Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/d5300-nikons-erste-dslr-mit-wlan-und-gps-1310-102192.html    Veröffentlicht: 17.10.2013 12:05    Kurz-URL: https://glm.io/102192

D5300

Nikons erste DSLR mit WLAN und GPS

Der Nachfolger der D5200, die Nikon D5300, soll noch vor Weihnachten erhältlich sein. Nikon hat der digitalen Spiegelreflexkamera im DX-Format Modellpflege verordnet. Daher gibt es nicht mehr Auflösung, aber ein eingebautes WLAN-Modul zur Fernsteuerung über ein Smartphone.

Was bei besseren Kompaktkameras inzwischen Standard ist, bietet Nikon nun auch im Topmodell der DSLR-Serie 5000 an: Die Nikon D5300 besitzt ein eingebautes WLAN-Modul. Beim Vorgänger, der erst vor elf Monaten erschienenen D5200, musste die Funktion noch durch ein seitlich herausstehendes Dongle nachgerüstet werden.

Über die Funkeinheit kann die Kamera über ein Smartphone oder Tablet ferngesteuert werden. Die nötige App namens "Wireless Mobile Utility" gibt es in den Stores für Android und iOS. Das Programm kann ein Livebild der Kamera darstellen, durch Berühren des Bildschirms kann auf den entsprechenden Punkt im Motiv scharf gestellt werden.

Auch ein zeitverzögerter Selbstauslöser lässt sich mit der App aktivieren, wenn der Fotograf selbst aufs Bild will. Aufgenommene Bilder lassen sich mit Smartphone oder Tablet gleich versenden, auch ein direktes Einstellen in Dienste wie Twitter, Facebook oder Instagram ist möglich, wenn diese auf dem mobilen Gerät installiert sind. Bereits aufgenommene Bilder lassen sich von der Speicherkarte der Kamera übertragen, dabei können sie auf Wunsch auch gleich verkleinert werden. Besonders schnell dürfte das nicht sein: Das Funkmodul unterstützt nur WLAN nach 802.11 b/g im 2,4-GHz-Band und kommt so maximal auf brutto 54 MBit/s.

Der bisher ebenfalls nur als Zubehör angebotene GPS-Empfänger ist bei der D5300 gleich eingebaut, sonst gibt es wenige Neuerungen, vor allem am Gehäuse. Nikons neue DSLR ist weiterhin ein typischer Vertreter der Serie 5000, die sich an anspruchsvolle Hobbyfotografen wendet. Das kompakte Gehäuse, das ohne Objektiv, aber mit Akku nur 530 Gramm wiegt, ist 25 Gramm leichter als beim Vorgängermodell. Kennzeichnend für die Serie 5000 ist der Klappbildschirm. Er ist vor allem beim Fotografieren aus ungewöhnlichen Perspektiven oder bei beengten Platzverhältnissen, aber auch beim Filmen nützlich.

Full-HD mit 60 fps und kein Tiefpassfilter

Bei den Videofunktionen gibt es auch eine weitere kleine Neuerung, denn die D5300 unterstützt nun das Format 1080p60, kann also Full-HD-Filme mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Die höchste Auflösung beim Fotografieren liegt weiterhin bei 24 Megapixeln, solche Bilder haben Abmessungen von 6.400 x 4.000 Punkten. Nikon hat beim CMOS-Sensor im DX-Format aber wie bei vielen neueren Topmodellen den Tiefpassfilter weggelassen, so dass sich eine etwas höhere Bildschärfe ergibt. Bei feinen Strukturen im Motiv können aber leichter Moiré-Muster entstehen.

Der fehlende Filter ist wohl auch der Grund, warum Nikon die höchste kalibrierte ISO-Empfindlichkeit von bisher 6.400 auf 12.800 angehoben hat. Maximal sind noch die nicht kalibrierten Werte bis 25.600 möglich, was jedoch starkes Bildrauschen erzeugt. Weitere Informationen gibt es in den technischen Daten bei Nikon.

Mitte November 2013 soll die D5300 erhältlich sein, das nur in Schwarz einzeln erhältliche Gehäuse hat eine Preisempfehlung von 809 Euro, genauso viel kostete zum Marktstart auch die D5200. Diese ist inzwischen aber schon zu Preisen um 550 Euro erhältlich und bleibt vorerst im Programm von Nikon. Zusammen mit dem Kit-Objektiv 18-55 mm 1:3,5-5,6G VR kostet der Body 909 Euro, 1.019 Euro sind im Paket mit dem 18-105 mm 1:3,5-5,6G ED VR zu bezahlen. Zum gleichen Kit-Preis mit dem kleineren Objektiv ist die D5300 auch in den Farben Rot und Anthrazit erhältlich, die Farbe Bronze der D5200 bietet Nikon für das neue Modell nicht mehr an.  (nie)


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