Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/cisco-cloud-studie-mobile-netze-in-deutschland-sind-zu-langsam-1310-102234.html    Veröffentlicht: 18.10.2013 19:49    Kurz-URL: https://glm.io/102234

Cisco-Cloud-Studie

Mobile Netze in Deutschland sind zu langsam

Für die Anforderungen der Cloud ist die Leistung der mobilen Netzwerke in Deutschland nicht ausreichend. Im Festnetz gibt es dagegen keine Probleme.

Die mobilen Netzwerke in Deutschland sind für die Cloud nicht leistungsfähig genug. Das ergab der Cisco Global Cloud Index. Danach müssten die Netzwerke mindestens 2.500 KBit/s im Download, 1.000 KBit/s im Upload und unter 100 ms Latenzzeit bieten.

Die mobilen Netzwerke weisen vor allem bei Businessnetzen mit Durchschnittswerten von 4.549 KBit/s Download-, 1.518 KBit/s Upload-Geschwindigkeit und 129 ms Latenzzeit aber deutlich schwächere Werte auf als in vergleichbaren Ländern wie Dänemark.

In festen Netzwerken in Deutschland wurden dagegen durchschnittlich 16.218 KBit/s im Download, 2.594 KBit/s im Upload und 51 ms Latenzzeit gemessen, "womit sie vollständig für Cloud-Dienste geeignet sind", so die Studie.

Bis 2017 soll sich nach den Berechnungen der Cloud-basierte Datenverkehr im Rechenzentrum um das 4,5fache erhöhen und auf 5,3 Zettabyte im Jahr wachsen. Damit wächst der Anteil der Cloud im Rechenzentrum von 46 Prozent im Jahr 2012 auf 69 Prozent im Jahr 2017.

"Wir erwarten in den kommenden Jahren eine große Steigerung des Cloud-Verkehrs", sagte Oliver Tuszik, Chef von Cisco Deutschland. Der weltweite Datenverkehr in Rechenzentren soll sich auf 7,7 Zettabyte verdreifachen. Rund 17 Prozent davon werden von privaten Nutzern erzeugt. 76 Prozent sind Datenverschiebungen innerhalb der Rechenzentren für Storage, Produktion und Entwicklung in virtualisierten Umgebungen. Die restlichen 7 Prozent entfallen auf den Verkehr zwischen Rechenzentren wie für Datenreplikation und Updates.

In Westeuropa wächst der Cloud-basierte Datenverkehr nicht ganz so stark wie im weltweiten Durchschnitt. Von 2012 bis 2017 steigt der Wert um das 3,4fache auf 770 Exabyte. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 28 Prozent im Vergleich zu weltweit 35 Prozent.  (asa)


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