leicht in der Hand. Besonders das 8-Zoll-Modell ist daher ideal zum Lesen.

Da Lenovo den Akku größer gestalten konnte, haben beide Tablets lange Akkulaufzeiten. Gleichzeitig ist im Zylinder ein aufklappbarer Ständer eingebaut, mit dem die Tablets hingestellt oder erhöht hingelegt werden können. Lenovo hat allerdings an der Qualität der Displays und der Kamera gespart - besonders das 10-Zoll-Modell verliert hier stark an Punkten.

Gehäuse mit Ausbuchtung

Die Gehäuse der beiden Yoga-Tablets sind aus silbernem Kunststoff, nur der ausklappbare Standfuß ist aus Aluminium. Das Gelenk des Ständers ist in einem charakteristischen Zylinder an der Rückseite untergebracht, in den Lenovo den Akku der Tablets verbaut. Dadurch misst das 8-Zoll-Modell an der dicksten Stelle nur 7,5 mm. Das 10-Zoll-Gerät ist mit 7,9 mm nur unwesentlich dicker.

Die geringe Dicke verursacht bei unserem 10-Zoll-Testgerät im rechten unteren Teil des Displays eine Bildstörung durch ein von hinten gegen das Panel drückendes Bauteil. Dazu ist kein starker Druck auf die Rückseite nötig, es langt, das Tablet in die rechte Hand zu nehmen. Beim 8-Zoll-Modell tritt dieser Fehler nicht auf.

Beide Tablets können dank des Zylinders sehr angenehm in einer Hand gehalten werden. Vom Gefühl her erinnert die Handhabung etwas an das Tablet S von Sony, das auch eine dickere Stelle am Rand der Rückseite hatte. Bei den Lenovo-Tablets wirkt sich aber die Gewichtsverteilung deutlich stärker aus. Dank des Zylinders ist es auch einfach, das Tablet mit einer Hand zu greifen, wenn es auf einem Tisch liegt.

Ausklappbarer Standfuß

Besonders das 8-Zoll-Modell wirkt sehr leicht, wenn es am Zylinder gegriffen wird. So lassen sich sehr gut Bücher und andere Texte lesen, auch Surfen macht dank der Gewichtsverteilung Spaß. Beim 10-Zoll-Yoga macht sie sich auch bemerkbar, fällt jedoch aufgrund des insgesamt höheren Gewichts und des größeren Displays nicht so stark auf.

Der Standfuß kann um 90 Grad ausgeklappt werden, das Tablet kann anschließend aufrecht hingestellt werden. Legt der Nutzer es jetzt flach auf einen Tisch, liegt es dank des Standfußes erhöht, was das Tippen auf der Softwaretastatur erleichtert.

Ständer ohne Zwischenstufen

Der Mechanismus des Standfußes hat keine Zwischenstufen, dementsprechend kann der Winkel des aufgestellten Tablets eigentlich nicht verändert werden. Jedoch ist es möglich, den Standfuß halb einzuklappen und dadurch den Betrachtungswinkel zu verändern. Wirklich stabil steht dann aber nur noch das 8-Zoll-Gerät, das Modell mit 10-Zoll-Display kippt schon bei leichter Touch-Eingabe nach hinten um.

Der große Einschaltknopf der Yoga-Tablets ist an einem Ende des rückseitigen Zylinders angebracht. Er hat einen weiter hinten angebrachten Druckpunkt, weshalb der Nutzer ihn weiter als von anderen Tablets gewohnt in das Gehäuse drücken muss. Das Benachrichtigungs- und Akkuladelicht ist in den Knopf integriert.

Der Kopfhörerausgang befindet sich auf der anderen Seite des Zylinders, auf der von vorne betrachtet rechten Seite. Auf dieser Seite ist zudem die Lautstärkewippe untergebracht.

