Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/appstream-amazon-steigt-ins-spiele-streaming-ein-1311-102743.html    Veröffentlicht: 14.11.2013 10:42    Kurz-URL: https://glm.io/102743

Appstream

Amazon steigt ins Spiele-Streaming ein

Mit Appstream bietet Amazon die notwendige Backend-Infrastruktur, um rechenintensive Spiele und Apps aus der Cloud zu streamen. Damit macht Amazon Diensten wie Gaikai und Onlive Konkurrenz, verfolgt aber ein anderes Konzept.

Amazons neuer Cloud-Dienst Appstream soll es ermöglichen, rechenintensive Spiele und Apps in der Cloud laufenzulassen und auf vergleichsweise rechenschwache Endgeräte wie Tablets, Smartphones oder Set-Top-Boxen zu streamen. Die Inhalte werden auf Amazons Cloud-Server gerendert und die Ausgabe dann an die Clients übertragen.

Dabei können Entwickler komplette Apps oder nur besonders rechenintensive Teile davon streamen. Hersteller von Spielen und Apps können so selbst Kundenbeziehungen unterhalten, Appstream wird nur als Backend eingebunden. Dazu stellt Amazon ein passendes SDK zur Verfügung. Updates lassen sich einfacher abwickeln, da die Software auf EC2-Servern von Amazon nicht auf den Clients läuft.

Zur Übertragung der Inhalte kommt Amazons Appstream STX Protocol zum Einsatz: Es überwacht die Netzwerksituation und passt den Videostream an die aktuell verfügbare Bandbreite an, um für geringe Latenzen bei maximaler Auflösung zu sorgen. Nutzereingaben sollen mit sehr geringer Verzögerung zum Server übertragen werden. Die Spiele laufen auf EC2-Instanzen vom Typ G2 mit Nvidias Grid-GPU (GK104 "Kepler" mit 1,536 Cuda-Kernen und 4 GByte Grafikspeicher) und einer Sandybridge-CPU mit 2,6 GHz und acht virtuellen CPU-Kernen.

Die Streams sollen eine Auflösung von 720p bei 30 Bildern pro Sekunde erreichen, wobei die Verbindung eine Bandbreite von mindestens 3 MBit/s haben sollte.

Amazon Appstream steht derzeit in einer eingeschränkten Vorschau unter aws.amazon.com/de/appstream in der AWS-Region US-East zur Verfügung, Amazon hat aber bereits rund 20 Kunden, die die Plattform nutzen. Darunter ist auch der isländische Eve-Online-Entwickler CCP.  (ji)


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