Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/startup-apple-kauft-topsy-1312-103106.html    Veröffentlicht: 03.12.2013 10:59    Kurz-URL: https://glm.io/103106

Startup

Apple kauft Topsy

Apple hat 200 Millionen US-Dollar für Topsy ausgegeben. Unklar ist, was Apple mit dem Startup anfangen will.

Apple hat das Startup Topsy Labs gekauft. Der Kaufpreis lag bei über 200 Millionen US-Dollar, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise. Eine Apple-Sprecherin hat der Zeitung die Übernahme bestätigt und erklärt: "Apple kauft von Zeit zu Zeit immer wieder kleinere Technologie-Unternehmen, und wir erörtern in der Regel unsere Absicht oder Pläne nicht."

Topsy ist eines der wenigen Twitter-Partnerunternehmen. Das Startup hat seit dem Jahr 2006 Zugriff auf den kompletten Twitter-Datenverkehr mit rund 500 Millionen Kurznachrichten am Tag. Eine Übernahme von Topsy ohne die Zustimmung von Twitter sei sehr unwahrscheinlich, so das Wall Street Journal unter Berufung auf Brancheninsider. Twitter hat die Übernahme nicht kommentiert.

Topsy analysiert die Tweets, sucht nach häufig wiederkehrenden Begriffen und den Personen, von denen wichtige Kurznachrichten eingegeben werden. So könnten Meinungsführer gefunden und die Wirkung von Werbekampagnen gemessen werden. Die Gründer von Topsy sind Vipul Ved Prakash, Rishab Aiyer Ghosh, Gary Iwatani und Justin Foutts.

Konkurrenten von Topsy sind Datasift und Gnip. Was der Hardwarehersteller Apple mit Topsy vorhat, ist unklar. Die Daten von Topsy könnten für die Steigerung des iTunes-Verkaufs, die Verbesserung des Sprachassistenten Siri oder den Ausbau der Werbeplattform iAd genutzt werden. Apple könnte über Topsy auch Produktbesprechungen in sozialen Medien beobachten.

IAd ist das Apple-Werbenetzwerk für die Endgeräte iPhone, iPod Touch und iPad, das Entwicklern ermöglicht, direkt Werbung in Anwendungen zu integrieren, die im iOS App Store angeboten werden. Das Werbenetzwerk konkurriert mit Googles Admob-Plattform. IAd wurde am 8. April 2010 angekündigt und am 1. Juli 2010 vorgestellt.  (asa)


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