Displays mit niedriger Pixeldichte

Das Display des Yoga Tablet 8 ist 8 Zoll groß, das des Yoga Tablet 10 misst 10,1 Zoll. Die Auflösung beträgt bei beiden Geräten 1.280 x 800 Pixel. Das ergibt beim größeren Modell eine recht niedrige Pixeldichte von 150 ppi, das kleinere Gerät kommt auf 189 ppi. Beide Displays bestehen aus einem nicht näher definierten kratzfesten Glas.

Drei Displaymodi

Beide Displays sind anfällig für Fingerabdrücke, die sich schwer wieder abwischen lassen. Bildschirminhalte sind bei beiden Lenovo-Tablets auch bei heller Umgebungsbeleuchtung gut zu erkennen. Problematisch bei den Tablets ist eher, dass sie auch in dunkelster Helligkeitseinstellung verglichen mit anderen Tablets wie LGs G Pad 8.3 und Apples iPad Mini noch sehr hell sind. Wer gerne bei schummeriger Beleuchtung auf seinem Tablet liest, dürfte die Yogas zu hell finden. Immerhin stehen im Play Store verschiedene kostenlose Apps bereit, mit denen die Displayhelligkeit mittels eines Verdunkelungsfilters vermindert werden kann, der sich im Grunde über das Display legt.

Die Displays der beiden Tablets unterscheiden sich sichtbar nicht nur in der Auflösung, sondern auch in der Farbdarstellung. Der Nutzer kann bei beiden aus drei verschiedenen Bildschirmmodi wählen: dem Handmodus, wenn das Gerät im Hochformat gehalten wird, dem Standmodus und dem Kippmodus, wenn das Tablet auf dem Tisch liegt. Diese Modi unterscheiden sich in der Farbtemperatur, zudem wird die Stereokonfiguration der Lautsprecher verändert.

Yoga Tablet 10 mit Farbstich

Bei unserem Yoga Tablet 10 hat jede der drei Bildschirmeinstellungen einen Farbstich. Der Kippmodus zeigt eine deutliche Cyan-Farbverschiebung, ebenso der Standmodus. Dieser ist für die Betrachtung von Filmen gedacht und dementsprechend merklich farbintensiver. Der Handmodus hingegen soll wohl für die Betrachtung von Büchern eine wärmere Farbdarstellung haben, was jedoch in einem merkbaren und störenden Rotstich endet.

Beim Yoga 8 treten diese Farbstiche weniger auf. Hier ist der Kippmodus weitgehend neutral in der Farbdarstellung, weshalb es auch im intensiveren Standmodus keinen Farbstich gibt. Der Handmodus ist auch hier merklich wärmer, zeigt aber keinen übermäßigen Rotstich.

Insgesamt macht der Bildschirm des Yoga 8 einen deutlich besseren Eindruck. Die 720p-Auflösung ergibt auf dem kleineren Display eine bessere Pixeldichte und daraus resultierend eine schärfere Bilddarstellung als beim Yoga 10, zudem ist die Farbdarstellung natürlicher. Ein Treppeneffekt ist aber auch beim Yoga 8 bemerkbar.

Lange Akkulaufzeit

Der nicht ohne weiteres wechselbare Akku des Yoga 8 hat eine Nennladung von 6.000 mAh. Laut Lenovo soll er bis zu 16 Stunden lang durchhalten, wenn der Nutzer im Internet surft. In unserem Test erreichen wir mit Surfen und Spielen eine Laufzeit von 12 Stunden - ein sehr guter Wert. Ein 1.080p-codiertes Video kann das Tablet knapp über 7 Stunden lang wiedergeben, bis der Akku leer ist. Andere Android-Tablets müssen oft schon nach ungefähr der halben Zeit an die Steckdose.

Der Akku des Yoga 10 hat eine Nennladung von 9.000 mAh, er soll beim Surfen bis zu 18 Stunden lang durchhalten. Auch dieses Tablet schafft es, ein 1.080p-codiertes Video über 7 Stunden lang abzuspielen, bis der Akku leer ist. Auch das große Yoga-Tablet erreicht hier einen sehr guten Wert.

