Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nike-das-neue-fuelband-kommt-auch-nach-deutschland-1310-102169.html    Veröffentlicht: 16.10.2013 15:34    Kurz-URL: https://glm.io/102169

Nike

Das neue Fuelband kommt auch nach Deutschland

Apple-Chef Tim Cook ist ein Fan des Fuelbands. Nun hat Nike eine neue Version vorgestellt, die Bluetooth 4.0 beherrscht, allerdings eng ans iPhone gekoppelt bleibt. Die Sportuhr soll demnächst auch in Deutschland verfügbar sein.

Die Verbindung zwischen Nike und Apple wird noch etwas enger: Das frisch angekündigte Fuelband SE soll sich per Bluetooth 4.0 dauerhaft mit iPhone oder iPad verbinden lassen, um so kontinuierlich Daten etwa über die sportlichen Aktivitäten des Trägers auszuwerten. Die Nutzer von Android- und Windows-Phone-Smartphones können das nach wie vor nicht - kein Wunder, dass sich Tim Cook im Sommer 2013 als Träger des derzeit noch aktuellen Fuelband-Modells geoutet hatte.

Neben der Unterstützung von Bluetooth 4.0 bekommt das Fuelband SE laut Nike keine grundlegenden neuen Funktionen. Stattdessen will der Hersteller die Algorithmen für das Analysieren der Nutzeraktivitäten verbessert haben - was auch nötig ist, denn Konkurrenzangebote wie das Up von Jawbone sind bislang besser darin, etwa eine Joggingrunde zu tracken.

Nike will demnächst eine neue Version seiner iPhone-Software veröffentlichen, so dass auch Besitzer des aktuellen Fuelbands neue Funktionen nutzen können. Unter anderem soll es sogenannte Sessions geben, mit denen Sportler den Workout im Fitnessstudio korrekt erfassen können. Außerdem gibt es ab sofort eine überarbeitete Version der Nike-Plus-Running-App. Später soll die Nike-Move-App erscheinen, die Apple bei seiner Präsentation des iPhone 5S kurz vorgestellt hatte - und die auch nur auf Apples aktuellem Spitzenmodell laufen soll.

Robuster und flexibler

An den sonstigen Spezifikationen des Fuelbands ändert sich mit der SE-Version kaum etwas. Das Band soll etwas flexibler anliegen, aber trotzdem robuster und besser gegen Wasser geschützt sein. Laut Nike kann man damit duschen, aber Schwimmen ist nicht empfohlen. Das Display besteht nach wie vor aus 100 weißen und 20 farbigen LEDs, das Gewicht liegt je nach Größe bei bis zu 32 Gramm, an der dicksten Stelle misst das Band 8 Millimeter, die Breite liegt bei bis zu 19 Millimetern. Der Umfang lässt sich durch Zwischenstücke an den Arm anpassen.

Die Bedienung des SE soll gegenüber dem Vorgänger dezent überarbeitet werden: Zum Aufruf der Uhrzeit soll beim SE etwa ein doppelter Tastendruck reichen - derzeit ist dafür ein etwas umständliches Navigieren nötig. Der Akku soll nach wie vor bis zu vier Tage durchhalten. Das Fuelband SE ist ab sofort bei Nike in vier Farben zum Preis von rund 140 Euro vorbestellbar.

Warten auf die iWatch?

Beobachter hatten mit mehr Neuerungen beim Fuelband gerechnet, denn eigentlich müssten sich die Hersteller von Sportuhren allmählich gegen die Konkurrenz aus dem Smartwatch-Lager positionieren. Für Sportler gäbe es durchaus spannende technische Neuerungen, etwa ein von Philips entwickeltes System, mit dem sich der Puls auch ohne Brustgurt messen lässt. Die Technologie sollte an Drittfirmen weiterlizenziert werden, die damit aber offenbar zögern und sich auch sonst auffällig mit echten Produktneuheiten zurückhalten.

Die sonst sehr umtriebige Firma Polar etwa hat ihr GPS-Spitzenmodell RCX5 schon seit über zwei Jahren im Angebot, Sportuhren mit wirklich neuen Funktionen sind nicht angekündigt. Es ist denkbar, dass die Unternehmen erst mal abwarten wollen, was insbesondere Apple mit seiner iWatch vorhat, die Gerüchten zufolge ebenfalls Funktionen zum Erfassen von Körperdaten haben soll.  (ps)


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