Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/statt-kabeln-airtame-verbindet-tv-und-pc-schnurlos-1312-103066.html    Veröffentlicht: 02.12.2013 10:20    Kurz-URL: https://glm.io/103066

Statt Kabeln

Airtame verbindet TV und PC schnurlos

Airtame ist ein Ersatz für die Verkabelung von Fernseher und PC per HDMI-Kabel. Stattdessen setzt Airtame auf WLAN und kann das Bild sogar auf mehrere Rechner übermitteln.

Airtame ist ein kleiner HDMI-Adapter für den Fernseher, der per WLAN seine Daten von einem PC empfangen kann. So entfällt die Verkabelung. Das Projekt wird über den Crowd-Finanzierer Indiegogo gestützt und hat sein Ziel fast eingespielt.

Damit das Gerät funktioniert, ist eine Software auf dem sendenden Rechner erforderlich, die für die Datenkommunikation sorgt. Das Gerät selbst wird mit seinem HDMI-Ausgang in einen Fernseher oder Projektor gesteckt. Wer will, kann so den Bildschirminhalt spiegeln, seinen Desktop erweitern oder nach Herstellerangaben sogar auf mehrere Rechner Bilder übertragen. Dazu muss die Software auf jedem Windows- oder Linux-PC beziehungsweise Mac installiert werden, der Bilder empfangen soll. Das wäre zu Schulungszwecken ideal.

Nach Angaben des Startups können 1080p-Videos über IEEE 802.11 b/g/n übertragen werden. Eine genaue Angabe, welche Übertragungsgeschwindigkeit für welche Qualität und Auflösung erforderlich ist, steht noch aus. Wo kein WLAN verfügbar ist, kann Airtame ein eigenes Netz aufspannen, um die drahtlose Übertragung zu ermöglichen. Derzeit wird maximal Stereoton übertragen. Die Stromversorgung erfolgt über MicroUSB zum Beispiel über den zweiten USB-Anschluss am Fernseher.

Außerdem wurde ein normal großer USB-Anschluss für Zubehör in das Airtame eingebaut. So soll auch ein USB-Ethernet-Adapter genutzt werden können. Das größte Manko des Geräts ist sein Unvermögen, mit mobilen Geräten zusammenzuarbeiten, auf denen Android oder iOS läuft.

Der Airtame kostet rund 90 US-Dollar zuzüglich 15 US-Dollar für den Versand. Die Entwickler von Airtame stammen aus Dänemark.

Die Serienproduktion erfordert 160.000 US-Dollar. Einen funktionierenden Prototyp haben die Entwickler nach eigenen Angaben bereits fertiggestellt. Die Kampagne läuft noch bis zum 1. Januar 2014 und hat bislang etwa 150.000 US-Dollar eingespielt.  (ad)


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