Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/playstation-4-im-test-die-will-nur-spielen-1311-102908.html    Veröffentlicht: 26.11.2013 10:19    Kurz-URL: https://glm.io/102908

Playstation 4 im Test

Die will nur spielen

1.843 GFlops: Eine schnellere Spielekonsole als die Playstation 4 gibt es bislang nicht. Im Test offenbart die Spielekiste von Sony, wie sehr sie auf Überflüssiges verzichtet - und wie stark sie sich der PC-Plattform angenähert hat.

Es könnte sein, dass ein vermeintlich nebensächliches Detail wie die Kamera einen entscheidenden Unterschied macht. Nämlich den, ob Sony oder Microsoft den besseren Start in die Next-Generation-Konsolen-Zukunft schafft. Mit seiner Playstation 4 unterbietet Sony auch durch den Verzicht auf das Aufnahmegerät den Preis der Xbox One um immerhin 100 Euro. Aber das Thema Kamera steht für mehr. Die Xbox One ist auch wegen Kinect das komplexere System, das von der Videotelefonie über die Sprach- und Bewegungssteuerung viele neue Möglichkeiten bietet. Nur: Will das der typische Spieler überhaupt? Oder pfeift der auf derlei Schnickschack und vergnügt sich auf klassisch-bewährte Art und Weise per Controller mit seinen Games?

Wer sich mit beiden Konsolen intensiv beschäftigt, der merkt rasch, dass die Playstation 4 zwar weniger Funktionen hat, aber das ganze System schlanker und schneller ist, die Reaktionszeiten etwa im Menü kürzer sind. Der Fokus liegt darauf, möglichst schnell ins Spiel zu gelangen.

Die schnelle Next-Gen-Konsole

Dabei ähnelt die technische Basis durchaus der Xbox One. Bei beiden Systemen kommt ein System-on-a-Chip (SoC) zum Einsatz, der Großteil der Hardware stammt auch bei der Playstation 4 von AMD. Eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Konsolen ist die Fertigung des SoCs: Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) produziert auch die Chips der Playstation 4 im 28-Nanometer-HP-Prozess. Mit einer Fläche von 348 qmm ist das SoC etwas kleiner als das der Xbox One, dennoch sind mehr Recheneinheiten vorhanden.

Sony verbaut 18 Compute Units (CU), die Xbox bietet lediglich 12. Außerdem kommen 32 statt 16 Raster-Endstufen (ROP) zum Einsatz. Physisch sind 20 CUs im Die vorhanden - dies erhöht die Chipausbeute, wenn eine oder zwei CUs defekt sind. Was die Playstation 4 nicht hat, ist der ESRAM der Konkurrenzkonsole - diesen Nachteil macht die PS4 aber anderweitig mehr als wett.

Ein Mittelklasse-PC im Konsolengewand

Die GCN-Architektur (Graphics Core Next) der Playstation-4-Grafikeinheit entspricht der der aktuellen Radeon-Grafikkarten wie der R9 290X. Die 1.152 Shader-Einheiten der GPU takten mit 800 MHz und liefern eine theoretische Rechenleistung von 1.843 GFlops - mehr als jede andere Konsole und etwa auf dem Niveau einer Radeon HD 7850. Abgesehen von Battlefield 4 (900p) laufen alle bisher erschienenen Spiele auf der Playstation 4 in 1080p. Zum Vergleich: Die Playstation 3 berechnet Call of Duty Blackops 2 in 880 x 720 Pixeln.

Unterstützt wird die Grafikeinheit von zwei CPU-Modulen mit Jaguar-Architektur, drei dedizierte Tensilica-DSPs im SoC liefern Trueaudio. Die acht Jaguar-Kerne takten mit 1,6 GHz und teilen sich das 256 Bit breite Speicherinterface mit der GPU, alle Daten sind dank Huma in Hardware kohärent. CPU und GPU greifen gemeinsam auf die 8 GByte GDDR5-Speicher zu, die Datentransferrate liegt bei 176 GByte pro Sekunde. Der geteilte, schnelle Speicher erleichtert die Programmierung der Konsole.

