Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/google-android-4-4-wurde-fuer-ein-kastriertes-nexus-4-optimiert-1312-103088.html    Veröffentlicht: 02.12.2013 16:07    Kurz-URL: https://glm.io/103088

Google

Android 4.4 wurde für ein kastriertes Nexus 4 optimiert

Google hat Hintergründe genannt, wie die Optimierungen für Android 4.4 umgesetzt wurden. Die aktuelle Android-Version soll auf allen Geräten mit 512 MByte Arbeitsspeicher einsatzfähig sein. Google hat dazu das Nexus 4 bezüglich der technischen Ausstattung künstlich beschnitten.

Mit Android 4.1 hatte Google damit begonnen, Android so zu optimieren, dass es auf möglichst vielen Geräten flüssig und ruckelfrei läuft. Dieses Vorhaben wurde mit den folgenden Versionen fortgesetzt und mit Android 4.4 alias Kitkat gab es viele weitere Optimierungen am System. Das Ziel von Google war es, den Speicherbedarf der aktuellen Android-Version so zu optimieren, dass es auf einem Gerät mit nur 512 MByte Arbeitsspeicher lauffähig ist.

Googles erklärtes Ziel ist es, damit die Fragmentierung der Android-Plattform zu verringern. Nun liegt es an den Geräteherstellern, ob sie auch für ältere Android-Geräte noch ein Update auf Kitkat entwickeln und verteilen. Im Gespräch mit Readwrite.com hat Dave Burke einige Hintergründe dazu genannt. Burke ist Googles Entwicklungsleiter der Android-Abteilung.

Projekt Svelte

Bei Google waren die Optimierungen an Android 4.4 unter dem Begriff Projekt Svelte zusammengefasst. Dazu wurde ein Nexus 4 so verändert, dass dem System nur noch 512 MByte Arbeitsspeicher zur Verfügung standen. Normalerweise stecken 2 GByte Arbeitsspeicher im Nexus 4. Im nächsten Schritt wurde darauf geachtet, dass Android 4.4 auch mit einer niedrigeren Auflösung arbeitet.

Dazu gab sich das Nexus 4 als Gerät mit einer Displayauflösung von 960 x 540 Pixeln aus und von den vier Prozessorkernen blieben noch zwei übrig. Damit sollte ein Einsteiger-Smartphone simuliert werden. Dieses modifizierte Nexus 4 wurde dann von den Google-Entwicklern als reguläres Smartphone verwendet, was laut Burke mühsam war.

Neben der Reduzierung des Speicherbedarfs des gesamten Android-Systems stand auch eine Optimierung der Google-Apps wie Play Store, Gmail, Google Maps und Ähnliches auf dem Programm. Zudem sollte es keinen übermäßigen Speicherbedarf einer App mehr geben. Dazu wird eine App nun beendet, wenn diese über eine bestimmte Zeit zu viel Speicher belegt.  (ip)


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