Lenovo installiert einen umfangreichen Energiemanager auf den Tablets vor. Hier kann der Nutzer aus voreingestellten Modi wählen oder eigene Einstellungen vornehmen, was die Akkulaufzeit weiter verlängern soll. Über den Micro-USB-Anschluss der Tablets können Nutzer auch andere Geräte wie Smartphones laden. Leider liefert Lenovo das passende Kabel (Micro-USB auf Micro-USB) nicht mit.

Keine guten Kameras

Beide Tablets haben auf der Rückseite eine 5-Megapixel-Kamera, auf der Vorderseite eine 1,6-Megapixel-Kamera. Die rückseitigen Kameras haben Autofokus, aber kein Kameralicht.

Die Qualität der mit den Tablets gemachten Bilder unterscheidet sich trotz gleicher Megapixelanzahl stark. Die Bilder des Yoga 8 taugen bei voller Auflösung als bessere Schnappschüsse, auch wenn sie in den Details bereits undeutlich sind und mitunter in Richtung Impressionismus tendieren. Das Yoga 10 hingegen macht deutlich schlechtere Bilder. Bereits in der Komplettansicht sind Details verschwommen, vergrößert der Nutzer einen Bildausschnitt, findet er sich in einem Aquarell wieder.

Die Kamera-App von Lenovo bietet dem Nutzer mehrere Aufnahmemodi. So können unter anderem HDR-Aufnahmen und Panoramen aufgenommen werden, zudem gibt es eine automatische Szenenerkennung und eine Lächeln-Automatik. Hinter dem Kürzel "BK-Klammeraufnahme" steckt eine Serienbildfunktion, die drei unterschiedlich belichtete Bilder aufnimmt.

Durchschnittliche Hardware

In beiden Tablets steckt ein MTK-8125-Quad-Core-Prozessor von Mediatek, der mit 1,2 GHz getaktet ist. Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt 1 GByte, der eingebaute Flash-Speicher ist 16 GByte groß. Hiervon stehen dem Nutzer bei beiden Geräten knapp 13 GByte zur Verfügung.

Apps lassen sich auf der Speicherkarte installieren

Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist bei beiden Yoga-Tablets eingebaut. Es ist möglich, Apps auf die Speicherkarte zu verschieben. Der Schacht befindet sich hinter dem eingeklappten Ständer. Eine eingesteckte Karte ist selbst unter Einsatz von Fingernägeln nur schwer hineinzubekommen und auch sehr schwer wieder herauszubekommen, weil die Speicherkarte komplett im Schacht verschwindet.

Beide Yoga-Tablets unterstützen WLAN nach 802.11b/g/n, also nur auf der Frequenz 2,4 GHz. Sowohl das Yoga 8 als auch das Yoga 10 sind mit UMTS-Modul erhältlich. Bluetooth läuft in der Version 4.0, beide Modelle haben ein GPS-Modul.

Betriebssystem ohne App-Übersicht

Beide Tablets werden mit Android in der Version 4.2.2 ausgeliefert, worüber Lenovo seine eigene Benutzeroberfläche installiert. Diese verzichtet auf die bei Android übliche App-Übersicht: Wie bei iOS oder auch bei Huaweis Emotion UI werden alle Apps auf dem Startbildschirm abgelegt. Dementsprechend sollte der Nutzer seine Programme in Ordnern organisieren, da sonst die Übersicht schnell verloren gehen kann.

Ein Fingerwisch am rechten oberen Bildrand ruft die Schnelleinstellungsleiste auf, die gleiche Wischgeste am linken oberen Bildrand öffnet die Benachrichtigungsleiste.

Die intelligente Seitenleiste zeigt dem Nutzer kürzlich verwendete Apps an. Sie kann entweder auf Automatik gestellt oder manuell aufgerufen werden. Dann ruft der Nutzer sie mit einer Wischgeste vom Rand aus auf. Unverständlicherweise wechselt die Seite, in die der Nutzer wischen muss, wenn das Tablet gedreht wird: Im Hochformat muss der Nutzer von links ins Bild wischen, im Querformat von rechts.

