Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ifixit-ipad-mini-retina-ist-keinen-deut-leichter-zu-reparieren-1311-102733.html    Veröffentlicht: 14.11.2013 07:31    Kurz-URL: https://glm.io/102733

iFixit

iPad Mini Retina nicht leichter zu reparieren

Die Profibastler von iFixit haben das neue iPad Mini mit Retina-Display auseinandergenommen und kommen zu dem Schluss, dass es genauso schlecht zu reparieren ist wie die erste Generation des kleinen Tablets.

Das iPad Mini 2 mit Retina-Display erreicht mit seinem 7,9 Zoll großen Bildschirm eine Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln und damit eine Pixeldichte von 326 ppi. Es ist aufgrund des höheren Energiebedarfs und des größeren Akkus etwas schwerer und dicker als der Vorgänger, doch das ist nicht der einzige Nachteil.

Laut iFixit ist es auch genauso schlecht zu reparieren wie die erste Generation des Geräts. Dass das nicht sein muss, beweist der Teardown des Amazon Fire HDX mit 8,9 Zoll großem Display, das praktisch genauso dick ist wie das iPad Mini 2. Hier wurde auf den Einsatz von Klebstoff weitgehend verzichtet, weshalb es leichter zu öffnen ist als Apples Produkt.

Der Akku des iPad Mini 2 mit 3,75 Volt und 24,3 Wattstunden erreicht 6.471 mAh. Das ist deutlich mehr als beim Vorgängermodell mit 16,3 Wattstunden. Apple musste einen leistungsfähigeren Akku einbauen, der auch etwas größer und schwerer ist, um trotzdem auf die 10 Stunden Akkulaufzeit des Vorgängers zu kommen. Schuld hat vermutlich das hochauflösende Display, das mehr Strom benötigt. Der Akku ist mit Kleber im Gehäuse fixiert, was seinen Austausch erschwert.

Klebstoff, Klebstoff, Klebstoff

Die Hauptplatine ist nur an wenigen Stellen verklebt, was iFixit schon als Erfolg sieht. Lediglich unter dem Anschlusspanel und dem Lightning-Anschlusskabel befindet sich Klebemasse. Die Bastler bemängeln aber, dass viele Befestigungsschrauben im iPad Mini sehr versteckt angebracht sind und sich so auch nur schwer heraus- oder wieder hineinschrauben lassen.

Das Deckglas mit dem Touchscreen und das LCD sind nicht miteinander verbunden, sondern verklebt. Apple hat auch bei der Fixierung der beiden Kameras sowie einiger Kabel und des schon erwähnten Akkus auf die bewährte, aber von Bastlern gefürchtete Klebemasse gesetzt. Der Lightning-Anschluss ist gar auf die Hautplatine gelötet worden. Wird er durch unsachgemäßen Gebrauch beschädigt, konnte die Reparatur sehr teuer werden.

IFixit hat dem iPad Mini mit Retina-Display aufgrund dieser Probleme eine 2 auf einer Skala von 1 bis 10 als Reparaturnote gegeben. Diese Note erhielt auch schon der Vorgänger.

Das iPad Mini Retina verfügt über ein 7,9 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln. Wie im iPad Air und dem iPhone 5S kommt eine 64-Bit-CPU zum Einsatz. Laut iFixit könnte der Prozessor (APL0698) jedoch etwas niedriger getaktet sein als beim iPad Air und ist der gleiche wie der im iPhone 5S. Das Gerät misst 200 x 134,7 x 7,5 mm und wiegt 331 Gramm. Die LTE-Version kommt auf 341 Gramm.

Das iPad Mini Retina kostet in der WLAN-Version mit 16 GByte Flash-Speicher 390 Euro, mit 32 GByte 480 Euro. Die Varianten mit 64 und 128 GByte kosten 570 beziehungsweise 660 Euro. Die LTE-Versionen sind jeweils 120 Euro teurer.  (ad)


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