Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/samsung-erstes-tizen-smartphone-kommt-naechstes-jahr-1312-103121.html    Veröffentlicht: 03.12.2013 16:05    Kurz-URL: https://glm.io/103121

Samsung

Erstes Tizen-Smartphone kommt nächstes Jahr

Im ersten Halbjahr 2014 soll ein erstes Tizen-Smartphone vorgestellt werden. Zudem hat Samsung dazu aufgerufen, dass Tizen und Firefox OS enger kooperieren. Beide Mobilbetriebssysteme verwenden HTML-5-basierte Apps.

Samsung möchte in Bezug auf Tizen enger mit den Machern von Firefox OS zusammenarbeiten, erklärte Wonsuk Lee, der bei Samsung für diesen Bereich zuständig ist. Laut einem Bericht von ZDNet.co.kr sprach sich Lee dafür aus, gemeinsam zu arbeiten, um gemeinsam gegen die Marktdominanz von Android und iOS zu kämpfen. Sowohl Tizen als auch Firefox OS laufen mit HTML-5-Apps, so dass eine für Tizen entwickelte App auch auf Firefox OS laufen sollte.

Dann würden beide Systeme davon profitieren, dass Entwickler nur einmal eine App entwickeln müssen und diese auf beiden Betriebssystemen läuft. Somit erscheint die Zusammenarbeit bezüglich Tizen und Firefox OS nur folgerichtig. Wie sich Lee die Zusammenarbeit im Detail vorstellt, bleibt offen. Bei der neuen Browser-Engine Servo arbeiten Mozilla und Samsung bereits zusammen.

Mozilla hat Smartphones mit Firefox OS fertig und verkauft diese bereits. In Deutschland gibt es von Alcatel das Smartphone One Touch Fire bei Congstar. Im stationären Handel wird es somit bisher nicht aktiv vermarktet.

Erstes Tizen-Smartphone erscheint nächstes Jahr

Anders sieht es bei Tizen aus, das Samsung gemeinsam mit Intel entwickelt. Erst im ersten Halbjahr 2014 soll ein erstes Tizen-Smartphone vorgestellt werden. Voraussichtlich wird es von Samsung stammen, wann es dann in den Verkauf geht, ist nicht bekannt. Auch weitere Details dazu sind noch offen.

Kürzlich hatte Net Mobile mit Nanooq eine spezielle Bedienoberfläche für Firefox OS vorgestellt. Nanooq ist vor allem für Firmenkunden konzipiert, damit Net Mobile kostengünstig Geräte für spezielle Einsatzzwecke entwickeln kann. Der Vorteil für die Unternehmen wäre, dass sich Funktionen gezielt aus dem Betriebssystem entfernen lassen, so dass nur die Basisfunktionen zur Verfügung stehen.  (ip)


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