Zudem bietet die Playstation 4 noch 256 MByte DDR3-RAM, dieser dient offenbar als temporärer Speicherort für aufgezeichnete Videos sowie für die Schnellinstallation von Spielen, denn die verbaute Festplatte ruht hierbei zumeist. Ein dedizierter ARM-Prozessor kümmert sich weiterhin um Hintergrundaufgaben im Standby-Betrieb.



Keine mitgelieferte Kamera, austauschbare Festplatte, flotter Start

Sony legt der Playstation 4 ein Kaltgeräte-, ein HDMI- und ein Micro-USB-Kabel bei. Das weitere Zubehör beschränkt sich auf einen Dualshock-4-Controller und einen Mono-Gehörganghörer (einen Solo-In-Ear-Monitor also) mit integriertem Mikrofon. Das Netzteil ist in die Playstation 4 integriert und arbeitet im Bereich von 100 bis 240 Volt, also in praktisch jedem Stromnetz dieser Welt. Zudem ist die Konsole laut Sony zumindest für Spiele regionalcodefrei. Für Blu-ray und DVD gelten die üblichen Beschränkungen. Die Konsole kann vertikal oder horizontal aufgestellt werden und ist deutlich kompakter als die Xbox One und das Slim-Modell der Playstation 3.

Links an der Front sitzt das Slot-in-Laufwerk, das 2D-Blu-rays und DVDs liest - aber keine Audio-CDs, MP3-Scheiben oder PS3-Spiele. In der Mitte verbaut Sony den Power-Button und die Auswurftaste des Laufwerks als Touchsensoren, daneben befinden sich die beiden USB-3.0-Anschlüsse. Diese erkennen weder unsere Cherry- noch unsere Apple-Tastatur - schade! Die Rückseite zieren eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle, ein optischer Audioausgang und ein HDMI-Ausgang. Hinzu kommt ein proprietärer Anschluss für die Playstation-Kamera, die separat für rund 70 Euro erhältlich ist.

Austauschbare 500-GByte-Festplatte

Sony verbaut als Massenspeicher eine 500-GByte-Festplatte mit 5.400 Umdrehungen pro Minute, die per SATA mit 3-GBit/s-Schnittstelle angeschlossen ist. In unserer Konsole befindet sich eine Samsung ST500LM012, in anderen Geräten stecken beispielsweise auch Modelle von HGST (Hitachi Global Storage Technologies, Western Digital). Die Klavierlackverschalung der Playstation ist abnehmbar, die Festplatte nur mit einer Schraube arretiert.

Sony gestattet den Austausch des Datenspeichers, der neue muss mindestens 160 GByte groß und höchstens 9,5 mm hoch sein. Das FreeBSD-Betriebssystem belegt knapp 100 GByte, externe Festplatten oder USB-Sticks zur Erweiterung der Speicherkapazität werden nicht unterstützt.

Beleuchtung abhängig vom Betriebsmodus

Direkt nach dem Einschalten startet die Playstation 4 zügig mit der Einrichtung, ein blaues Licht zeigt an, dass das Gerät arbeitet. In normalen Betrieb leuchtet die LED-Leiste weiß. Der Controller wird per Micro-USB-Kabel mit der Konsole verbunden, der Akku ist fest integriert. Nach der Sprachwahl muss die Playstation 4 mit dem Internet verbunden werden, entweder per Ethernet oder per WLAN. Letzteres funkt nach 802.11b/g-n-Standard ausschließlich im Bereich von 2,4 GHz. Auch das ist schade.

Nach der Wahl von Zeitzone und Datum geht es weiter mit den Energieoptionen. Die Standardeinstellungen sehen vor, dass sich die Playstation 4 nach vier Stunden Medienwiedergabe abschaltet und nach 20 Minuten in Spielen, sofern nichts eingegeben wird. Alternativ wechselt die Konsole in den Bereitschaftsmodus und leuchtet orange. Hier darf sie sich je nach Einstellung mit dem Internet verbinden, aktiviert die USB-Ports (um den Controller aufzuladen) und ermöglicht Wake-on-LAN. Das Gamepad schaltet sich nach einer bestimmten Zeitspanne ab und weckt die Konsole per Tastendruck auf, beides klappt sehr gut. Wake on LAN funktionierte hingegen bei unserem Test nur mit der Playstation App. Ein Versuch über ein Magic Packet anderer Anwendungen die Konsole aufzuwecken misslang sowohl per LAN als auch WLAN.