Android mit Lenovo-Oberfläche

Bei der Nutzung im Hochformat geht Lenovo davon aus, dass der Nutzer vermutlich lesen möchte, und zeigt in der Seitenleiste dementsprechend prominent eine Verknüpfung zur Buch-App Txtr Ebooks an. Im Querformat wird angenommen, dass der Nutzer einen Film schauen möchte - dementsprechend zeigt die Seitenleiste einen Link zur Videobibliothek.

Um ein Widget hinzuzufügen, muss der Nutzer lange auf den Startbildschirm tippen. Weitere Einstellungen wie die Auswahl des Hintergrundbildes oder des Designthemas sind über ein Einstellungsmenü erreichbar, das am unteren rechten Bildrand aufgerufen wird.

Unterschiedliche Themen für den Startbildschirm

Der Nutzer kann aus aktuell drei unterschiedlichen Themen für den Hauptbildschirm wählen, die das Aussehen der Icons beeinflussen. Die Gestaltung der Menüs oder der Widgets ändert sich hierbei nicht. Das Menüdesign erinnert mit seinem hellen Hintergrund etwas an HTCs Sense. Der Lenovo-Launcher reagiert zügig und lässt sich gut bedienen.

Den Videoplayer kann der Nutzer auch in einem kleinen Fenster parallel zu anderen Anwendungen nutzen. So ist es beispielsweise möglich, gleichzeitig ein Video zu schauen und zu surfen.

Stereolautsprecher auf der Vorderseite

Lenovo hat bei den beiden Yoga-Tablets jeweils zwei Frontlautsprecher verbaut, um einen Stereoklang zu ermöglichen. Dieser kann mit der vorinstallierten Dolby-Software beeinflusst und auf unterschiedliche Nutzungssituationen eingestellt werden.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind recht umfangreich, es gibt vier voreingestellte Nutzungsschemen: Filme, Musik, Spiele und Sprache. Zusätzlich hat der Nutzer zwei selbst konfigurierbare Schemen zur Verfügung. Die Voreinstellungen werden analog zum Nutzungsmodus (Stand-, Kipp- oder Handmodus) gewählt, können vom Nutzer aber beliebig umgestellt werden.

Umfangreiche Audiosteuerung

Die einzelnen Einstellungsvorgaben können über einen Equalizer noch weiter angepasst werden. So stehen generell die drei Voreinstellungen "offen", "voll" und "fokussiert" zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen zuschaltbaren Surround Virtualizer, einen Dialog Enhancer und einen Volume Leveler.

Die unterschiedlichen Einstellungen haben mal mehr, mal weniger Auswirkungen auf den Klang. Generell ist der Unterschied zwischen der Equalizer-Voreinstellung "offen" und den beiden anderen Einstellungen in allen Nutzungsschemen deutlicher als zwischen "voll" und "fokussiert".

Der Stereoklang ist bei beiden Tablets gut, insgesamt fehlt es den Lautsprechern aber an Bässen. Dadurch klingen sowohl das Yoga 8 als auch das Yoga 10 ziemlich dünn. Die Höhen sind angenehm und klingen auch bei voller Lautstärke nicht schrill. Die maximale Lautstärke ist nicht besonders hoch.

Maße und Gewicht

Das Yoga 8 misst 212 x 144 x 7 mm, am Akkuzylinder beträgt die Dicke 20,9 mm. Das Tablet wiegt 395 Gramm. Das Gehäuse des Yoga 10 ist 25,8 x 18 x 7,7 mm, am Akkuzylinder ist es wie das kleine Tablet 20,9 mm dick. Das Gewicht beträgt 605 Gramm.

Leistung und Benchmarks

Beide Tablets laufen flüssig in den Menüs. Standardapplikationen wie der E-Mail-Client, der Browser, der Kalender oder Multimedia-Anwendungen laufen ebenso ruckelfrei. Bei rechenintensiven Apps wie grafisch aufwendigen Spielen kommt der niedrig getaktete Prozessor aber erwartungsgemäß an seine Grenzen, die Apps laufen nicht mehr flüssig.

