Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deutsche-telekom-wollt-ihr-freiheit-oder-sicherheit-1310-102207.html    Veröffentlicht: 17.10.2013 18:24    Kurz-URL: https://glm.io/102207

Deutsche Telekom

"Wollt ihr Freiheit oder Sicherheit?"

Die Telekom lässt Internetnutzer entscheiden, ob es Freiheit oder IT-Sicherheit im Netz geben soll. Beides zusammen scheint für den Netzbetreiber nicht denkbar.

Die Deutsche Telekom hat TNS Infratest beauftragt, die Internetnutzer zu fragen, ob ihnen Freiheit oder Sicherheit wichtiger ist. Die Frage lautete: "Was ist Ihnen persönlich im Zweifelsfall in der digitalen Welt wichtiger, Freiheit oder Sicherheit?"

38 Prozent der Befragten bewerten Freiheit, also die Option, die Möglichkeiten der digitalen Welt ohne Kontrollmechanismen auszuschöpfen, als "sehr" beziehungsweise "äußerst wichtig". Wenn sie aber zwischen dieser Freiheit und Sicherheit, also dem Schutz ihrer Daten vor Angriffen und Missbrauch, wählen müssen, entscheiden sich 79 Prozent für die Sicherheit, nur jeder Fünfte (20 Prozent) zieht auch im direkten Vergleich die Freiheit vor.

In der nach den Angaben von TNS Infratest repräsentativen Befragung wurden 1.500 Internetnutzer in Deutschland interviewt.

Die Telekom ließ die Befragung im Vorfeld des 2. Cyber Security Summit durchführen. Veranstalter sind die Münchner Sicherheitskonferenz und die Telekom. Die Münchner Sicherheitskonferenz ist seit 1962 ein internationales Spitzentreffen von Diplomaten, Verteidigungspolitikern, Militärangehörigen und Rüstungsindustriellen, das früher Wehrkundetagung hieß und im Kalten Krieg entstand. Es ist das weltweit größte Zusammentreffen seiner Art und findet jährlich, meist von Protesten begleitet, im Hotel Bayerischer Hof in München statt.

In den Ergebnissen des 1. Summit im Vorjahr hieß es: "Eine sichere Informationsgesellschaft braucht eine wachsende Gemeinschaft (Community) von Ansprechpartnern in den Unternehmen, die als 'Cyber-Wehr' bei einem Sicherheitsvorfall die Lage einschätzen, den Informationsfluss sicherstellen und Verteidigungsmaßnahmen einleiten und führen können. Im öffentlichen Sektor müssen ebenfalls Ansprechpartner benannt sein, die die Informationen aus der Wirtschaft um Erkenntnisse der Regierungsstellen und Nachrichtendienste ergänzen."  (asa)


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