Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/lumia-1520-und-2520-im-hands-on-4-kerne-6-zoll-und-das-tablet-1311-102582.html    Veröffentlicht: 06.11.2013 12:00    Kurz-URL: https://glm.io/102582

Lumia 1520 und 2520 im Hands on

4 Kerne, 6 Zoll und das Tablet

Mit dem Lumia 2520 und dem Lumia 1520 hat Nokia sein erstes Tablet und sein erstes 6-Zoll-Smartphone präsentiert. Golem.de konnte sich die Geräte in einem Berliner Café genauer anschauen.

Nokia hat am 22. Oktober 2013 das neue Windows-Phone-Smartphone Lumia 1520 und das Tablet Lumia 2520 vorgestellt. Das Lumia 1520 ist das erste Smartphone mit dem mobilen Betriebssystem Windows Phone 8, das einen 6 Zoll großen Bildschirm und einen Quad-Core-Prozessor hat. Zudem kommt es bereits mit dem Firmwareupdate Nokia Black, das neben zahlreichen neuen Apps auch die neuen Funktionen des GDR3-Updates für Windows Phone 8 beinhaltet.

Das Lumia 2520 bezeichnet Nokia selbst als sein erstes Tablet. Es hat einen 10,1 Zoll großen Bildschirm mit einer hohen Helligkeit von 650 cd/qm, weshalb es in hellen Umgebungen besser als andere Tablets ablesbar sein soll. Zusammen mit der Tastaturhülle kann das Tablet in ein kleines Notebook verwandelt werden.

Smartphone mit großem, hochauflösendem Display

Das Lumia 1520 ist bedingt durch das 6-Zoll-Display ein sehr großes Smartphone. Das Gehäuse hat abgerundete Kanten, die am Rand dünner werden. Dadurch liegt das Gerät trotz seiner Größe gut in der Hand. Das Gehäuse ist aus Polycarbonat gefertigt und sehr gut verarbeitet.

Das Display des Lumia 1520 stellt dank seiner Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln Inhalte scharf und klar dar. Auch kleine Schrift liest sich gut, einen Treppeneffekt konnten wir nicht beobachten. Dank des großen Displays ist es jetzt möglich, drei Reihen Benachrichtigungskacheln auf dem Hauptbildschirm anzeigen zu lassen.

Pureview-Kamera

Im Lumia 1520 verbaut Nokia eine 20,7-Megapixel-Kamera mit Pureview-Technik. Diese hat im Unterschied zum Lumia 1020 keinen Xenon-Blitz mehr, sondern zwei LED-Fotolichter. Das Objektiv steht dafür nicht mehr so deutlich aus dem Gehäuse hervor wie beim 41-Megapixel-Modell. Wie beim Lumia 1020 kann auch beim Lumia 1520 dank der immer noch recht großen Auflösung der Bilder relativ verlustfrei der Digitalzoom verwendet werden. Mit der Kamera-App Nokia Camera ist es zudem auch beim Lumia 1520 möglich, den Bildschnitt im Nachhinein zu verändern, ohne das Original zu löschen.

Fototouren mit Storyteller

Das Lumia 1520 läuft absolut flüssig in der Bedienung. Auch bei mehreren offenen Anwendungen kommt es nicht zu Rucklern. Der Browser zeigt Internetseiten ebenfalls ruckelfrei an. Zu den Neuerungen des Black-Updates gehört die App Storyteller. Damit werden Fotos und Videos auf einer Landkarte angezeigt und können zu einer chronologischen Bilderreise arrangiert werden. In der Karte mit den Fotos werden dem Nutzer gleichzeitig interessante Orte in der Nähe angezeigt.

Dies funktioniert in der Praxis gut und flüssig. Betrachtet der Nutzer ein Foto in Storyteller, kann er mit einer Pinch-Zoom-Geste aus dem Bild zoomen. Dann wird das Foto als kleines Icon auf einer Landkarte dort angezeigt, wo es aufgenommen wurde. Interessante Orte in der Nähe - Museen, Sehenswürdigkeiten, Restaurants - können angeklickt werden. Hier erfährt der Nutzer dann Details wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise und bei manchen Restaurants sogar Auszüge aus der Speisenkarte.

Lumia-Tablet mit 10-Zoll-Display

Storyteller ist auch auf Nokias erstem Tablet, dem Lumia 2520, installiert, zusammen mit den anderen neuen Nokia-Apps wie Nokia Beamer. Das Lumia 2520 hat einen sehr hellen, 10,1 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Die Farben sind intensiv, ohne unnatürlich zu wirken; der Kontrast ist gut.

Auf dem Lumia 2520 läuft Windows 8.1 RT, es können also nur Programme aus dem Windows-Appstore installiert werden. Nokia begründet diesen Schritt damit, dass das Tablet als mobiler Begleiter mit Fokus auf eine lange Akkulaufzeit trotz sehr hellem Bildschirm gedacht ist. Die Standby-Zeit soll im WLAN-Modus bis zu 25 Tage betragen, im Videobetrieb soll der Akku 11 Stunden lang durchhalten.

Tastaturhülle mit Zusatzakku

Nokia hat zusätzlich zum eingebauten Akku mit einer Nennladung von 8.000 mAh in die Tastaturhülle einen Zusatzakku für bis zu weitere 5 Stunden Akkulaufzeit eingebaut. Das Lumia 2520 wird in das Power Keyboard eingesteckt, über kleine Stiftkontakte kommt die Verbindung zustande. Mit einer nicht sichtbaren Magnetleiste wird das Tablet in seiner aufrechten Position gehalten, den Betrachtungswinkel kann der Nutzer jedoch nicht ändern. Zudem ist die Hülle aufgrund des Akkus deutlich schwerer als beispielsweise das Tastaturcover des Surface-Tablets von Microsoft.

Zeiss-Kamera ohne Pureview

Die Hülle hat auch ein kleines Touchpad und zwei USB-Anschlüsse auf der Rückseite. Die Tasten sind im Chiclet-Design, haben aber einen etwas weicheren Anschlag. Insgesamt ist die Tastatur so groß, dass damit gut Texte getippt werden können.

Auf der Rückseite hat Nokia eine 6,7-Megapixel-Kamera mit Zeiss-Objektiv eingebaut, die jedoch keine Pureview-Funktion hat. Die Bildqualität konnten wir in unserem Test aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse nicht ausreichend bewerten.

Snapdragon-Prozessor mit 2,2 GHz

Das Lumia 2520 läuft dank des Snapdragon-800-Quad-Core-Prozessors und 2 GByte Arbeitsspeicher absolut flüssig. Einen Eingabestift für die bessere Bedienung des Tablets im Desktopmodus liefert Nokia nicht mit, Derartiges ist in Zukunft auch nicht geplant.

Das Tablet wiegt mit 615 Gramm vergleichbar viel wie andere 10-Zoll-Tablets. Das Design lehnt sich an das des Lumia 1520 an, auch beim Tablet finden sich die abgerundeten Kanten und ein Gehäuse aus Polycarbonat.

Marktstart Ende des Jahres

Das Lumia 2520 soll ab Ende 2013 zunächst in Finnland, den USA und Großbritannien für 500 US-Dollar zuzüglich Steuern erhältlich sein. Das Smartphone Lumia 1520 soll ebenfalls Ende 2013 auf den Markt kommen, in Deutschland peilt Nokia einen Verkaufspreis von 800 Euro an. Darin inbegriffen ist eine drahtlose Ladestation.  (tk)


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