Viel zu teilen und flotte Oberfläche, aber nur beschränktes Multitasking

Das Interface der Playstation 4 basiert prinzipiell auf zwei Ebenen, die wiederum mehrere Auswahlmöglichkeiten samt Untermenüs bieten und sehr flott reagieren. Auf der oberen Ebene befinden sich der Playstation Store, die Social-Features, die Einstellungen mit der Systemspeicherverwaltung und das Power-Management. Alles in allem ist das sehr übersichtlich, wenngleich Funktionen wie MP3-Unterstützung noch kommen sollen.

Die untere Ebene besteht aus der TV- und Videofunktion, den installierten Spielen, dem Playroom, der Streaming-Funktion, dem Internetbrowser und der Bibliothek. Mit einem deutschen PSN-Konto sind diese, die TV- und Videofunktion und der Playstation Store noch nicht verfügbar, sie erscheinen erst zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Wir konnten die PS4 allerdings mit einem amerikanischen PSN-Account nutzen und so auch den überarbeiteten Playstation Store ausprobieren.

Freunde finden oder gefunden werden

Die Playstation 4 erfordert nach der Einrichtung (für Einzelspielertitel oder die Blu-ray-Wiedergabe) weder ein PSN-Konto noch Internet, beides ist aber zu empfehlen. Der Name kann im Playstation Network nicht geändert werden, eine E-Mail-Adresse samt Passwort ist zur Anmeldung erforderlich. Auf Wunsch übernimmt die Konsole den Klarnamen und das Profilbild des Anwenders von Facebook, Aktualisierungen und Privatsphäreeinstellungen inklusive. Je nach Option sieht also niemand, nur der Nutzer selbst, auch seine Freunde oder auch Freunde von Freunden, was der PS4-Spieler an Inhalten teilt. Dies ist wichtig, und wir finden die transparente Handhabung gut.

Verglichen mit der Playstation 3 hat Sony das Freundesystem neu gestaltet. Bis zu 2.000 Bekannte sind alphabetisch nach ihrer PSN-ID sortiert. Playstation-4-Spieler dürfen untereinander Klarnamen austauschen und sind so einfach zuzuordnen, für alle anderen muss die PSN-Suche per ID bemüht werden. Die neue Ansicht der Freundeliste und die bekannte Partyfunktion sorgen also für mehr Übersicht bei der Kommunikation mit anderen Spielern, sie sind aber nicht optimal. Gerade die Suche nach spezifischen Spielern gestaltet sich bei vielen Freunden langwierig.

Spiele streamen und Videos hochladen

Die Streamingfunktion der Playstation 4 funktioniert vom Start weg, und da die Konsole in Nordamerika schon verkauft wird, sind viele Kanäle verfügbar. In unserem Test klappte die Liveübertagung von CoD Ghosts samt Mikrofon-Audio per Twitch oder Ustream auf Anhieb. Auch das Hochladen von Bildern und kurzen Videos (6 Minuten) auf Facebook und Twitter war problemlos möglich - Youtube wird nicht unterstützt.

Gerade das Streaming ist für Let's Play oder im Freundeskreis eine tolle Idee: Zuschauer dürfen Fragen oder Kommentare posten, die der Spieler auf Wunsch angezeigt bekommt. Sofern die Kamera angeschlossen ist, eignet sich die Playstation 4 auch für Konferenzen, oder aber der Spieler filmt sich selbst und bindet diese Daten in sein Let's Play ein. Blu-ray-Filme lassen sich nicht streamen.

Spielen oder Filme schauen, während die Installation läuft

Die Medienwiedergabe (nicht vom USB-Stick), das Surfen im Internet oder Spiele: Die Playstation 4 beherrscht diese Funktionen, aber nicht parallel. Zwar ist jederzeit ein Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen möglich, im Internet surfen und zugleich spielen wie bei der Xbox One, wird nicht unterstützt.

Abhängig vom Spiel kann gleich oder nach einer kurzen Ladezeit losgelegt werden: Killzone Shadowfall beispielsweise startet direkt in die erste Mission, CoD Ghosts und Knack hingegen müssen eine gute halbe Minute installieren. Wird ein online als Download erworbenes Spiel gestartet, kann im Hintergrund die Disk-Installation eines anderen Titels laufen. Die Ladezeiten in den Spielen selbst sind ebenfalls sehr kurz, Killzone benötigt für das Laden des zweiten Levels nur 21 Sekunden.

