Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-bill-gates-bei-nachfolgefrage-den-traenen-nahe-1311-102862.html    Veröffentlicht: 20.11.2013 12:41    Kurz-URL: https://glm.io/102862

Microsoft

Bill Gates bei Nachfolgefrage den Tränen nahe

Bill Gates sorgt sich offenbar um die Zukunft Microsofts und die noch ungelöste Nachfolgefrage an der Konzernspitze. Er kämpfte auf der Aktionärsversammlung mit den Tränen.

Bill Gates hat sich auf der Aktionärsversammlung emotional betroffen über die Zukunft des Unternehmens gezeigt. Laut einem Bericht der New York Times kämpfte der Firmengründer mit den Tränen, als er erklärte, dass Microsoft in einer Geschichte nur zwei Vorstandschefs hatte, ihn und Steve Ballmer. Dies habe Microsoft "ziemlich einzigartig" gemacht. Der Aufsichtsrat suche die richtige Person für die jetzige Phase in der Firmengeschichte. Dann brach seine Stimme und es brauchte einen Moment, bis der sonst so sachliche Gates weitersprechen konnte.

"Wir stehen zu der gemeinsamen Verpflichtung, dass Microsoft als Unternehmen einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten wird", fuhr Gates fort, der Aufsichtsratschef der Firma ist. Gates gründete 1975 zusammen mit Paul Allen das Unternehmen. Am 27. Juni 2008 schied er aus dem Tagesgeschäft aus.

Der Aufsichtsrat habe sich mit vielen externen und internen Bewerbern für den Vorstandsposten getroffen. "Wir geben keine Zeitprognose ab, aber wir sind mit den Fortschritten zufrieden", sagte er. Gates ist mit 4,8 Prozent weiterhin der größte Einzelaktionär Microsofts und hat offenbar ein Veto bei der Auswahl des neuen Vorstandschefs.

Der scheidende Microsoft-Chef Ballmer hatte bereits eine tränenreiche Abschiedsrede auf einer Mitarbeiterversammlung gehalten. Ballmer war zu dem Titel "Can't Hold Us" von Macklemore & Ryan Lewis auf die Bühne gestürmt. In dem Song heißt es: "Wir kämpfen bis zum Ende." Danach wurde der Titel "(I've Had) The Time of My Life" von Bill Medley und Jennifer Warnes aus dem Film Dirty Dancing gespielt, bei dem Ballmer erneut in Tränen ausbrach, während die rund 13.000 Versammelten klatschten.  (asa)


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