Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/the-division-die-communitys-von-onlinespielen-sind-tot-1311-102782.html    Veröffentlicht: 15.11.2013 12:03    Kurz-URL: https://glm.io/102782

The Division

"Die Communitys von Onlinespielen sind tot"

Das Ubisoft-Actionspiel The Division setzt stark auf Online- und Community-Elemente - aber genau die sind laut einem der Entwickler derzeit kein großer Spaß. Viele Spieler würden sich nicht mehr zu Wort melden, weil sie Angst vor pöbelnden zwölfjährigen Kids hätten.

"Die Leute haben Angst, sich [in Onlinespielen] zu Wort zu melden, weil sie von irgendwelchen Zwölfährigen Kids angebrüllt werden, die über ihre Mutter oder sonstwas reden wollen", stellt Ryan Barnard fest, der beim Ubisoft-Studio Massive Entertainment an The Division arbeitet. "Die Communitys von Onlinespielen sind tot", sagte der Entwickler dem offiziellen britischen Xbox-Magazin. Seiner Auffassung nach habe das auch damit zu tun, dass heutzutage nicht mehr andere Spieler um Hilfe gebeten würden und so eine Interaktion in Gang komme, sondern man sich etwa für schwierige Stellen einfach per Google oder Youtube nach einer Lösung umsehe.

Just für das auf der E3 2013 vorgestellte The Division sind Communitys allerdings sehr wichtig. Das auf Ideen von Tom Clancy basierende Actionspiel will die Grenzen zwischen Solo- und Multiplayermodus verwischen wie wenige andere Titel.

Bei The Division will Ryan Barnard deshalb dafür kämpfen, dass vor der Veröffentlichung möglichst wenig über den Inhalt verraten wird, so dass sich die Community dann eben wirklich noch über Entdeckungen und Geheimnisse austauschen kann.

Ein anderer, deutlich technischerer Lösungsansatz bestehe darin, für das Matchmaking des Multiplaymodus nicht nur etwa den Level des Spielers auszuwerten. Sondern auch, ob er lieber allein oder in der Gruppe agiert, ob er PvP oder das Handwerkssystem mag und ähnliche eher persönliche Vorstellungen und Einstellungen.

The Division schickt den Spieler als Agenten nach New York - drei Wochen, nachdem ein Großteil der Bevölkerung von mysteriösen Viren infiziert wurde. Spieler haben im Verlauf der Kampagne zwar die Aufgabe, die Stadt zu retten. Aber wer mag, soll relativ weitgehende Freiheiten dabei haben, die Metropole noch weiter ins Chaos zu stürzen. Neben Action sollen auch Rollenspielelemente großes Gewicht haben. Das Programm erscheint nach aktuellem Stand Ende 2014 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4.  (ps)


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