Überzeugender Controller mit Touchpad

Sony hat das klassische Design der Playstation-Gamepads beibehalten, der Dualshock-4-Controller verbindet sich per Bluetooth oder USB-Kabel mit der Playstation 4. Im Unterschied zur Playstation 3 wird nun aber nicht mehr Mini-USB, sondern das für mehr Steckvorgänge spezifizierte Micro-USB verwendet. Die neue Lightbar des Gamepads dient als optische Zuordnung von lokalen Mitspielern in Multiplayer-Titeln (blau, rot, grün und pink). Die Select- und die Start-Taste wurden durch die selbsterklärenden Share- und Options-Buttons ersetzt, bei kleineren Händen ist ein Umgreifen notwendig, um sie zu erreichen. Da Select und Start fehlen, ersetzt die rechte untere Schultertaste (R2) diese als Button zum Bestätigen. Die unteren Schultertasten sind nach außen gewölbt und angeraut, daher rutschen die Zeigefinger nicht ab.

Neue Funktionen

Zwischen der Share- und der Options-Taste befindet sich ein Touchpad samt Klickfunktion und Gestensteuerung. In Assassin's Creed wird hiermit die Karte aufgerufen, mit Touchgesten wird diese bewegt oder Ausschnitte vergrößert - per Analogsticks ist die Karte allerdings komfortabler zu bedienen. Guerrilla Games nutzt die Möglichkeit, jede der vier Ecken als eigene klickbare Taste zu verwenden, um dem Spieler die Drohnensteuerung in Killzone Shadow Fall zu erleichtern.

Die Analogsticks des PS4-Controllers sind nicht konvex, sondern verfügen über einen Wulst am Rand, sind etwas grobkörniger gummiert und sitzen tiefer im Gehäuse als beim PS3-Pad. Die abgeschrägten Kanten sind für das Gros der Spieler optimiert, da diese die Sticks seitlich drücken. Die bauchigen statt konischen Griffstücke hat Sony auf der Unterseite und den Enden angeraut. Die Ergonomie des Dualshock 4 ist sehr gut, auch wirkt er deutlich hochwertiger als sein Vorgänger - nicht zuletzt, weil er 213 statt 136 Gramm wiegt.

Mit Hilfe der optionalen Kamera dient der Controller als Ersatz für die Bewegungssteuerung Move. Bewegungen werden genauso direkt umgesetzt wie bei der Playstation 3, in unserem Test vermissten wir die Kamera jedoch nicht. Die Lagesensoren des Dualshock 4 sind eine gewöhnungsbedürftige, aber flotte Option, um Texte auf der Playstation 4 einzugeben.

Hören und sprechen

Der Monolautsprecher unter dem Touchpad bietet akustisches Feedback, in Knack etwa gibt er ein charakteristisches Geräusch von sich, wenn die Spielfigur Relikte aufsammelt, und in Killzone ertönen blecherne Funksprüche. Ein langer Druck auf die Playstation-Taste öffnet ein Menü, um die Konsole auszuschalten oder in den Bereitschaftsmodus zu schicken. Das Menü zeigt zudem den Akkuladestand des Controllers. In unserem mehrtägigen, intensiven Test der Playstation 4 zeigte der Controller zum Schluss einen Akkuladestand mit zwei von drei Strichen an, eine Ladung hält bei mäßiger Nutzung also viele Tage bis Wochen. Gute Idee: der kombinierte Kopfhörerausgang respektive Mikrofoneingang am Gamepad selbst. Damit hat der Spieler Zugriff auf eine große Anzahl von Headsets.

Der Controller funktioniert per Micro-USB-Kabelverbindung auch an der Playstation 3 und dem PC. Sofern Letzterer über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügt, ist auch eine drahtlose Verbindung möglich. Da der Dualshock 4 das Directinput-API nutzt und viele Spiele nur die Xbox-Tastenbelegung unterstützen, ist die Unterstützung derzeit mäßig.