Dies spiegelt sich auch in den Benchmarks wider. Beide Tablets schneiden aufgrund der gleichen Hardwareausstattung wie erwartet nahezu identisch ab. Beim 3DMark von Futuremark erreicht das Yoga Tablet 8 im Icestorm-Test einen Wert von 2.990 Punkten, das Yoga Tablet 10 schafft 2.919 Punkte. Diese Werte sind verglichen mit dem neuen Nexus 7 mit 11.500 Punkten niedrig und liegen auch noch unter dem Huawei Ascend Mate mit über 3.100 Zählern. Im Icestrom-Extreme-Test schaffen beide Tablets knapp über 1.500 Punkte, im Icestorm-Unlimited-Test 2.570 Punkte.

Auch beim Geräte-Benchmark Geekbench 3 schneiden die beiden Lenovo-Tablets eher schlecht ab. Die 326 Zähler des Single-Ergebnisses liegen noch unter den 333 Punkten des Asus Fonepad. Im Multi-Modus schaffen die Lenovo-Geräte knapp 1.100 Punkte, was auf dem Level des ersten Nexus 7 liegt.

Im T-Rex-Test des Grafik-Benchmarks GFXBench 2 schafft das Yoga Tablet 8 im Onscreen-Modus nur 4,6 fps, im Egypt-Test 13 fps. Das Yoga Tablet 10 erreicht mit 4,8 und 14 fps nahezu identische Werte. Verglichen mit anderen Android-Geräten sind das eher schlechte Punktzahlen, sie liegen noch knapp unter denen des ersten Nexus 7.

Im Javascript-Benchmark Octane 2.0 kommen beide Tablets auf einen Wert von 1.350 Punkten.

Verfügbarkeit und Fazit

Das Yoga Tablet 8 ist mit 16 GByte Flash-Speicher in der WLAN-Version momentan ab 220 Euro erhältlich, das UMTS-Modell kostet 280 Euro. Für das Yoga Tablet 10 muss der Käufer aktuell 295 Euro bezahlen, hier kostet die UMTS-Variante 350 Euro.

Fazit

Lenovo hat mit den neuen Yoga-Geräten Tablets mit einer interessanten und praktischen Gehäuseform auf den Markt gebracht. Dank des Zylinders auf der Rückseite und der daraus resultierenden Gewichtsverteilung kann der Nutzer sie deutlich angenehmer halten als andere, vergleichbar große Geräte.

Dieser Vorteil fällt beim 8-Zoll-Modell mehr ins Gewicht als beim großen Yoga-Tablet. Zwar liegt auch das 10-Zoll-Modell besser als andere 10-Zöller in der Hand, aufgrund der Größe wird der Eindruck aber relativiert. Der ausklappbare Ständer ist praktisch, wenngleich wir uns eine richtige Zwischenstufe wünschen.

Beide Tablets haben dank des großen Akkus eine gute Laufzeit, mehrstündiges Spielen, Surfen und Videoschauen ist problemlos möglich. Die verbaute Hardware gehört jedoch nicht zur Topklasse, was angesichts des Preises aber in Ordnung ist.

Generell finden wir das 8-Zoll-Yoga besser als das große Modell. Das liegt zum großen Teil am Display, das bei beiden Modellen eine Auflösung von 720p hat. Dementsprechend wirken Inhalte auf dem großen Bildschirm des Yoga Tablet 10 nicht sonderlich scharf. Zudem hat das große Modell in allen Anzeigemodi einen deutlichen Farbstich, der uns gestört hat. Auch die Kamera ist beim kleinen Yoga-Tablet deutlich besser.

Für einen aktuellen Preis von 220 Euro ist das Yoga Tablet 8 ein gelungenes Tablet in der Geräteklasse der kleinen Tablets. Das 10-Zoll-Modell für knapp 300 Euro finden wir trotz Ständer und großem Akku aufgrund des farbstichigen Displays und der schlechten Kamera weniger interessant.  (tk)


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