Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/hama-myscan-die-maus-die-scannt-1311-102666.html    Veröffentlicht: 11.11.2013 12:09    Kurz-URL: https://glm.io/102666

Hama Myscan

Die Maus, die scannt

Mit der Lasermaus Myscan von Hama können Rechner gesteuert und Vorlagen eingescannt werden. Dazu muss die Maus nur über das entsprechende Papier geführt werden. Eine Software macht aus den Patchwork-Scans ganze Seiten.

Die Myscan unterscheidet sich kaum von herkömmlichen Computermäusen. Sie besitzt ein drückbares Mausrad und drei weitere Tasten. Die Taste an der linken Seite startet den Scanvorgang. Das klappt nur in Verbindung mit der Mac- und Windows-Software, die das Bild des kleinen Scanners unterhalb der Maus auswerten kann. Es wird über USB übertragen.

Der Scanbereich ist nur wenige Zentimeter groß, doch das spielt keine Rolle, weil der Anwender die Oberfläche einfach mit der Maus abfährt. So sollen bis zu A3 große Vorlagen erfasst werden können. Auf dem Bildschirm sieht der Benutzer das Ergebnis und kann so noch nicht erfasste Flächen digitalisieren.

Dieses Scannerkonzept eignet sich vor allem für kleinere Vorlagen, die der Benutzer in Büchern oder Zeitschriften findet, die er nicht ausschneiden, kopieren oder unter einen Flachbettscanner legen will. Die Software beherrscht OCR und soll Tabellen auch in Excel übernehmen können.

Die Scanauflösung liegt je nach Einstellung zwischen 100 dpi, 200 dpi, 320 dpi oder 400 dpi. Die Scans lassen sich entweder als JPEG oder PNG beziehungsweise als Word- und Text-Datei oder als Excel-Datei speichern.

Die Maus ähnelt den Handscannern, die Mitte der 90er Jahre populär waren. Der Anwender muss die Einlesegeschwindigkeit manuell durch eine möglichst gleichmäßige Handbewegung steuern. Bewegt er sich dabei zu schnell oder ruckartig, entstanden zumindest bei den Handscannern Verzerrungen im Bild.

Ein sehr ähnlich wirkendes Modell hat das belgische Unternehmen Iris im Programm. Die Iriscan-Maus erreicht eine Auflösung von 300 dpi und wird ebenfalls über das Papier gefahren. Mit der LSM-100 hat auch LG eine Computermaus im Programm, die mit einem Handscanner ausgerüstet ist. Dessen Auflösung liegt bei ebenfalls 300 dpi. Die LG-Scannermaus wurde schon auf der CES 2011 erstmals gezeigt und ist für rund 130 Euro erhältlich. LG listet sie mittlerweile als Auslaufmodell.

Die Hama Scannermaus Myscan soll rund 80 Euro kosten und ab Dezember 2013 zu haben sein.  (ad)


Verwandte Artikel:
Irisscan: Maus mit eingebautem Bildscanner   
(12.02.2013, https://glm.io/97522 )
Gefälschte Euros mit optischer Maus erkennen   
(18.11.2009, https://glm.io/71295 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/