Playstation Plus und Leistungsaufnahme

Sony legt der Playstation 4 einen Gutschein für 30 Tage Playstation Plus bei. Danach kostet der Dienst 7 Euro für einen Monat, 15 Euro für drei Monate und 50 Euro für ein Jahr. Playstation Plus ist notwendig, um Multiplayer-Titel online zu spielen und Spielstände im 1 GByte großen Onlinespeicher zu sichern, die dann auf jeder Playstation 4 genutzt werden können. Weitere Vorteile sind kostenlose Vollversionen, Testvollversionen die für einen begrenzten Zeitraum spielbar sind, Rabatte und früher Zugriff auf Demos.

Nur im Bereitschaftsmodus sparsam

Die Playstation 4 benötigt rein für das Darstellen der Oberfläche schon 78 Watt - 14 mehr als die Xbox One ohne Kinect. Beim Betrachten eines Blu-ray-Films (Gangs of New York, 2. Kapitel) erhöht sich die elektrische Leistungsaufnahme auf 84 Watt; Standalone-Player liegen bei unter 20 Watt. In Spielen, genauer gesagt Killzone Shadow Fall, genehmigt sich die Sony-Konsole 143 Watt, sofern der Titel bereits vollständig installiert ist. Rotiert die Blu-ray noch im Laufwerk, so sind es knapp 150 Watt.

Im Bereitschaftsmodus mit aktiver Internetverbindung und Strom auf den USB-Ports benötigt die Playstation 4 nur 6 Watt. Wird ein Controller per Micro-USB-Kabel aufgeladen, erhöht sich die Leistungsaufnahme auf rund 11 Watt. Im abgeschalteten Zustand nimmt die Playstation 0,3 bis 0,5 Watt auf.

Ruhig im Betrieb

Die Playstation 4 hört sich ohne Last sehr leise an, aus zwei, drei Metern Entfernung ist sie nicht mehr hörbar. Der Lüfter surrt nicht und macht keine schleifenden Geräusche. Im Spielebetrieb wird die Kühlung deutlich lauter, da das SoC und das Netzteil eine höhere Verlustleistung aufweisen.

Verfügbarkeit der Playstation 4 und Fazit

Die Playstation 4 ist in Europa ab Freitag, den 29. November 2013 für 399 Euro erhältlich. Im Handel ist sie unseren Informationen nach allerdings nur für sehr frühe Vorbesteller verfügbar, alle anderen erhalten die Sony-Konsole voraussichtlich erst 2014. Mitgeliefert werden ein Dualshock-Controller und alle notwendigen Kabel sowie ein 30-Tage-Playstation-Plus-Gutschein. Playstation Plus wird für Online-Mehrspielerfunktionen systemweit vorausgesetzt. Sony bietet für die Playstation 4 optional eine 3D-Kamera mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln für 70 Euro an.

Fazit

Die Playstation 4 überzeugt bereits in ihrer ersten Ausführung, denn Sony hat eine sehr kompakte Konsole mit integriertem Netzteil designt. Dank der hohen Leistung und der zwar nicht optimalen, aber übersichtlichen und direkt reagierenden Oberfläche vermittelt die Playstation 4 das Gefühl, eine würdige Next-Gen-Konsole für Spieler zu sein. Gerade das Streaming ist für Let's Plays oder im Freundeskreis praktisch.

Die Rechengeschwindigkeit der Playstation 4 ermöglicht es den Entwicklern, bereits die Starttitel auf der Sony-Konsole in nativer 1080p-Auflösung mit Postprocessing-Kantenglättung laufenzulassen. Dadurch ist der grafische Sprung gegenüber der Playstation 3 auf den ersten Blick sichtbar. Die Installationsdauer und die Ladezeiten sind sehr gering, sowohl in 1st- als auch in 3rd-Party-Spielen.

Die Leistungsaufnahme ist unter Last geringfügig höher als bei Microsofts Xbox One, im Bereitschaftsmodus arbeitet die Playstation 4 sparsamer. Erfreulich ist die Option, die Festplatte zu tauschen. Der Dualshock 4 gefällt uns vor allem wegen sinnvoller Neuerungen wie dem Touchpad und der deutlich verbesserten Ergonomie. Unterm Strich fühlt sich die Playstation 4 wie ein guter Mittelklasse-PC mit Controller-Steuerung an, der in erster Linie zum gemeinsamen Spielen konzipiert ist - eine Kamera haben wir hierbei nicht vermisst.  (ms)


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